Concordia sagt den Aschepöhlern ade

Neuer Kunstrasenplatz

Mit der Übergabe der neuen Platzanlage Anfang Dezember durch die Stadt Bochum begann die "Kunstrasen-Ära" für den Traditionsverein Concordia Wiemelhausen.

WIEMELHAUSEN

von Wilfried Backs

, 23.12.2013 / Lesedauer: 3 min
Concordia sagt den Aschepöhlern ade

Das Foto zeigt (v.l.) Fußball-Obmann Rolf Wagener, Jugendleiter Peter Kaysers, den Sportlichen Leiter der Jugend, Peter Lange, Alexandra Reichwald, 2. Geschäftsführerin Jugend, den Sportlichen Leiter der Senioren, Uwe Gottschling, und den 1. Vorsitzenden Heiner Hanefeld.

"Was lange währt, wird endlich gut", sagte Heiner Hanefeld, Präsident des SV Concordia Wiemelhausen, bei der Übergabe des neuen Kunstrasenplatzes an der Glücksburger Straße. Seinen Dank richtete der Concordia-Präsident an die Gremien der Stadt Bochum, die den Umbau der Anlage möglich machten. Angesprochen fühlen durften sich u.a. Wolfgang Horneck, der Vorsitzende des Kultur- und Sportausschusses, sowie Sportamtschef Klaus Retsch.

Seit 1955 auf Asche

Die Freude bei den Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten ist riesengroß, denn lange haben sie auf diesen Tag gewartet. "Die Zeit der Aschepöhler ist vorbei. Seit 1955 haben wir hier auf Asche Fußball gespielt. Jetzt, nach 58 Jahren, beginnt eine neue Zeit, die wir nutzen müssen und werden", sagt Uwe Gottschling, der Sportliche Leiter des SV Concordia Wiemelhausen und setzt klar auf die Jugend: "Ich habe selbst 13 Jahre als Jugendleiter hier gearbeitet. Der Aschenplatz war ein klarer Standortnachteil für unsere Nachwuchsabteilung. Viele unserer Jugendlichen haben uns deshalb verlassen. Doch wir haben ein 'Zukunftskonzept Kunstrasen' im Vorstand erarbeitet, das uns wieder nach vorne bringen soll."

Lange Sportlicher Leiter

Dazu hat sich der SV Concordia die Dienste von Diplom-Sportlehrer Peter Lange gesichert. Der ehemalige Uni-Dozent und DFB-Stützpunktleiter ist Fußball-Fachmann und will dem Traditionsklub als Sportlicher Leiter im Jugendbereich weiterhelfen.

"Wir hatten immer guten Kontakt zu Peter Lange und freuen uns, ihn für unsere Nachwuchsabteilung gewonnen zu haben", ist Vorsitzender Heiner Hanefeld vom neuen Weg in punkto Ausbildung im Nachwuchsbereich überzeugt. "Vielleicht profitieren wir einmal von unserer Nachwuchsförderung", sagt Hanefeld, "doch wichtig wäre es mir, allen Kindern die unserem Verein angehören, die Möglichkeit zu geben, bei uns das Fußballspielen zu erlernen. Wir wollen dem Nachwuchs und seinen Eltern Spaß und Freude am Fußball geben und erhalten. Wohlfühlen ist wichtig beim SV Concordia Wiemelhausen." Auch die Möglichkeit, beim SV Concordia in Zukunft Beach-Volleyball zu spielen, ist gegeben. Eine neue Abteilung soll hier entstehen.

Trainingsinhalte anpassen

Mit Peter Kayers als Jugendleiter, den Geschäftsführern Ben Gogolin und Alexandra Reichwald sowie vielen weiteren Mitarbeitern in der Jugendabeilung stehen Peter Lange Frauen und Männer zur Seite, die mithelfen, das Kunstrasen-Konzept auf den Weg zu bringen. Langes Philosophie zum Kunstrasen scheint schlüssig: "Wenn die Vereine, Trainer und Kicker einen größeren Gewinn aus dem Bodenbelag ziehen wollen, sollte man die Trainingsinhalte anpassen. Dazu kann der schwerere Futsal-Ball genutzt werden, der beispielsweise das Flachpass-Spiel unterstützt."

Die gerade eingeläutete "Kunstrasen-Ära" stößt bei den Mitgliedern auf großes Interesse. Hauptgeschäftsführer Peter Krolak, dessen Vater Erwin als Bauleiter mit zur Vollendung des Vereinsheims beigetragen hat, sagt stolz: "Wir haben hier alle gemeinsam einiges bewegt. Unter dem Motto 'Steine und Beine' sind Jugendbegegnungsstätte und Vereinsheim entstanden. Jetzt haben wir den lang ersehnten Kunstrasen bekommen. Wir sind im Stadtteil Wiemelhausen stolz und glücklich darüber, unserer Jugend und den Senioren eine neue Heimat zu geben."