Coronavirus in NRW: Bittere Entscheidung für Straßenkarneval in NRW – Liveblog

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Einen Sitzungs- und Straßenkarneval in NRW wird es in der kommenden Session nicht geben. Viele Lehrer wünschen sich die Maskenpflicht zurück. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 19.09.2020, 07:37 Uhr / Lesedauer: 12 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 64.083 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.842 Todesfälle. 58.524 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 18.9.2020)
  • In NRW wird es keinen Karneval in der kommenden Session geben. Umzüge, Feste, Feiern werden nicht stattfinden. Das beschlossen Festkomitees zusammen mit der Landesregierung. Lediglich kleine Kulturveranstaltungen dürfen stattfinden.
  • Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück.
  • Virologe Christian Drosten mahnt angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens in anderen europäischen Ländern hierzulande zur Vorsicht.
  • Alle Corona-Regeln für NRW finden Sie hier im Überblick




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Samstag, 19. September, 9.06 Uhr

Corona-Teststrategie der EU-Kommission: Ergebnis binnen 24 Stunden

Corona-Tests sollten von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis aus Sicht der EU-Kommission nicht länger als 24 Stunden dauern, damit Kontakte sinnvoll nachverfolgt werden können. Ihre Empfehlungen für eine gemeinsame Teststrategie legte die Brüsseler Behörde am Freitag den EU-Staaten vor.

Auch Deutschland müsste demnach mehr Tempo machen. Nach Angaben der Kommission vergehen hier bis zu 36 Stunden zwischen Test und der Bekanntgabe des Ergebnisses. Die Bevölkerung solle leichten Zugang zu Teststellen haben, betont die Kommission. Es müsse Priorität sein, alle Fälle von Covid-19-änlichen Symptomen zu testen. Möglichst solle gleichzeitig auf das Coronavirus, Grippe und andere Atemwegsinfekte untersucht werden.

Samstag, 19. September, 7.36 Uhr

Skigebiete im Sauerland stellen Weichen

Rund drei Monate vor den Winterferien rüsten sich die Skigebiete im Sauerland angesichts der Corona-Pandemie bereits für die kommende Saison. „Die Skigebiete der Wintersport-Arena stehen vor großen Herausforderungen“, hieß es beim Trägerverein in Winterberg.

In den Skigebieten werde intensiv an Hygienekonzepten gearbeitet, die möglichst einheitlich ausfallen sollten und von örtlichen Gesundheitsämtern genehmigt werden müssten, sagte eine Sprecherin. In einer Mitgliederversammlung habe man erste Weichen gestellt. In der kommenden Woche sollten Schutzmaßnahmen bei einer Versammlung des Skiliftverbands Sauerland diskutiert werden.

Freitag, 18. September, 22.55 Uhr

Landkreis in Niedersachsen überschreitet Grenzwert

Der Landkreis Cloppenburg hat den Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten und deswegen die Regeln für einen Teil seiner Kommunen verschärft. Die aktuelle 7-Tage-Indizenz liegt bei 61,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In einigen Teilen des Landkreises dürfen sich bis zum 4. Oktober privat maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten, Gaststätten müssen um 22 Uhr schließen.

Freitag, 18. September, 22.11 Uhr

Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen

In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft.

Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

Freitag, 18. September, 21.20 Uhr

Doch keine Zuschauer beim Köln-Spiel am Samstag

Das Bundesligaspiel FC Köln gegen TSG Hoffenheim wird an diesem Samstag doch ohne Zuschauer stattfinden. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen könne kein Publikum für das Spiel im RheinEnergieStadion zugelassen werden, teilte die Stadt Köln mit. 9200 Zuschauer waren zu der Begegnung erwartet worden.

Nach neuen Angaben des Landeszentrums Gesundheit NRW ergebe sich für Samstag im maßgeblichen Sieben-Tages-Zeitraum eine Inzidenz von 34,8. Der aktualisierte Datenstand für den am Freitag maßgeblichen Sieben-Tages-Zeitraum ergebe aufgrund der im Meldeprozess typischen Nachmeldungen einen Wert von 35,2. Damit wäre die zulässige Grenze überschritten.

Freitag, 18. September, 21.11 Uhr

Land verlängert Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige bis Jahresende

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Corona-Hilfe für Freiberufler und Solo-Selbstständige bis zum Jahresende verlängern. Die monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt von 1000 Euro werde bis zum Jahresende weitergezahlt, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der „Rheinischen Post“ (Samstag). Bislang war die Hilfe für Solo-Selbstständige bis August befristet.

Freitag, 18. September, 20.07 Uhr

Mehr als 13.000 Infektionen in Frankreich

Die französische Regierung hat innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13.215 neue Corona-Infektionen registriert. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Tage: Zuletzt waren über 10.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit von 31.095 auf 31.249.

Freitag, 18. September, 19.11 Uhr

Straßen- und Sitzungskarneval in NRW abgesagt

Der Sitzungskarneval in Nordrhein-Westfalen soll für die kommende Session abgesagt werden. Das sagte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, in Düsseldorf nach einem Gespräch mit der Landesregierung.

„Gesellige Karnevalsveranstaltungen sind nicht möglich“, sagte Staatssekretär Nathanael Liminski. Kleine „Kulturveranstaltungen“ mit Bühnenprogramm könnten dagegen in Übereinstimmung mit den Corona-Regeln möglich.

Freitag, 18. September, 18.21 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Heinsberger Landrat

Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet - für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die Auszeichnung am 1. Oktober überreichen.

Der Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden.

Dem Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird demnächst das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Dem Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird demnächst das Bundesverdienstkreuz verliehen. © picture alliance/dpa

Freitag, 18. September, 17.17 Uhr

München überschreitet Grenzwert bei Neuinfektionen

Die bayerische Landeshauptstadt München hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. München erreichte den Wert von 50,7. Der Grenzwert wurde aber auch in anderen Regionen überschritten. So sind in Bayern die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen.

Freitag. 18. September, 16.35 Uhr

Gewerkschaft: 73 Prozent der Lehrer wollen Maskenpflicht zurück

Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück. Fast 70 Prozent fühlten sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung mangelhaft oder ungenügend geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Fast ein Drittel der Befragten habe angegeben, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gebe. „Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz“, so die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Freitag. 18. September, 16.21 Uhr

Reker: Mundschutz auch im öffentlichen Raum tragen

Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im öffentlichen Raum empfohlen. Dies gelte besonders „in Fußgängerzonen und an Orten, wo viele Menschen aufeinandertreffen“, sagte die parteilose Politikerin am Freitag. Dazu gehörten Warteschlangen vor Gaststätten oder dem Einzelhandel.

Freitag. 18. September, 15.15 Uhr

Online-Kirchgang nach Corona stark gefragt - Chance für Weihnachten

Der coronabedingte zeitweise Umstieg auf Online-Gottesdienste hat bei vielen evangelischen Gläubigen einer Umfrage zufolge Anklang gefunden. Künftig wünschten sich mehr als 82 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste, auch wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich seien, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland mit. An der Online-Befragung im Auftrag von fünf Landeskirchen hatten 5000 Personen teilgenommen.

Fast zwei Drittel der Befragten (65,4 Prozent) hatten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. „Digitale Gottesdienste sind keine Notlösung, sondern bieten neue Möglichkeiten der Beteiligung“, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski. Gerade an Weihnachten, wenn der Platz in den Kirchen wegen der Corona-Auflagen nicht für alle reichen werde, böten digitale Gottesdienste die Chance, trotzdem teilzunehmen.

Viele Gläubige können sich vorstellen, an Weihnachten einen Online-Gottesdienst zu feiern.

Viele Gläubige können sich vorstellen, an Weihnachten einen Online-Gottesdienst zu feiern. © picture alliance/dpa

Freitag. 18. September, 14.37 Uhr

Vertrag mit Herstellern: EU sichert sich weitere Impfstoff-Dosen

Die EU-Kommission hat einen zweiten Vertrag über den Kauf eines künftigen Corona-Impfstoffs abgeschlossen, diesmal mit den Herstellern Sanofi und GSK über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte dazu am Freitag, angesichts steigender Corona- Infektionszahlen sei ein wirksamer Impfstoff wichtiger denn je. Mit dem neuen Vertrag wüchsen die Chancen, dass Menschen in der EU und weltweit nach und nach ihr Alltagsleben wieder aufnehmen könnten.

Die EU hatte bereits einen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca geschlossen und plant weitere mit anderen Unternehmen mit aussichtsreichen Impfstoff-Kandidaten. Keiner dieser Impfstoffe ist jedoch bisher zugelassen. Die Abnahmeverträge mit Vorkasse sollen die Entwicklung und Massenproduktion der Impfstoffe beschleunigen.

Freitag. 18. September, 13.58 Uhr

WDR-Bericht: Karnevalisten fordern Absage des Karnevals

Wie der WDR berichtet, wollen die Chefs der Karnevalshochburgen Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf die komplette Absage des Straßen- und auch des Sitzungskarnevals erreichen. Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich um 17 Uhr mit Vertretern der NRW-Landesregierung zu einem Karnevals-Gipfel. Dabei soll über die Absage gesprochen werden. Wenn eine Einigung getroffen wird, würden sämtliche Umzüge die Sessionseröffnungen auf zentralen Plätzen oder Prunk-und Kostümsitzungen nicht stattfinden dürfen.

Freitag. 18. September, 13.11 Uhr

Milliardenschwere Entlastung für NRW-Kommunen

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen werden angesichts der coronabedingten Einbrüche bei der Gewerbesteuer mit 2,72 Milliarden Euro entlastet. Das teilte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag mit. Zuvor hatten Bundestag und Bundesrat ein milliardenschweres Hilfspaket für Städte und Gemeinden beschlossen. Vorbehaltlich der Entscheidung des Landtags wolle die CDU/FDP-Landesregierung das Geld an die Kommunen noch in diesem Jahr auszahlen, sagte Laschet. Insgesamt kompensieren Bund und Länder in diesem Jahr Ausfälle bei der Gewerbesteuer im Umfang von rund 11 Milliarden Euro. Diese ist die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen. Der Bund übernimmt rund 6,1 Milliarden Euro, die Länder rund 4,8 Milliarden Euro.

Freitag. 18. September, 12.07 Uhr

Bundesverdienstkreuz für Heinsbergs Landrat Pusch

Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), soll am 1. Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. Wie eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, wird Pusch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie geehrt. „RTL.de“ hatte zuvor berichtet. Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden. Der Landrat hatte Schulen und Kindergärten schließen lassen und die Bevölkerung unter anderem durch tägliche Videobotschaften informiert. Mit seinem Krisenmanagement wurde er bundesweit bekannt.

Freitag. 18. September, 10.46 Uhr

RKI: 1916 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist einen Tag nach dem Erreichen des höchsten Wertes seit April unter der Marke von 2000 geblieben. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1916 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 267.773 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 18.9., 0.00 Uhr).

Freitag. 18. September, 10.15 Uhr

Corona-Zahlen in Deutschland könnten steigen wie in Frankreich und Spanien

Mit Blick auf die verschärfte Corona-Lage in manchen anderen europäischen Ländern hat der Virologe Christian Drosten vor einer ähnlichen Entwicklung hierzulande gewarnt. Angesichts der derzeit in Deutschland gemeldeten Neuinfektionen müsse man sich klarmachen, „dass wir, wenn wir die Kurven übereinanderlegen, etwas hinterherhinken hinter Spanien und Frankreich und England“, sagte der Leiter der Charité-Virologie. Er betonte, „dass wir uns aber auch nicht vormachen sollten, dass sich das bei uns alles ganz anders entwickelt. Wir machen auch jetzt nicht sehr viele Sachen sehr anders“. Die Fallzahlen in Deutschland über den Sommer gehen seiner Ansicht nach zu einem großen Teil auf Urlaubsrückkehrer zurück.

Freitag. 18. September, 8.49 Uhr

Hotels und Gaststätten erholen sich in der Corona-Krise langsam

Hotels und Gaststätten in Nordrhein-Westfalen erholen sich in der Corona-Krise nur langsam. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes von Freitag war die Zahl der Übernachtungen im Juli 2020 mit etwa 3,2 Millionen um 35,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Juni lag das Minus noch bei 55,5 Prozent. Erstmals seit März verbuchten dagegen im Juli 2020 Campingplätze (plus 4,2 Prozent) und Ferienhausvermieter (6,7) wieder ein Plus bei den Buchungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Gastgewerbe legte im Verlauf des Sommers wieder zu - von Juni bis Juli vermelden die Gastronomen dem Landesamt zufolge ein Plus von 18,5 Prozent. Der Umsatz im Juli 2020 brach im Vergleich zum Juli 2019 jedoch um 32,4 Prozent ein. Die Zahl der Beschäftigten sank im Vorjahresvergleich um 14,3 Prozent.

Freitag. 18. September, 7.55 Uhr

Landtag debattiert über Folgen der Corona-Krise

Der nordrhein-westfälische Landtag debattiert am Freitag über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Besonders stark betroffen seien die Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche, heißt es im Antrag der Regierungskoalitionen von CDU und FDP, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Rund zwei Drittel der Betriebe in NRW fürchteten nach Angaben des Hotel-und Gaststättenverbandes (Dehoga) um ihre Existenz. Der größte Teil des Umsatzes werde zurzeit im Außenbereich erzielt, hieß es weiter. Für den Herbst und Winter müssten aber Konzepte für geschlossene Räume entwickelt werden.

Freitag, 18. September, 7.07 Uhr

Karnevals-Gipfel in Düsseldorf

Das Corona-Virus hat schon viele Veranstaltungen und Feste platzen lassen, doch die Jecken wollen sich nicht geschlagen geben. In Düsseldorf beginnt am Freitag um 17 Uhr ein Karnevals-Gipfel in der Staatskanzlei. Vier Festkomitees und der Bund Deutscher Karneval treffen sich mit Vertretern der NRW-Landesregierung.

Dort soll über ein 30-seitiges Konzept gesprochen werden, das die Karnevalisten dem Gesundheitsministerium vorgelegt hatten. Es enthält Handlungsempfehlungen, wie zum Beispiel am 11.11. zur Sessionseröffnung Karneval gefeiert werden könnte.

Donnerstag, 17. September, 22.58 Uhr

Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Als Reaktion auf die steigenden Corona-Infektionszahlen limitiert Österreich die Zahl der Teilnehmer bei privaten Zusammenkünften. Bei Feiern in Gebäuden seien ab Montag(21. September) nur noch zehn Personen erlaubt, sagte Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP. Eine Kontrolle von Privatwohnungen sei allerdings nicht geplant, da sie nicht grundrechtskonform sei. Es gehe um Zusammenkünfte im öffentlichen Raum.

Nicht betroffen von den Verschärfungen sind laut Regierung die professionell organisierten Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich. Dort bleibe es bei der Obergrenze von 1500 Menschen in Gebäuden und 3000 im Freien.

Binnen 24 Stunden wurden in Österreich zuletzt 780 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist das ein etwa dreimal höherer Wert als aktuell in Deutschland.

Donnerstag, 17. September, 22.05 Uhr

Sorge in Bochum: Viele Neuinfektionen

Die Corona-Entwicklung in Bochum ist weiter besorgniserregend. Binnen 24 Stunden gab es 21 Infektionen. Die Neuerkrankungsrate steigt auf 23,2. Am Nachmittag meldeten die Gesundheitsbehörden insgesamt 1203 bestätigte Infektionen seit Beginn der Pandemie. Schon am Mittwoch war ein Anstieg um 15 Erkrankte verzeichnet worden.

Es bleibt bei 24 Corona-Toten, die infolge von Covid-19 verstorben sind. Zehn Patienten müssen in Kliniken behandelt werden, davon drei auf der Intensivstation. 624 Personen harren in häuslicher Quarantäne aus. Das meldet die WAZ.

Donnerstag, 17. September, 21.21 Uhr

Fehlende Maske in der Bahn: 15.000 Ermahnungen

Die Bundespolizei hat von Samstag bis Mittwoch fast 15.000 Bahnreisende wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht ermahnt. Der ganz überwiegende Teil der in Zügen und Bahnhöfen ermahnten 14.676 Reisenden habe sich einsichtig gezeigt, teilte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mit. In 221 Fällen seien die Ermahnten aber uneinsichtig gewesen, weshalb die örtlichen Gesundheitsämter zwecks Verhängung von Bußgeldern informiert worden seien.

Weder das Bahnpersonal noch die Polizei dürfen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Zügen Bußgelder verhängen, dies ist Sache der Gesundheitsämter. Allerdings kann die Bahn solchen Reisenden die Weiterfahrt verbieten, die Bundespolizei kann dabei unterstützen.

Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Tagen verstärkt die Maskenpflicht auf Bahnhöfen und in Zügen kontrolliert.

Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Tagen verstärkt die Maskenpflicht auf Bahnhöfen und in Zügen kontrolliert. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. September, 20.15 Uhr

WHO „Alarmierender“ Anstieg von Infektionen

Weltgesundheitsorganisation hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend“ bezeichnet. Die Entwicklung müsse ein „Alarmsignal für uns alle“ sein, sagte WHO-Europadirektor Hans Kluge in Kopenhagen.

In Europa - wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt - wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.

In Deutschland wurden 2.194 registrierte Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Schwelle von 2.000 täglich bekannt gewordenen Ansteckungen war zuletzt in der zweiten Augusthälfte überschritten worden. Insgesamt sind 2.194 Fälle sogar der höchste Wert seit April.

Donnerstag, 17. September, 18.55 Uhr

München: Sorge um Wiesn-Ersatzpartys

Die Stadt München hat für den Samstag als ursprünglich geplanten ersten Oktoberfesttag ein Alkoholverbot für die Theresienwiese verhängt. Auf der gesamten Fläche dürfe von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr am Sonntagmorgen kein Alkohol konsumiert werden, teilte die Stadt mit.

„Ziel dieses Verbots ist es, auf dem Gelände private Ersatzpartys zum ursprünglich geplanten Wiesnstart mit hohem Infektionsrisiko zu unterbinden.“ Das Alkoholverbot gelte auch für drei auf der Theresienwiese angemeldete Demonstrationen, hieß es.

In diesem Jahr wird es auf der Theresienwiese keine Wiesnzelte für das Oktoberfest geben.

In diesem Jahr wird es auf der Theresienwiese keine Wiesnzelte für das Oktoberfest geben. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. September, 18.23 Uhr

Westfleisch übernimmt 3000 Werkarbeiter in die Stammbelegschaft

Nach scharfer Kritik an miesen Arbeitsbedingungen übernimmt das Münsteraner Unternehmen Westfleisch 3000 Beschäftigte, die bisher nur über externe Firmen mit Werkverträgen tätig waren. Bis Jahresende sollen die Arbeiter in die tarifgebundene Stammbelegschaft eingegliedert werden, wie Westfleisch und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilten. Zudem wechselten 1000 Mitarbeiter von Töchterfirmen in die Stammbelegschaft. Wie viel die Beschäftigten künftig in etwa mehr verdienen als derzeit, ist nicht bekannt. Die niedrigste Lohnstufe liegt den Angaben zufolge oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns.

Bei Westfleisch hatte es im Frühjahr unter anderem in Coesfeld zahlreiche Corona-Neuinfektionen unter den zumeist ausländischen Werkarbeitern gegeben. Daraufhin musste die Firma ihre Produktion zeitweise runterfahren.

Donnerstag, 17. September, 17.21 Uhr

Weitere Partie von Alemannia Aachen abgesagt

Nach dem Ausfall des Fußballspiels von Alemannia Aachen am Mittwoch gegen den SV Lippstadt wegen eines Corona-Falls wurde auch die nächste Partie der Aachener in der Regionalliga West bei Fortuna Düsseldorfs U23 am Samstag abgesagt.

Aufgrund eines positiv auf das Coronavirus getesteten Alemannia-Spielers befinden sich weitere Mitglieder des Aachener Kaders sowie Teile des Trainer- und Betreuerstabs vorerst in häuslicher Quarantäne. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Donnerstag, 17. September, 16.11 Uhr

Lufthansa plant Flüge in afrikanische Länder

Die Lufthansa bereitet sich nach weitgehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen wieder auf mehr Flüge in afrikanische Länder vor. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagte Lufthansa-Manager André Schulz am.

Seit August sei die Zahl der Flüge nach Kenia wieder auf vier pro Woche hochgefahren, nach Namibia wird die Flugverbindung zwischen Frankfurt und Windhuk an diesem Samstag aufgenommen werden. Auch Mauritius könnte zum Jahresende wieder ins Programm genommen werden.

Lufthansa fliegt demnächst wieder nach Afrika.

Lufthansa fliegt demnächst wieder nach Afrika. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. September, 14.08 Uhr
Eröffnungsspiel ohne Zuschauer

Beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 dürfen am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag mit Verweis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in der Landeshauptstadt. Bayern ist derzeit das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen.

Donnerstag, 17. September, 13.50 Uhr

Virologe Drosten: Deutschland im Infektionsanstieg

Bei der Entwicklung der Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sieht der Virologe Christian Drosten Unterschiede im Vergleich zum August. Der am Donnerstag vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Wert von rund 2200 Neuinfektionen sei „schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg“, sagte der Charité-Wissenschaftler in Berlin.

Donnerstag, 17. September, 13.02 Uhr
Corona-Ausbruch in einer Bar in Hamburg: Hunderte Gäste betroffen
Nach dem Corona-Ausbruch in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Betroffenen aus. 500 Menschen aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die die Bar „Katze“ am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Viele seien schon in Quarantäne.

Bislang seien sechs Corona-Tests positiv ausgefallen, „darunter auch bei mehreren Beschäftigten der Bar“. Nach etwa 100 Barbesuchern werde noch gesucht. Viele hatten den Angaben zufolge falsche Kontaktdaten hinterlassen.

Donnerstag, 17. September, 11.47 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen von 43,3 auf 33,9 gesunken

Die für die Beurteilung des Infektionsgeschehens wichtige Kennzahl der Infektionen über mehrere Tage ist in Solingen deutlich zurückgegangen. Am Donnerstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 33,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Am Vortag hatte die Zahl noch bei 43,3 gelegen. Die Stadt hatte die vergleichsweise hohen Fallzahlen bereits vergangene Woche als „lokalisierbar und nachvollziehbar“ bewertet und in Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden keine besonderen Schutzmaßnahmen ergriffen. In Mülheim an der Ruhr stieg der Wert laut RKI von Mittwoch auf Donnerstag dagegen leicht - von 35,7 auf 37,5.

Donnerstag, 17. September, 10.27 Uhr

Positiver Corona-Test: Nächstes Spiel von Alemannia Aachen fällt aus

Nach dem Ausfall des Fußballspiels von Alemannia Aachen am Mittwoch gegen den SV Lippstadt wegen eines Corona-Falls wurde auch die nächste Partie der Aachener in der Regionalliga West bei Fortuna Düsseldorf am Samstag abgesagt. Dies teilte der Düsseldorfer Club am Donnerstag mit. Aufgrund eines positiv auf das Coronavirus getesteten Alemannia-Spielers befinden sich weitere Mitglieder des Aachener Kaders sowie Teile des Trainer- und Betreuerstabs vorerst in häuslicher Quarantäne. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Donnerstag, 17. September, 8.50 Uhr

Gastronomie: Auf Versicherungen rollt Klagewelle zu

Viele Unternehmen, vor allem Gastronomen, sind gegen eine Betriebsschließung versichert. Pandemien sind aber in manchen Standardpolicen nicht abgedeckt. Versicherer lehnen nun Zahlungen an Kunden ab, deren Betriebe im Frühjahr von den Behörden geschlossen wurden und Geld verlangen. Vor dem Landgericht in München findet dazu ein wichtiger Verkündungstermin statt, der von bundesweitem Interesse sein dürfte.

Donnerstag, 17. September, 7.39 Uhr

RKI meldet 2194 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2194 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Donnerstag, 17. September, 6.56 Uhr

Weltweit bis zu drei Millionen Corona-Infizierte im Gesundheitswesen

Weltweit könnten seit Beginn der Corona-Pandemie bis zu drei Millionen Beschäftige im Gesundheitswesen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert worden sein. Das geht aus einem Report des International Council of Nurses (ICN), also dem Weltverband der Pflegeberufe, hervor. Demnach sind rund 10 Prozent aller Corona-Infizierten weltweit Beschäftige im Gesundheitswesen. Zudem sind bereits mehr als tausend Pflegekräfte in 44 Ländern an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der ICN-Report kritisiert, dass weniger als die Hälfte aller begutachteten Länder Covid-19 als Berufskrankheit klassifiziert haben.

Donnerstag, 17. September, 5.47 Uhr

Corona-Betrug: Bundesweit ermitteln Staatsanwälte in mehr als 10.000 Fällen

Schnelle und unbürokratische Hilfe - das war das Versprechen der Politik an Klein-Unternehmer, Solo-Selbstständige und Freiberufler während des ersten Corona-Lockdowns. Dass die Großzügigkeit des Staates nicht nur notleidende Firmen, sondern auch Betrüger auf den Plan rufen würde, konnte man früh ahnen. In bundesweit mehr als 10.000 Fällen ermitteln Staatsanwaltschaften wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und anderer Betrugsmaschen im Zusammenhang mit der Pandemie. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung bei den Justizministerien und Staatsanwaltschaften der 16 Bundesländer hervor. Der Schaden geht in die zig Millionen.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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