Coronavirus in NRW: Bußgeld über 150 Euro bei Falschangaben in Restaurants – Liveblog

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Wer falsche Angaben auf Gästelisten macht, dem droht jetzt ein Bußgeld. Bund und Länder haben sich auf weitere drastische Verschärfungen der Corona-Regeln geeinigt. Die Lage im Überblick.

NRW

, 29.09.2020, 05:17 Uhr / Lesedauer: 12 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 69.282 bestätigte Fälle - 62.052 Genesene - 1.867 Todesfälle. (Stand: 29.9.2020)
  • Bund und Länder beraten heute über neue Corona-Maßnahmen
  • Gäste, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von mehr als 150 Euro rechnen.
  • Der Bund schlägt für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer und regionale befristete Verbote des Alkoholausschanks vor.
  • In NRW sollen nach Willen von Gesundheitsminister Laumann private Feiern mit mehr als 50 Teilnehmern in angemieteten Räumen 14 Tage vorher angemeldet werden
  • In Bielefeld stehen 1700 Menschen unter Quarantäne, darunter alleine 1100 Schüler und Lehrer. Zehn Schulen sind betroffen.
  • In Deutschland könnte es bald eine bundesweite „Corona-Ampel“ geben. Dann werden Grenzwerte beschlossen, bei denen es neue Maßnahmen eingeführt werden.
  • Alle Corona-Regeln für NRW finden Sie hier im Überblick

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Dienstag, 29. September, 19.22 Uhr

Laschet: Eher alle anderen Bereiche zurückfahren als Schule und Kita

Laschet will vorrangig die Schulen und Kitas in der andauernden Corona-Pandemie offen halten. Das sei Konsens von Bund und Ländern, sagte Laschet am Dienstag. „Wir dürfen nicht wieder bei Kindern, bei Schulen, bei Kindertagesstätten Schließungen planen“, sagte Laschet. Eher müssten „alle anderen Bereiche des öffentlichen Lebens“ zurückgefahren werden.

Dienstag, 29. September, 19.10 Uhr

Keine Polizeikontrollen in privaten Wohnungen

Ministerpräsident Laschet möchte in der Corona-Pandemie keine Polizeikontrollen in privaten Wohnungen. „Ich finde nicht, dass die Polizei nun durch die Wohnungen gehen sollte, um zu sehen: Wie viele Leute sitzen da zusammen?“, sagte Laschet. Da sei jeder Bürger eigenverantwortlich. Die private Wohnung sei ein Raum, in dem der Staat nicht bestimmen sollte, wie viele Menschen zusammensitzen dürften. „Wir haben jedenfalls nicht die Absicht, es durch staatliche Gesetze und Verordnungen zu regeln“, sagte Laschet.

Dienstag, 29. September, 18.44 Uhr

Laschet: Setzen auf Verzicht von nicht notwendigen Feiern

NRW-Ministerpräsident Laschet setzt in der Corona-Pandemie auf einen Verzicht der Bürger auf nicht notwendige private Feiern. Zwar müssten Feste insbesondere dort, wo die Werte von 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten wurden, beschränkt werden. Es gelte aber: „Wir setzen darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger auf Feiern verzichten, die jetzt nicht notwendig sind“, sagte Laschet.

Dienstag, 29. September, 18.27 Uhr

Bußgeld über 150 Euro bei Falschangaben in Restaurants

In Nordrhein-Westfalen müssen Menschen, die in Restaurants oder Gaststätten falsche Angaben zu ihrer Person machen, mit mehr als 150 Euro Bußgeld rechnen. Die genaue Höhe werde noch geklärt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag nach einer Bund-Länder-Schalte in Düsseldorf. Die Kontaktangaben würden auch in Stichproben überprüft. Das Bußgeld werde höher sein als die jetzige Strafe für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr, weil auch mehr Menschen mit Corona in Gaststätten infiziert werden könnten, sagte Laschet. Es liege im gesundheitlichen Interesse jedes Einzelnen, seinen richtigen Namen zu hinterlassen. Die Kontaktnachverfolgung sei „die Schlüsselfrage der Pandemie“.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich am Dienstag zu den neuen Corona-Auflagen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte sich am Dienstag zu den neuen Corona-Auflagen. © picture alliance/dpa

Dienstag, 29. September, 18.11 Uhr

Laschet: Möglichst gezielte Maßnahmen gegen Corona

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen auf noch länger andauernde Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingestimmt. Flächendeckende Maßnahmen in Deutschland seien aber nicht notwendig, sondern „lokale Handlungsmuster“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Das Land habe eine „gute Ausgangslage“, sagte Laschet. „Aber das Risiko ist da. Mit diesem Risiko müssen wir mit möglichst gezielten Maßnahmen leben.“ Einen Lockdown wie im März oder Schulschließungen solle es nicht mehr geben.

Dienstag, 29. September, 17.45 Uhr

Hotspotstrategie von Bund und Ländern zu privaten Feiern

Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen sollen, so haben es Bund und Länder am Dienstag beschlossen, sollen auf maximal 50 Teilnehmer beschränkt werden. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. In privaten Räumen soll es demnach keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. Merkel betonte, es werde aber empfohlen, in privaten Räumen keine Feierlichkeit mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen. Alle Beschlüsse der Konferenz von Bund und Ländern können Sie bei uns nachlesen:

Dienstag, 29. September, 16.57 Uhr

Verlängerung der Corona-Auflagen in Hamm noch ungewiss

Die Stadt Hamm, die derzeit die meisten Corona-Neuinfektionen in NRW aufweist, will bis kommenden Montag über das weitere Vorgehen entscheiden. Derzeit seien zusätzliche Einschränkungen nicht vorgesehen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Ob die bis 6. Oktober geltenden Maßnahmen in Gänze oder in Teilen verlängert werden müssten oder ob gar neue Einschnitte nötig würden, ergebe sich aus dem Infektionsverlauf der nächsten Tage.

Dienstag, 29. September, 15.40 Uhr
50 Euro Bußgeld für falsche Angaben in Restaurant oder Gastwirtschaft

Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Dienstag, 29. September, 15.09 Uhr
Zuschauerrekord beim nächsten BVB-Spiel angepeilt
Bis zu 11 500 Zuschauer dürfen beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg am Samstag ins Stadion. Das teilte die Stadt Dortmund mit. Zwei Drittel der Fußballfans sollen aus Dortmund kommen, der Rest aus Nordrhein-Westfalen - Städte mit hohem Infektionsgeschehen ausgenommen. Würde das Maximum ausgereizt, wäre das ein Zuschauerrekord in der derzeit von Corona-Beschränkungen geprägten Bundesligasaison: Am zweiten Spieltag sahen 10 383 Zuschauer das 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Union Berlin.

Beim 1. Spieltag im Signal Iduna Park durften 9300 Fans ins Stadion - jetzt sollen 11.500 eingelassen werden.

Beim 1. Spieltag im Signal Iduna Park durften 9300 Fans ins Stadion - jetzt sollen 11.500 eingelassen werden. © picture alliance/dpa



Dienstag, 29. September, 14.40 Uhr
Neuer Massentest bei Geflügelverarbeiter in Emsdetten

Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter in Emsdetten (Kreis Steinfurt) ist der Massentest der Belegschaft wiederholt worden. Das Gesundheitsamt will so erfahren, ob es gelungen ist, die Infektionsketten zu unterbrechen. In der vergangenen Woche waren rund 340 Mitarbeiter entweder auf dem Firmengelände oder von mobilen Teams auf das Virus getestet worden, nachdem seit Mittwoch die Zahl der infizierten Menschen stark gestiegen war. 55 Infizierte wurden bisher festgestellt.

Dienstag, 29. September, 11.53 Uhr

Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Weltweit sind nach Zahlen von US-Wissenschaftlern inzwischen mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Das geht aus Daten hervor, die die amerikanische Johns-Hopkins-Universität am Montag (Ortszeit) in Baltimore veröffentlichte. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Toten und Erkrankten aus.

In Deutschland gab es bis Dienstag 9460 Todesopfer. Damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich bislang besser als viele andere Staaten. Innerhalb eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter 2089 neue Ansteckungen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Dienstag, 29. September, 9.59 Uhr
NRW-Kabinett berät vor den Bundesgesprächen über neue Regeln

Vor den Bund-Länder-Gesprächen zum Vorgehen in der Corona-Pandemie kommt um 12.30 Uhr das nordrhein-westfälisch Landeskabinett zusammen. Thema dürfte die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung für NRW sein, die zum Donnerstag (1. Oktober) ausläuft. Nach dem Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Großhochzeit dürfte es unter anderem um schärfere Auflagen für private Feiern gehen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits angekündigt, die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen zu verschärfen. Für Feiern zuhause soll es aber weiterhin keine Beschränkungen geben. Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen sollten dagegen künftig beim Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden, hatte Laumann der Zeitung „Die Welt“ gesagt.

Dienstag, 29. September, 7.28 Uhr
Virologe Streeck beklagt fehlende pragmatische Lösungen

„Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet“, sagte der Virologe Streeck mit Blick auf den Herbst und Winter der Deutschen Presse-Agentur. „Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet, so empfinde ich es zumindest.“ Es sei zu viel Angst vorhanden, sagte der Virologe. „Und wir haben es über den Sommer hinweg nicht geschafft, pragmatische Lösungen zu finden, wie man in bestimmten Bereichen weitermachen kann, wenn die Infektionszahlen deutlich steigen. Da wurden Chancen ausgelassen.“

Dienstag, 29. September, 6.31 Uhr

Kommt das Ausschankverbot für Alkohol im Kampf gegen Corona?

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will der Bund den Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen. Um Infektionen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen “zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden”, so der Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes.

Dienstag, 29. September, 5.31 Uhr

Bußgelder: Falsche Angaben in Restaurants

Der Bund will angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zulassen. Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Verstöße etwa bei falschen persönlichen Angaben in Restaurants mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro belegen können, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag.

Montag, 28. September, 21.18 Uhr
Bund schlägt Beschränkung auf 25 Personen bei privaten Festen vor
Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer vor. In öffentlichen Räumen solle die Beschränkung bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage des Bundes zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag. Offen ist, ob dies nur bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte bei den Neuinfektionen gelten soll. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über die Zahlen berichtet.

Montag, 28. September, 21.18 Uhr
Merkel warnt vor starkem Anstieg der Corona-Zahlen
Vor den nächsten Beratungen mit den Bundesländern über die Corona-Krise hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem deutlichen Anstieg der Ansteckungszahlen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickeln würden wie bisher, werde es zu Weihnachten 19 200 Neuinfektionen am Tag geben, sagte Merkel am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Die Kanzlerin habe das hochrechnen lassen, wenn es einen exponentiellen Verlauf geben würde, hieß es.

Montag, 28. September, 20.14 Uhr
Bundesländern fehlen Teams zur Kontaktverfolgung bei Corona
Einige Bundesländer haben zu wenig Personal zur Kontaktnachverfolgung bei Coronavirus-Infektionen im Einsatz - anders als im April verabredet. Bund und Länder hatten sich damals verständigt, mindestens fünf Personen pro 20 000 Einwohner einzusetzen. Auf Anfrage von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ (Dienstag) erklärten jedoch mehrere Länder, aktuell seien weniger Teams im Einsatz. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland gibt es demnach zu wenige Teams. Nur Bremen hat dem Bericht zufolge nach eigenen Angaben ausreichend Personal für diese Aufgabe. Die anderen Länder antworteten demnach ausweichend, gar nicht oder gaben an, dass ihnen diese Zahlen nicht vorliegen.

Montag, 28. September, 19.13 Uhr
Verstöße gegen Corona-Regeln: Privatparty in Gelsenkirchen aufgelöst
Die Stadt Gelsenkirchen hat am Wochenende erstmals eine Party wegen erheblicher Verstöße gegen die lokal verschärften Corona-Regeln aufgelöst. Mit 100 Gästen seien in der angemieteten Gaststätte doppelt so viele Menschen gewesen wie zulässig, teilte die Stadt am Montag mit. Zudem sei gegen die geltenden Hygieneregeln verstoßen worden. Den Vermieter der Gaststätte sowie den Veranstalter der den Behörden nicht gemeldeten privaten Feier erwarte ein Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie ein Zwangsgeld.


Montag, 28. September, 17.41 Uhr
Keine Zuschauer beim Supercup zwischen FC Bayern und Dortmund
Der deutsche Supercup zwischen Triple-Gewinner FC Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund am Mittwoch (30.09.2020, 20.30 Uhr/DAZN und ZDF) in München findet ohne Zuschauer statt. Das bestätigte die Stadt München am Montag mit einer Pressemitteilung.


Montag, 28. September, 15.57 Uhr
1700 Menschen in Bielefeld in Quarantäne
Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen in Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Betroffen seien zehn Schulen. Der Anstieg der Fallzahlen sorgte am Montag für großen Andrang an einer städtischen Drive-In-Teststation. Die Stadt bat die Bürger am Mittag darum, die Station am Montag nicht mehr anzufahren.

In der 334 000-Einwohner-Stadt gibt es derzeit nach Schätzung des Landeszentrums Gesundheit NRW 130 infizierte Personen. Laut RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 16,8. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden in NRW besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung treffen.

Montag, 28. September, 14.51 Uhr
Hohe Zahlen im Kreis Recklinghausen

Im Kreis Recklinghausen ist die Zahl der akut Corona-Infizierten so hoch wie seit Mai nicht mehr. Zurzeit gelten 154 Menschen als an Sars-CoV-2 bzw. Covid-19 als erkrankt, übers Wochenende kamen 56 neue Fälle hinzu. Glück haben jedoch Dorsten und Castrop-Rauxel, dort sind nur 15 bzw. 18 Menschen infiziert. Die beiden 75.000-Einwohner-Städe sind damit auf einem ähnlichen geringen Niveau.

Jetzt lesen



Montag, 28. September, 12.41 Uhr

Tui will trotz Reisewarnung Urlauber auf die Kanaren bringen

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte Tui-Deutschlandchef Marek Andryszak der Funke-Mediengruppe. Andryszak glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden.

Montag, 28. September, 12.04 Uhr

Sieben-Tage-Wert steigt in Hamm auf 112,2 - etwa 230 akut Infizierte

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Hamm wies damit weiterhin den bundesweit höchsten Wert auf. Von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt 15 Neuinfektionen registriert. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

Sehen Sie hier, wie sich die Corona-Infektionen in NRW verteilen:

Montag, 28. September, 11.12 Uhr

AfD beantragt Corona-Untersuchungsausschuss

Die AfD plädiert für einen Untersuchungsausschuss, der die Maßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Krise prüfen soll. Damit ein solches Gremium eingesetzt wird, müsste aber eine zweite Fraktion im Bundestag den Antrag unterstützen. Damit rechnet die AfD eigenen Angaben zufolge selbst nicht.

Die Partei wirft der Bundesregierung vor, zuerst zu spät und dann „panisch“ auf die Pandemie reagiert zu haben. Durch einige Maßnahmen sei „massiv in Grundrechte eingegriffen“ worden.

Montag, 28. September, 10.04 Uhr

Nicht an Corona-Ordnung gehalten: Polizei löst Geburtstagsfeier in NRW auf

Die Polizei hat in Hünxe (Kreis Wesel) eine Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen aufgelöst, bei der die Regeln der Corona-Schutzverordnung nicht befolgt wurden. Die Teilnehmer der Feier hätten sich weder an den erforderlichen Mindestabstand gehalten, noch sei eine Gästeliste geführt worden, teilte die Polizei mit. Die Polizei war zu der Feier gerufen worden, weil es eine tätliche Auseinandersetzung unter den Gästen gegeben hatte. Bei der Auflösung der Feier habe sich ein Gast so aggressiv verhalten, dass er in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Montag, 28. September, 9.23 Uhr

RKI: 1192 Neuinfektionen bundesweit

Dem Robert Koch-Institut wurden seit gestern 1192 weitere Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich bislang insgesamt mehr als 285.300 Menschen mit dem Erreger angesteckt. In den vergangenen 24 Stunden starben drei Menschen, die sich nachweislich mit dem Virus infiziert hatten. Damit stieg die Zahl der Covid-19-Todesfälle auf 9460. Mehr als 250.800 Menschen gelten nach einer Corona-Infektion als genesen.

Montag, 28. September, 8.36 Uhr

Zahl der weltweiten Corona-Toten übersteigt eine Million

Mehr als eine Million gezählte Corona-Tote weltweit: Diese symbolisch bedeutsame Marke hat die Pandemie inzwischen überschritten. Die Nachrichtenagentur AFP zählte in der Nacht zu heute um 0.30 Uhr genau 1.000.009 Todesfälle. Die Zahl der erfassten Infektionsfälle lag bei mehr als 33 Millionen. Rund 22,5 Millionen dieser Fälle gelten als geheilt.

Montag, 28. September, 7.50 Uhr

Nasenspray gegen das Coronavirus?

Die australische Biotechfirma Ena Respiratory hat eigegen Angaben zufolge in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Das Spray sei eigentlich entwickelt worden, damit das Immunsystem Erkältungs- und Grippeviren bekämpfen könne.

In einer Studie an Frettchen habe sich gezeigt, dass das Medikament die Menge der Coronaviren um bis zu 96 Prozent senken könne, teilte Ena Respiratory mit. In einigen Monaten könne man mit Tests an Menschen beginnen. Das Spray könne etwa in Kombination mit einem Impfstoff eingesetzt werden.

Eine australische Firma hat herausgefunden, dass ein Nasenspray die Coronaviren bekämpfen kann.

Eine australische Firma hat herausgefunden, dass ein Nasenspray die Coronaviren bekämpfen kann. © picture alliance/dpa

Montag, 28. September, 6.58 Uhr

„Schickt Bier“: Ausgangsbeschränkungen in Großbritannien

Britische Studierende sind nach eigenen Worten im Zuge von Corona-Ausgangsbeschränkungen „inhaftiert“ worden. In Glasgow, Manchester und Edinburgh waren Studierende aufgefordert, ihre Wohnheime nicht zu verlassen. Bei manchen Hochschulen hinderten Wachleute junge Menschen daran, nach draußen zu gehen. An der Glasgow University reagierten Studierende mit Humor auf die Ausgangssperre, sie baten Passanten mit Schildern: „Schickt Bier“.

In Manchester klebten Studierende hingegen „HMP MMU“ an ihre Fenster und signalisierten damit, ihre Hochschule sei zu „Her Majesty’s Prison Manchester Metropolitan University“ geworden - ein Gefängnis ihrer Majestät.

Montag, 28. September, 5.48 Uhr

Robert-Koch-Institut: Ansteckungen meist im privaten Umfeld

Viele der aktuellen Corona-Infektionen in Deutschland sind auf private Zusammenkünfte zurückzuführen. Das bestätigte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI). „Die Menschen stecken sich derzeit hauptsächlich im privaten Umfeld an, also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Dagegen sei das Risiko einer Ansteckung in Betrieben bisher nicht so hoch, sagte Wieler. Auch in Geschäften gebe es bislang ganz wenige Ansteckungen.

Montag, 28. September, 5.09 Uhr

Söder für bundesweite „Corona-Warnampel“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine bundesweite „Corona-Ampel“. Kern müsse die Einführung einer Warnampel für alle Bundesländer sein sowie Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn die Zahl der Infizierten bestimmte Grenzwerte überschreite. Söders Vorschlag zufolge springe die Corona-Ampel auf Gelb, wenn es in einem Landkreis 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gebe, so die „SZ“.

Steige die Zahl auf 50 Infizierte, solle unter anderem bei privaten Veranstaltungen die erlaubte Teilnehmerzahl auf ein Viertel der bis dahin geltenden Zahl reduziert werden.

Sonntag, 27. September, 22.52 Uhr
Bundeswehr schickt Unterstützung nach Remscheid

Die Bundeswehr schickt zehn Kräfte nach Remscheid, um dort bei Corona-Tests und der Kontakt-Nachverfolgung von Infizierten zu helfen. Wie die Stadt am Wochenende mitteilte, hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sich vorher telefonisch bei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) gemeldet und entsprechende Hilfe angeboten.

Die Zahl infizierter Menschen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen lag am Sonntag laut Robert Koch-Institut bei einem Wert von 72,1 - und damit immer noch weit über der für behördliche Maßnahmen entscheidenden Marke von 50.

Sonntag, 27. September, 19.15 Uhr

Corona-Fälle nach Feier - weitere Schulen in Bielefeld betroffen

Nach Corona-Infektionen infolge einer Familienfeier in Bielefeld ist die Zahl der betroffenen Schulen auf zehn gestiegen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen im Zusammenhang mit der privaten Feier gab die Stadt in einer Mitteilung am Sonntagabend wie am Vortag mit 36 an. Betroffen von Quarantäne-Anordnungen waren an den Schulen jeweils einzelne oder mehrere Klassen und Jahrgangsstufen sowie Lehrer. Insgesamt seien knapp 900 Menschen - Schüler und Lehrer - im Zusammenhang mit diesem Fall in Quarantäne, hieß es in der Mitteilung.

Sonntag, 27. September, 16.12 Uhr

Die Fallzahlen steigen in Deutschland an - die Todesfälle werden geringer

Ein Prozent aller Infizierten stirbt nach aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts. Ende April war der Wert sieben Mal so hoch, damals starben 7 Prozent aller Infizierten. Eine deutliche Abnahme, urteilte jüngst Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité. Laut Drosten hat die niedrigere Sterblichkeit vor allem zwei Gründe: „Erstens erkranken aktuell jüngere Menschen und zweitens wird breiter getestet. Letzteres bedeutet, dass auch mildere Fälle erkannt werden“, schrieb Drosten jüngst auf Twitter. Mehr dazu lesen Sie hier:

Sonntag, 27. September, 14.47 Uhr

U19-Bundesliga: Aachen tritt wegen Corona in Dortmund nicht an

In der Fußball-Bundesliga der U19-Junioren ist es am Sonntag zu einem Eklat gekommen. Die Mannschaft von Alemannia Aachen trat nicht zum geplanten Auswärtsspiel gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund um Ausnahme-Talent Youssoufa Moukoko an und überließ dem BVB kampflos die drei Punkte. Die Alemannia begründete den Schritt damit, dass nach einem positiven Corona-Fall beim Viertliga-Team des Vereins vom Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne auch im Nachwuchszentrum angewiesen worden sei.

Sonntag, 27. September, 13.51 Uhr

Nach Corona-Ausbruch: Stadt Hamm untersagt vier Feste

Die Stadt Hamm in Westfalen hat nach einem Corona-Ausbruch und einhergehenden strengeren Regeln für private Feiern am Wochenende vier Feste untersagt. Wie ein Stadtsprecher am Sonntag sagte, handelte es sich dabei um ein sogenanntes Henna-Fest, eine Verlobung und zwei - nicht runde - Geburtstage. Elf größere private Veranstaltungen habe man genehmigt, so der Sprecher. Bei allen habe man kontrolliert, ob sich alle an die Vorgaben halten.

Sonntag, 27. September, 11.25 Uhr
Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen?

Angesichts steigender Infektionszahlen fordert der Städte- und Gemeindebund eine Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes solle überall dort vorgeschrieben werden, „wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden kann - etwa bei Weihnachtsmärkten oder belebten Plätzen - und wo das Infektionsgeschehen die kritische Grenze von mehr als 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100 000 Einwohner erreicht hat oder überschreitet“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.


Sonntag, 27. September, 10.13 Uhr

Lauterbach fordert kostenlose Grippe-Impfung für alle

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert wegen der Corona-Pandemie in diesem Herbst und Winter kostenlose Grippeschutz-Impfungen für bundesweit alle Versicherten. Der Bundestagsabgeordnete sprach in der „Welt am Sonntag“ von einer „sehr sinnvollen Maßnahme mit geringen Kosten“. Wegen der Pandemie raten Ärzte in diesem Jahr besonders zur Impfung gegen Grippe. Allerdings übernehmen viele Anbieter die Kosten nur für Patienten, die zu einer Risikogruppe zählen. Dass der Impfstoff wegen vieler Impfungen knapp werden könnte, fürchten Gesundheitsexperten im Bundestag eher nicht.

Sonntag, 27. September, 9.47 Uhr

NRW-Stichwahl unter Corona-Bedingungen

Mit den Stichwahlen um Bürgermeisterämter und Landratposten gehen heute in einigen NRW-Städten die Kommunlawahlen in die zweite Runde. Doch gewählt wird unter besonderen Hygieneauflagen: Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht und Wahlberechtigte sollen ihren eigenen Stift mitbringen.

Sonntag, 27. September, 7.41 Uhr

Falsche Maskenpflicht-Atteste: Kammer nimmt Ärzte ins Visier

Die Ärztekammer Nordrhein hat sieben Mediziner im Visier, die falsche oder nicht ordnungsgemäße Atteste angeboten oder ausgestellt haben, um Patienten von der Maskenpflicht zu befreien. Bei der Kammer laufen laut einer Sprecherin entsprechende berufsrechtliche Verfahren. Strafbar würden sich aber auch Patienten machen, die falsche Atteste in Anspruch nehmen.

Die Kammer könne Geldbußen verhängen oder im äußersten Fall bei den Behörden anregen, die Approbation der Mediziner zu überprüfen - Sie dürften dann nicht mehr als Arzt arbeiten.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Wie viele Gäste dürfen zu privaten Feiern eingeladen werden? Gilt das auch für meine Wohnung? Was gilt bei der Einreise aus Risikogebieten? Alle neuen Corona-Regeln für NRW hier im Überblick.