City-Bogen führt Passanten an Geschäften vorbei

Neugestaltung in der Kritik

Auf dem Berliner Platz sprudeln Wasserfontänen, die Bäume am Citybogen sind grün. Die Leute sitzen auf den Sitzbänken und genießen eine Tasse Kaffee, ein Eis. Alles gut? Nicht für jeden. Die Geschäftsleute vor Ort kritisieren die neue Gestaltung, weil sie sich zu sehr auf die StadtGalerie konzentriere.

INNENSTADT

von Von Irene Steiner

, 30.05.2012, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Durch die neue Gestaltung des Citybogens werden die Fußgängerströme von der Ladenzeile gegenüber der Stadtgalerie fern gehalten.

Durch die neue Gestaltung des Citybogens werden die Fußgängerströme von der Ladenzeile gegenüber der Stadtgalerie fern gehalten.

Auch andere Geschäftsleute trauen dem Standort nicht, viele Ladenlokale stehen leer. Gegenüber hat das italienische Restaurant, das im hinteren Teil der StadtGalerie war, längst wieder zugemacht. Die Fassaden grau mit etwas rot, graue Pflasterung, Sitzflächen in gedecktem Holzbraun: Spengler vermisst Farbakzente. Die Meinung teilt Zeljko Simonivic, der als Gebietsverkaufsleiter von Klauser den Berliner Platz gut im Blick hat: „Ich finde den Anblick sehr trist: Keine Farben, keine Blumen. Im Moment gibt es hier kaum Stadtleben, die Menschen laufen einfach nur durch.“

Auch die Standortgemeinschaft Witten-Mitte sieht durchaus noch Belebungsbedarf. „Wir haben hier noch nicht den Rundlauf, wie wir ihn uns vorgestellt haben“, sagt Klaus-Dieter Hoeper, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Doch das große Problem sind die Leerstände. Ohne attraktive Geschäfte beißt sich die Katze immer wieder in den Schwanz.“ Nun soll ein Event Menschen in den neu gestalteten Bereich ziehen: „Die Tafelmusik findet am 28. Juli im Bereich des Berliner Platzes und des Citybogens statt. Wir wollen erreichen, dass die Leute den Rundlauf machen“, so Hoeper. Wenigsten für einen Tag käme dann Leben in den Bereich.