CNN: Joe Biden ist gewählter Präsident der USA

US-Wahl

Lange war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, jetzt ist es klar: Joe Biden wird der 46. Präsident der USA. Mit dem Sieg im US-Bundesstaat Pennsylvania kann Donald Trump den demokratischen Kandidaten nicht mehr einholen.

Washington

07.11.2020, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Joe Biden ist der 46. Präsident der USA.

Joe Biden ist der 46. Präsident der USA. © picture alliance/dpa

Die Vereinigten Staaten haben einen neuen Präsidenten gewählt: Joe Biden hat die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Damit wird der 77-Jährige der 46. Amtsinhaber. Der Demokrat hat jetzt 273 Wahlleute auf seiner Seite und damit die Mehrheit erreicht, während sein Konkurrent Donald Trump lediglich auf 213 Wahlmänner kommt. Trump kann seinen Herausforderer Biden damit nicht mehr einholen und muss das Oval Office nach nur vier Jahren räumen.

Der Sieg im US-Bundesstaat Pennsylvania brachte Joe Biden die entscheidenden Stimmen. Lange hatte dort Donald Trump geführt - zeitweise sogar mit rund 800.000 Stimmen. Am Freitagnachmittag deutscher Zeit wendete sich das Blatt und Biden ging mit einem hauchdünnen Vorsprung in Führung. Damit zeichnete sich die endgültige Entscheidung ab.

Die Präsidentschaftswahl hatte sich zu einem regelrechten Wahlkrimi entwickelt und war lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In vielen Wahllokalen war Stunden, teils Tage nach Schließung noch nicht klar, wer die Wahlmänner der Bundesstaaten hinter sich versammeln kann. Neben Pennsylvania ließen auch die Resultate in Nevada, Arizona, North Carolina und Georgia besonders lange auf sich warten. Der Grund für die Verzögerung war vor allem die vielen Stimmen, die per Briefwahl abgegeben wurden.

Biden holte wichtige Siege in Michigan und Wisconsin

Joe Biden profitierte vor allem von den Stimmen aus Kalifornien (55 Wahlleute), New York (29 Wahlleute), Illinois (20 Wahlleute) und New Jersey (14 Wahlleute) sowie seinen Siegen in den Swing States Pennsylvania (20 Wahlleute), Michigan (16 Wahlleute) und Wisconsin (10 Wahlleute), die 2016 noch Donald Trump ins Weiße Haus verhalfen.

Trump allerdings, scheint den Sieg Bidens nicht ohne weiteres hinzunehmen. Bereits am Wahlabend erklärte er sich selbst zum Sieger und forderte die Auszählung zu stoppen. In den US-Bundesstaaten Michigan, Pennsylvania und Georgia ist Trump bereits juristisch gegen das Abstimmungsprozedere vorgegangen. So bat das Wahlteam einen Richter in Georgia um die Beschlagnahmung von Wahlzetteln, die am Wahltag nach 19 Uhr Ortszeit eingegangen waren.

Wie geht es jetzt weiter?

Der demokratische Kandidat hat bei den absoluten Stimmen einen neuen Rekord aufgestellt. Biden bekam die Stimmen von mehr als 70 Millionen Menschen. Den bisherigen Rekord hielt Barack Obama inne, der bei seiner ersten Wahl 2008 von rund 69,5 Millionen Amerikanern gewählt wurde.

Auch wenn der Sieg Bidens damit rechnerisch fest steht, haben einige Bundesstaaten das Zählen der Stimmen noch nicht beendet. So werden in Pennsylvania noch Stimmen von Militärmitgliedern gewertet, die bis zum 10. November eintreffen. Dasselbe Datum gilt auch für Stimmzettel in Nevada. In North Carolina dauert die Frist sogar bis zum 12. November.

Die Amtseinführung des neuen Präsidenten findet traditionell am 20. Januar in Washington statt. Zuvor kommt am 14. Dezember das Electoral College zusammen um den Präsidenten sowie den Vizepräsidenten zu wählen. Am 6. Januar 2021 erfolgt zudem die Auszählung der Stimmen der Wahlleute.

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