Charlie Chaplin war auch als Komponist großartig

Dortmunder Philharmoniker

Charlie Chaplin war ein glänzender Schauspieler und Filmemacher. Aber dass der 1977 verstorbene Brite auch ein vorzüglicher Komponist war, wissen nicht alle. "Oh, that Cello" heißt eine CD, auf der man Werke des Komikers nachhören kann. Und für seinen Film "Limelight" bekam Chaplin 1973 einen Oscar. Die Dortmunder Philharmoniker begleiteten am Montag im Konzerthaus Dortmund in ihrer Stummfilm-Reihe Chaplins Film "City Lights" mit der Livemusik von Charlie Chaplin und José Padilla Sánchez.

DORTMUND

, 01.03.2016, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Charlie Chaplin war auf der Leinwand ein Vagabund mit Herz. Und auch als Komponist großartig.

Charlie Chaplin war auf der Leinwand ein Vagabund mit Herz. Und auch als Komponist großartig.

Der Film entstand von 1929 bis 1931, kurz nach der Erfindung des Tonfilms. Und die parodiert Chaplin zu Beginn mit Kazoo- und Saxofon-Klängen, die die Worte ersetzen. Und auch, als der Vagabund eine Trillerpfeife verschluckt, ließ Chaplin Musik sprechen.

Der Brite spielt den Landstreicher als Gentleman, der sich in ein blindes Mädchen (Virginia Cherrill) verliebt.

Viel Arbeit für die Schlagwerker

Schöne spätromantische Klänge fand der Brite für diese Romanze, und die Philharmoniker spielten diese farbige Musik, die genauso verschmitzt daher kommt, wie der Vagabund, unter der Leitung von Gabriel Feltz gefühlvoll und in großer Besetzung.

Es war der große Abend der Schlagwerker, die in dieser Filmmusik mehr zu tun hatten als in einer Mahler-Sinfonie. Präzise auf die Bilder gespielt, mit Monitor neben dem Pult, meisterten sie das großartig.

Autorennen und Boxkampf

Vom Autorennen über einen komischen Boxkampf bis zum Überfall und der zärtlichen Romanze bieten Filmbilder und Musik ein Universum an Eindrücken. - Vom großartigen Filmemacher und Komponisten Charlie Chaplin.JG

In der nächsten Saison spielen die Dortmunder Philharmoniker - passend zum Opern- und Ballettprogramm - die Livemusik zu Murnaus Stummfilm "Faust" aus dem Jahr 1929.

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