CNN-Moderator über Trump: „Wie eine übergewichtige, strampelnde Schildkröte“

Wahlen in den USA

Erstmals seit der Wahlnacht ist US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend wieder vor die Kameras getreten. Angesichts der Lügen und Behauptungen verschlägt es den CNN-Journalisten die Sprache.

Washington

06.11.2020, 05:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Donald Trump stand am Donnerstagabend das erste Mal seit der Wahlnacht wieder vor Kameras . Und verblüffte prompt mit Lügen und haltlosen Behauptungen.

Donald Trump stand am Donnerstagabend das erste Mal seit der Wahlnacht wieder vor Kameras . Und verblüffte prompt mit Lügen und haltlosen Behauptungen. © picture alliance/dpa

„Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mühelos“: Gleich die ersten Sätze von Donald Trump bei der am Donnerstagabend (Ortszeit) kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington waren gespickt von Unwahrheiten. Und so ging es weiter, CNN-Faktenchecker Daniel Dale bekam bei der Ansprache des US-Präsidenten wieder viel zu tun.

Angesichts von Trumps unbelegten Aussagen über „Wahlbetrug“ und Versuche, ihm den Sieg zu „stehlen“, war auch Dales Kollegen im CNN-Studio das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Besonders Moderator Anderson Cooper rang sichtlich mit der Fassung. So etwas habe man von einem Präsidenten der USA noch nicht gesehen, sagte Cooper, Trumps verhalten sei „traurig“, „wirklich armselig“ und „gefährlich“.

Dann setzte der CNN-Moderator zu Sätzen an, die in sozialen Medien schnell tausendfach geteilt wurden: „Das ist der Präsident der Vereinigten Staaten. Das ist der mächtigste Mann der Welt“, sagte Cooper.

Trump wird als „übergewichtige Schildkröte“ bezeichnet

„Und wir sehen ihn wie eine übergewichtige Schildkröte in der heißen Sonne auf dem Rücken strampelnd, realisierend, dass seine Zeit vorbei ist.“ Jetzt wolle er jeden mit in den Abgrund reißen, inklusive des kompletten Landes.

Trump hat bislang keine Beweise für seine Behauptungen vorgelegt, dass es massiven Wahlbetrug gegeben habe. Der Republikaner liegt bei der laufenden Auszählung hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.

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