Chronist Hans-Dieter Schran feiert 50-Jähriges

Erinnerungen

LÜTGENDORTMUND 1926 - Hans Dieter Schran tritt in den Quartettverein Liederborn ein. Am 1. April feiert der heute 67- Jährige seine 50-jährige Mitgliedschaft in dem Traditionschor. Obwohl er dort nie Vorsitzender war, hat er den Chor doch nachdrückklich geprägt.

von Von Holger Bergmann

, 27.03.2010, 05:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine 50-jährige Chormitgliedschaft Schwarz auf Weiß: Hans-Dieter Schrans Erinnerungen.

Eine 50-jährige Chormitgliedschaft Schwarz auf Weiß: Hans-Dieter Schrans Erinnerungen.

Daneben abgebildet eine Darstellung das alte Lütgendortmund Wappen mit den beiden Glocken (Bömmeln). Auf Schrans Initiative landete dieses Wappen auf den traditionellen roten Jacken der Quartettvereinssänger – heute ein Markenzeichen des Chores. Hans-Dieter Schrans Erinnerung an seinen Eintritt in den Mannerchor ist eine klassische „Ist das schon so lange her“-Erfahrung.

Während seine Altersgenossen Rock‘n‘Roll tanzten, entschloss sich Hans-Dieter Schran sich dem deutschen Liedgut zu widmen. „Ich wollte immer schon was mit Musik machen, konnte mich aber nie entscheiden.“ Erst ein Arbeitskollege gab ihm den entscheidenden Ruck.

In 50 Jahren hat Schran so manches Erlebnis mit seinem Chor gehabt, doch der Spitzenreiter in der Rangliste ist ganz eindeutig die Chorreise nach Kanada im Jahre 1988. Der größte Kulturschock für ihn: „Dass in Kanada soviele Deutsche leben.“ So traten die Dortmunder Sänger unter anderem beim „Sudbury Oktoberfest“ auf. Die Schubertlieder, die der Chor für die Reise einstudiert hatte, passten zwar thematisch nicht so ganz, doch die Deutsch-Kanadier freuten sich über die Lieder in der vergessenen Sprache.

Warum sich Hans-Dieter Schran an all das noch so gut erinnert? Es steht geschrieben, Schwarz auf Weiß, in Schrans Archiv. Mittlerweile füllen die Erinnerung und die gesammelten Bild- und Zeitungsdokumente zwölf dicke Aktenordner. Dieses Engagement und dieses Jubiläum wird der Quartettverein Liederborn nicht achtlos verstreichen lassen. Doch was genau geplant ist, ist eines der bestgehütetsten Geheimnisse in Lütgendortmund.

Schlagworte: