Corona-Ausbruch in Edeka-Fleischwerk: 69 Mitarbeiter infiziert

Supermarkt

In einem Fleischwerk der Supermarkt-Kette Edeka wurden 69 Mitarbeiter der Fabrik positiv auf Corona getestet. In mindestens einem Fall handelt es sich um die mutierte britische Variante.

04.03.2021, 19:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lastkraftwagen fahren auf das Gelände eines Edeka-Fleischwerks.

Lastkraftwagen fahren auf das Gelände eines Edeka-Fleischwerks. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In einem Fleischwerk von Edeka Südwest in Rheinstetten sind Dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Landratsamts Karlsruhe berichtete am Donnerstag von 69 positiv Getesteten und 140 Kontaktpersonen, die in Quarantäne bleiben müssten. In einem Fall sei die zuerst in Großbritannien nachgewiesene mutierte Variante des Virus bestätigt worden.

Weil das Infektionsgeschehen nicht diffus sei und die Kontakte gut nachverfolgt werden könnten, habe der Ausbruch zunächst keine Folgen wie etwaige Ausgangsbeschränkungen, sagte der Sprecher. Zuerst hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“ über den Fall berichtet.

Edeka-Sprecher: Infektionsquelle wohl im privaten Bereich

Ein Sprecher von Edeka Südwest erklärte, im Rahmen betriebsinterner Testungen sei vergangene Woche bei zwei Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen worden. Anfang dieser Woche seien weitere Fälle hinzugekommen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Infektionsquelle im privaten Bereich liegt.“ Weitere Tests hätten keine positiven Befunde mehr ergeben. In dem Betrieb arbeiten demnach 1200 Menschen. Eine ausreichende Warenversorgung der Märkte sei sichergestellt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hatte es immer wieder größere Ausbrüche in Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben gegeben. Die Bundesregierung hatte daraufhin die Gesetze für die Branche unter anderem in puncto Beschäftigungsverhältnisse, höhere Bußgelder und einheitliche Kontrollstandards verschärft.

RND/dpa

Schlagworte: