Corona und die Kommunalwahl in NRW: Viele Städte suchen noch Helfer

Wahlen

Das Virus prägt die Vorbereitungen zur Kommunalwahl am 13. September. Die Gesundheitsämter arbeiten an Hygienekonzepten. Und Wähler sollten möglichst mit eigenem Stift in die Kabine gehen.

Düsseldorf

26.07.2020, 07:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Auswertung der Kommunalwahlen werden viele Helfer benötigt.

Für die Auswertung der Kommunalwahlen werden viele Helfer benötigt. © picture alliance/dpa

Rund sieben Wochen vor der Kommunalwahl suchen viele Städte in Nordrhein-Westfalen noch Wahlhelfer. Wegen des Infektionsschutzes sei der Personalbedarf in diesem Jahr deutlich höher, erklärte der Städte- und Gemeindebund NRW in Düsseldorf. „Es muss zum Beispiel jemand den Zutritt ins Wahllokal regulieren, damit der Mindestabstand eingehalten wird. Hinzu kommt die Aufgabe, regelmäßig Tische und Stifte zu desinfizieren“, sagte der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit werden nach Angaben der kommunalen Spitzenverbände Hygienekonzepte für den Wahltag ausgearbeitet. Es wird viel Publikum in den Wahllokalen erwartet: Bei der Kommunalwahl 2014 waren in Nordrhein-Westfalen rund 14 Millionen Menschen wahlberechtigt. Auch für das Auszählen der Stimmen würden viele Helfer benötigt, meinte der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, der auch Bürgermeister der Stadt Bergkamen im östlichen Ruhrgebiet ist.

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Größerer Platzbedarf

Schließlich seien pro Wähler bis zu sechs verschiedene Stimmzettel auszuwerten. Am 13. September werden Gemeinderat, Bürgermeister, Kreistag, Landrat, Integrationsrat und im Ruhrgebiet auch die Versammlung des Regionalverbands Ruhr gewählt. Falls es keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten gibt, steht am 27. September eine Stichwahl an. „Der Platzbedarf wird bei den Kommunalwahlen in diesem Jahr größer sein, als wir das gewohnt sind“, sagte auch die stellvertretende Geschäftsführerin des Städtetages NRW, Verena Göppert.

Aus diesem Grund böten sich große Räume in Schulen und Kitas als Wahlräume an. Auch in den Wahllokalen gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. „Vor Ort müssen dazu die Tische, Wahlkabinen und Wahlurnen entsprechend platziert und zum Beispiel markierte Laufwege vorgegeben werden“, sagte Göppert. Zudem soll das Infektionsrisiko durch Spuckschutzwände, regelmäßiges Reinigen von Oberflächen und Lüften verringert werden. Wähler sollen möglichst mit eigenem Stift wählen gehen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Briefwahl.

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dpa

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