Charles Wilp-Modul eröffnet am 15. September

Erinnerungsstätte

Zum 80. Geburtstag von Charles Wilp am 15. September eröffnet das gleichnamige Modul an der Bommeraner Ruhrbrücke. Der Künstler und unvergessene Werbe-Fachmann ist bereits seit zwölf Jahren tot, seine Witwe Ingrid Schmidt-Winkeler hilft tatkräftig bei den Vorbereitungen in der zukünftigen Erinnerungsstätte.

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 24.08.2012, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Arbeitsstiefeln ihres Mannes verweigte Ingrid Schmidt-Winkeler seine Fußstapfen vor dem Ufo an der Bommeraner Ruhrbrücke.

In Arbeitsstiefeln ihres Mannes verweigte Ingrid Schmidt-Winkeler seine Fußstapfen vor dem Ufo an der Bommeraner Ruhrbrücke.

Das Charles-Wilp-Modul wird am Samstag, 15. September, um 12 Uhr an der Ruhrstraße 110 eröffnet. Bereits am Tag zuvor beginnt auch im Märkischen Museum die Ausstellung „Save the Dates“, die den 1932 in Witten geborenen Charles Wilp würdigt. Eröffnung ist um 19 Uhr.

Künftig soll sein Motiv der Astronautin Spacy Lucy das Ufo-Gewölbe schmücken. Ringsum laden dann auch Sitzbänke die Futuro-Besucher ein. Am Haken des Pumpenhaus-Krans soll pünktlich zur Eröffnung am 15. September über dem neuen Podest im Untergeschoss die „Wurzel von Weimar“ schweben. „Ein Kultursatellit“, erläutert die Düsseldorferin das Kunstwerk ihres Mannes. Er habe die Wurzel des alten Kastanienbaums, unter dessen Blättern schon Goethe und Schiller gesessen hatten, in Weimar einst geschenkt bekommen. „Die Wurzelstränge zeigen wie ein Satellit nach oben.“ Sie seien in Gold verpackt und von Wilp mit kosmischen Ikonen versehen: „Sie zeigen Goethe, Schiller und deutsche Bundeskanzler.“

Zur Eröffnung des Wilp-Moduls sollen die Wände im Pumpenhaus schwarz gestrichen sein. „Es soll hier aussehen wie auf dem Mond“, sagt Ingrid Schmidt-Winkeler. Im Untergeschoss soll es dann auch ein kleines Kino geben, in dem Filme von und über Charles Wilp zu sehen sind. Im Erdgeschoss sind neue Durchbrüche zur Ruhr hin als Notausgang gedacht und ermöglichen den Besuchern künftig einen Blick ins Freie. Genutzt werden darf die einladende Wiese am Fluss allerdings nicht, denn sie gehört zum Trinkwasserschutzgebiet. „Ob wir es noch bis zur Eröffnung schaffen, unseren Presseclub auf dem Mond im Eingangsbereich zu eröffnen, weiß ich nicht“, räumt Schmidt-Winkeler ein. Er soll künftig als kleiner Gastronomiebereich dienen. Insgesamt haben die Umbauarbeiten an die 100.000 Euro gekostet. Die Beschäftigungsgesellschaft Wabe hat sie erledigt. Das Geld hat der Verein Charles-Wilp-Modul mit Spenden zusammen gebracht.

Das Charles-Wilp-Modul wird am Samstag, 15. September, um 12 Uhr an der Ruhrstraße 110 eröffnet. Bereits am Tag zuvor beginnt auch im Märkischen Museum die Ausstellung „Save the Dates“, die den 1932 in Witten geborenen Charles Wilp würdigt. Eröffnung ist um 19 Uhr.