Chemieindustrie soll sexy werden

Jugendliche begeistern

Die Chemische Industrie hat Ende 2008 die Krise zu spüren bekommen - beim Aufschwung war sie nun auch dabei. "Die erfolgreiche Entwicklung in 2010 war nicht erwartet", sagt Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer des Westfälischen Arbeitgeberverbandes.

WITTEN/BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 20.01.2011, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor Eintritt in die Verhandlungen, für den hiesigen Bezirk ist der 25. Februar als erste Gesprächsrunde terminiert, vermeidet Erlhöfer allerdings scharfe Töne. Vielmehr lobt er die Mitarbeiter, die ihren Beitrag zu Bewältigung der Krise geleistet hätten. "Alle haben sich besonnen und weitsichtig verhalten." Damit spricht er auch den Tarifabschluss von 2010 an. Statt einer linearen Gehaltserhöhung gab es eine Einmalzahlung in zwei Abschlägen.

Damit werden sich die Gewerkschaften in diesem Jahr kaum zufrieden geben. Allerdings liegt für den Bezirk Westfalen noch keine konkrete Forderung vor. Hauptgeschäftsführer Erlhöfer richtet deshalb den Blick auf eine andere "Großbaustelle". Die Branche müsse sexy gemacht werden. Es gebe noch keinen ausgewiesenen Facharbeitermangel wie etwa im Handwerk, allerdings müsse auch die Chemische Industrie Nachwuchs werben. thas