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Charlie Hebdo: Buchhändler der Region setzen Zeichen

Solidaritätsaktion

Die deutsche Buchbranche hat eine Internetseite für Solidaritätsbekundungen mit dem französischen Satiremagazin Charlie Hebdo eingerichtet. Auch Buchhändler und Verlage in der Region zeigen sich solidarisch.

DORTMUND

, 09.01.2015 / Lesedauer: 2 min
Charlie Hebdo: Buchhändler der Region setzen Zeichen

Die als Haupttäter verdächtigten Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34) stammten aus Paris und haben die französische Staatsbürgerschaft. Foto: French Police

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. „Aufklärung und Information sind wichtiger denn je, damit die Anschläge nicht zum Anlass unreflektierter Propaganda werden.“ Die Unterzeichner können zudem ein Bild – die Lettern „Je suis Charlie“ vor schwarzem Hintergrund – mit einem Link auf die Unterstützerseite auf der eigenen Homepage ihres Unternehmens platzieren.

Viele Buchhändler und Verlage in der Region haben das bereits getan. „Wir sind entsetzt“, sagt Birgit Lange-Grieving, Inhaberin der Dortmunder Transfer-Buchhandlung. „Es ist wichtig, sich zu solidarisieren, Front zu zeigen und ein Zeichen zu setzen für die Pressefreiheit. Man darf sich nicht einschüchtern lassen.“

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Auch die Dortmunder Buchhandlung Niehörster wird sich an der Solidaritätsaktion beteiligen. „Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen. Wir leben in einer Demokratie, die geschützt werden muss“, sagt Inhaber Klaus Niehörster. Nils Janssen, Inhaber der gleichnamigen Bochumer Buchhandlung, fühlt sich als Buchhändler solidarisch. „Wir fühlen uns ebenso wie die Journalisten der Freiheit des Wortes verpflichtet.“

Schockiert über die Tat zeigte sich auch  Ulrike Rodi, Geschäftsführerin des Dortmunder Grafit-Verlags. „Die Welt gerät zurzeit aus den Fugen. In einer Gesellschaft, die polarisiert, ist es wichtig zu zeigen, dass man auf der richtigen Seite steht.“ Bis gestern Nachmittag hatten nach Angaben des Börsenverein bereits über 600 Branchenvertreter unterzeichnet, darunter auch der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, und der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis. Zudem ruft die Buchbranche zu Spenden für die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und die Angehörigen der Opfer auf.   

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