Coronavirus in NRW – Landesregierung verbietet Martinszüge – Liveblog

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Martinsumzüge sind in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen verboten. Darauf hat sich die Landesregierung in der neuen Corona-Schutzverordnung geeinigt. Die Lage im Überblick.

NRW

, 30.10.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 15 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 127.443 bestätigte Fälle - 85.400 Genesene - 2.102 Todesfälle. (Stand: 30.10.2020)
  • Ein neuer Lockdown beginnt in Deutschland am 2. November.
  • Martinsumzüge sind in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen verboten.
  • Gastronomie und Kulturstätten werden geschlossen.
  • Nur noch 10 Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen.
  • Amateur- und Freizeitsport findet nicht mehr statt; Profifußball nur noch ohne Zuschauer.
  • Schulen, Kitas und Geschäfte bleiben geöffnet.
  • Bundesfinanzminister Scholz will betroffene Betriebe, etwa in der Gastronomie, aus Steuermitteln entschädigen. Eine Übersicht über alle Maßnahmen finden Sie hier.

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Freitag, 30. Oktober, 17.01 Uhr

NRW-Polizei wird vermehrt gegen Corona-Verstöße vorgehen

Die nordrhein-westfälische Polizei wird vermehrt gegen Corona-Verstöße vorgehen. „Wer sich nicht an die Regeln hält, wird auf eine Polizei treffen, die konsequent einschreitet und auf deren Einhaltung pocht“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Alle Polizisten seien angehalten, verstärkt und verschärft einzuschreiten. Dazu würden im Einzelfall auch die 18 Einsatz-Hundertschaften der Landespolizei hinzugezogen. Originär seien zwar die kommunalen Ordnungsämter zuständig, die Polizei werde sie aber unterstützen und Amtshilfe leisten. „Die Regeln sind keine Kann-Regeln, die müssen beachtet werden. Da gibt es nichts zu diskutieren“, sagte Reul. „Auf Dauer Unbelehrbare werden den höheren Druck zu spüren bekommen.“

Freitag, 30. Oktober, 16.07 Uhr

Viertligisten in NRW erhalten finanzielle Hilfe vom Land

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Sportvereine aus der 4. Liga in der Corona-Krise finanziell. Ein Hilfspaket von 15 Millionen Euro soll als Notprogramm den Fortbestand der betroffenen Vereine sichern. „Da es pandemiebedingt erforderlich war und ist, auf die Anwesenheit von Zuschauern und Fans verzichten zu müssen, entgehen vielen Vereinen in den vierten Ligen unseres Sportlandes fest eingeplante Einnahmen. Mit dem neuen Sondertopf wollen wir gerade den Vereinen unbürokratisch zur Seite stehen, die nicht von den Hilfen des Bundes profitieren können“, sagte die NRW-Staatssekretärin für Sport, Andrea Milz.

Freitag, 30. Oktober, 15.39 Uhr

Urlauber: Wer vor Freitag nach NRW gekommen ist, darf bleiben

Touristen, die vor Freitag in ein Hotel oder eine Pension in Nordrhein-Westfalen eingecheckt haben, dürfen ihren Urlaub dort solange wie geplant fortführen. Das sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Wer dagegen erst an diesem Freitag, Samstag oder Sonntag komme, müsse spätestens am Montag wieder abreisen.

Freitag, 30. Oktober, 15.02 Uhr

Praxis-Angestellte beklagen zunehmend aggressive Patienten

In der Corona-Pandemie beklagen sich Angestellte von Praxen zunehmend über aggressiv und fordernd auftretende Patienten. „Es liegt nicht in unserer Verantwortung, wenn es Lieferengpässe bei Impfstoffen gibt“, sagte die Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe (VMF), Hannelore König, am Freitag in Bochum. Sie bezog sich dabei auf Grippe- und Pneumokokken-Impfstoffe. Patientinnen und Patienten ließen teils ihren Frust an den Praxisteams ab. Die Mitarbeiter trügen zudem durch die zahlreichen Patientenkontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Freitag, 30. Oktober, 14.27 Uhr

Solingen stellt in Schulen zur Hälfte auf digital um

Die Stadt Solingen mit rasant steigenden Corona-Neuinfektionen will Klassenstärken halbieren und daher die Hälfte der Schüler digital unterrichten. Eine entsprechende Verfügung für weiterführende Schulen soll ab kommenden Mittwoch bis Ende November gelten, sagte Schuldezernentin Dagmar Becker am Freitag in einer Video-Pressekonferenz. Höchstens 50 Prozent einer Klasse dürften zum Präsenzunterricht erscheinen, für die anderen laufe es dann als Distanzunterricht.

Freitag, 30. Oktober, 13.21 Uhr

Ministerium: Martinsumzüge sind verboten

Martinsumzüge sind in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen verboten. Das teilte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die neue Corona-Schutzverordnung erlaube Veranstaltungen nur noch dann, wenn sie der Daseinsvorsorge dienten oder einen beruflichen Grund hätten.

Freitag, 30. Oktober, 12.43 Uhr
Partys zu Halloween in mehreren Städten – Polizei alarmiert

Die Gastronomie darf am Halloween-Wochenende zum letzten Mal vor dem Teil-Lockdown öffnen. Einige Bars und Kneipen locken mit Freibier oder speziellen Partys. Doch die Polizei warnt!

Freitag, 30. Oktober, 11.35 Uhr

AfD reicht Klage gegen Maskenpflicht ein – vor falschem Gericht

Die Brandenburger AfD-Fraktion hatte Klage gegen die Maskenpflicht im Landtag eingereicht. Doch die Klage landete nicht beim richtigen Adressaten.

Freitag, 30. Oktober, 10.30 Uhr
Flixbus und Flixtrain fallen im November aus

Der Fernreise-Anbieter Flixbus will seinen Bus- und Zugbetrieb im November vorübergehend einstellen. Der Grund dafür seien die von der Politik gewünschten Reiseeinschränkungen.

Freitag, 30. Oktober, 9.00 Uhr

Sondersitzung des NRW-Landtags zur Corona-Krise

Ab Montag (2. November) werden in ganz Deutschland wieder weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelten. Zu dem Thema hat der NRW-Landtag heute eine Sondersitzung geplant, bei der auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Erklärung abgeben wird. Beginn der Sitzung ist um 10 Uhr.

Freitag, 30. Oktober, 7.50 Uhr

Übernachtungsverbot: Reiseverband warnt vor den Folgen

„Das angekündigte Übernachtungsverbot für innerdeutsche touristische Reisen ist für die deutsche Reisewirtschaft, den Deutschlandtourismus und die Hotellerie erneut ein schwerer Schlag und für die Kunden sehr bedauerlich“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Freitag, 30. Oktober, 6.40 Uhr

Schneller als erwartet: RKI meldet 18.681 Corona-Neuinfektionen

18.681 Corona-Neuinfektionen wurden am Freitag vom Robert-Koch-Institut gemeldet – ein neuer Rekord und ein Wert, mit dem Kanzlerin Angela Merkel erst gegen Weihnachten gerechnet hatte.

Freitag, 30. Oktober, 5.30 Uhr

Intensivstationen können an ihre Belastungsgrenze kommen
Experten sind besorgt über die aktuelle Entwicklung. Trotz eingeleiteter Maßnahmen sei es nicht unwahrscheinlich die Belastungsgrenze zu erreichen. „Wir haben in der ersten Welle gelernt, dass wir mit einer gewissen Gesetzmäßigkeit anhand der Infektionszahlen auch voraussehen können, wie viele Patienten dann auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Und das ist etwas, was uns mit Sorge erfüllt“, so Dr. Boris Böll, Leiter der Intensivmedizin an der Uniklinik Köln im Interview mit dem WDR. Außerdem besteht – in den sowieso schon durch höheren Krankenstand geprägten Wintermonaten – Mangel an Pflegepersonal.

Donnerstag, 29. Oktober, 22.44 Uhr
Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021

Spanien ist von der Pandemie besonders schwer getroffen. Nun wurde bekannt, dass der derzeitig geltende Corona-Notstand bis Mai 2021 herrschen wird. Auf Antrag der linken Regierung billigte das Parlament am Donnerstag in Madrid eine ebenso umstrittene wie lange Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes. Ministerpräsident Sanchz hatte diesen zuvor am Sonntag ausgerufen.


Bei der Abstimmung im Parlament setzte sich die Regierung mit 194 zu 53 Stimmen der Opposition durch. 99 Abgeordnete - darunter die der PP - enthielten sich der Stimme. Vier Abgeordnete waren nicht anwesend. Gegen den Antrag der Minderheitsregierung hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen.


Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Am Donnerstag wurde erneut ein Rekord an neuen Infektionen gemeldet: Binnen 24 Stunden seien 23 580 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl erhöhte sich auf 1,16 Millionen. Mehr als 35 000 Menschen starben mit Covid-19.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, und Carmen Calvo, Vize-Regierungschefin von Spanien, applaudieren im Parlament. Im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien stimmt das Parlament über eine umstrittene Verlängerung des Notstandes gleich um sechs Monate ab.

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, und Carmen Calvo, Vize-Regierungschefin von Spanien, applaudieren im Parlament. Im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien stimmt das Parlament über eine umstrittene Verlängerung des Notstandes gleich um sechs Monate ab. © picture alliance/dpa


Donnerstag, 29. Oktober, 21.23 Uhr
Rio sagt nächsten Karneval ab

Nach der Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro nun auch den Straßenkarneval abgesagt. Grund dafür sei die Corona-Pandemie, berichtet das Nachrichtenportal „G1“. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen mit dem Coronavirus - über 5,4 Millionen.

Donnerstag, 29. Oktober, 20.33 Uhr
„Verlorener Jahrgang“: Sportbund in NRW sorgt sich um die Jugend

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fürchtet durch die erneute Aussetzung des Amateursports schwerwiegende Folgen für die Jugendarbeit. „Wenn Kinder und Jugendliche ein Jahr lang kaum Sport machen können, ist das ein verlorener Jahrgang“, sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Niessen den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. „Eine monatelange Auszeit würde sicher zu irreparablen Schäden führen“, sagte Niessen.


Donnerstag, 29. Oktober, 19.31 Uhr
Mehrheit der Deutschen unterstützen die neuen Corona-Regeln

Die große Mehrheit der Bürger unterstützt den geplanten Teil-Lockdown im November oder wünscht sich sogar noch weitergehende Schritte, um die Corona-Pandemie wieder einzudämmen. In einer Forsa-Erhebung für RTL und ntv befürworteten 50 Prozent die von Bund und Ländern beschlossenen strikten Maßnahmen. Weiteren 16 Prozent der 1014 Befragten reichen sie noch nicht aus. Genau einem Drittel dagegen gehen sie zu weit.


Donnerstag, 29. Oktober, 18.07 Uhr

Corona-Testzentren an Flughäfen Düsseldorf schließen
Die beiden Corona-Testzentren für Reiserückkehrende an den Flughäfen Düsseldorf und Weeze stellen zum 1. November ihren Betrieb ein. Hintergrund sei das Ende des Engagements des Landes NRW beim Betrieb dieser Einrichtungen, teilte ein Sprecher der Betreiber am Donnerstag mit.

Reiserückkehrer aus einem ausländischem Risikogebiet müssen sich künftig für einen Corona-Test an eine Arztpraxis an ihrem Wohnort oder an ein lokales Abstrichzentrum wenden.

Mitte Oktober wartetetn noch zahlreiche Menschen in langen Schlangen im Flughafen-Terminal vor dem Walk-In-Zentrum am Düsseldorfer Flughafen auf einen Covid-19-Test. Dieses wird nun geschlossen.

Mitte Oktober wartetetn noch zahlreiche Menschen in langen Schlangen im Flughafen-Terminal vor dem Walk-In-Zentrum am Düsseldorfer Flughafen auf einen Covid-19-Test. Dieses wird nun geschlossen. © picture alliance/dpa


Donnerstag, 29. Oktober, 18.01 Uhr

Luxemburg beschließt nächtliche Ausgangssperre
Wegen Corona gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss am Donnerstag einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23 und 6 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit.

Donnerstag, 29. Oktober, 17.16 Uhr

Maskenverweigerin schlägt Bahnmitarbeiterin mit Tretroller

Mit einem Tretroller hat eine Maskenverweigerin am Bochumer Hauptbahnhof eine Bahnmitarbeiterin geschlagen und verletzt. Zuvor wurde die Frau in einem Zug von Hagen nach Essen aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz anzulegen, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Darauf beleidigte die Unbekannte die 29-jährige Zugbegleiterin und schlug am Mittwochabend zu. Anschließend flüchtete sie zusammen mit einer weiteren Frau aus dem Zug.

Donnerstag, 29. Oktober, 16.20 Uhr

Monate in Verzug - Corona-Krise erschwert Lehrstellensuche

Die Corona-Krise hat für viele junge Leute die Suche nach einem Ausbildungsplatz deutlich schwieriger gemacht. 20,7 Prozent mehr unversorgte Bewerber ohne einen Alternativplan hat es in Nordrhein-Westfalen nach Daten der Bundesagentur für Arbeit Ende September im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres geben. Das sind 8900 Jugendliche, zugleich gab es fast 11.000 offene Stellen, wie die Bundesagentur am Donnerstag bekanntgab. Inklusive der jungen Leute, die einen „Plan B“ haben, aber sich noch nicht entscheiden konnten, suchten noch rund 22.000 Bewerber einen Ausbildungsplatz. Das ist fast jeder Fünfte aller Bewerber (plus 4,9 Prozent) des eigentlich im September zu Ende gegangenen Ausbildungsjahres.

Donnerstag, 29. Oktober, 15.31 Uhr

Schuldnerberatung wegen Corona stark gefragt

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rechnet damit, dass durch die Folgen der Corona-Pandemie mehr Menschen in Geldnöte geraten. „Wir befürchten in den kommenden Monaten einen massiven Anstieg der Terminanfragen bei der Schuldnerberatung“, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, am Donnerstag. Viele Menschen hätten wegen Corona weniger Einkommen, seien in Kurzarbeit oder fürchteten gar den Jobverlust.

Donnerstag, 29. Oktober, 14.53 Uhr

NRW-Familienminister gibt Betreuungsgarantie trotz Corona-Krise

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen gibt der stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) den Familien eine Bildungs- und Betreuungsgarantie. „Schulen und Kindertagesbetreuung werden in Nordrhein-Westfalen nicht noch einmal flächendeckend schließen“, sagte der Familienminister am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Dies gelte trotz der ernsten Lage unverändert.

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 29. Oktober, 14.29 Uhr

NRW-Kabinett beschließt schärfere Corona-Schutzverordnung

In Nordrhein-Westfalen wird unter Hochdruck an den Details der neuen Corona-Schutzverordnung gefeilt. Das Landeskabinett fasste aber bereits am frühen Donnerstagmorgen den Beschluss, die jüngste Bund-Länder-Vereinbarung zu übernehmen, wie ein Sprecher der Regierung bestätigte. Damit steht auch für die Bürger in Nordrhein-Westfalen das vorerst letzte Wochenende mit geöffneten Restaurants, Bars, Diskotheken, Sport- und Freizeitstätten bevor.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch einvernehmlich auf ein strenges Maßnahmenpaket geeinigt. Kernstück: Einschneidende Kontaktbeschränkungen für die Bürger mit dem Herunterfahren fast aller Freizeitaktivitäten ab dem 2. November. So sollen unter anderem Kinos und Theater, aber auch Freizeitsportstätten, Hotels und Restaurants für den gesamten Monat schließen. Damit sieht es auch für die traditionellen Martinsumzüge schlecht aus. Ob sie kategorisch verboten werden oder ob es Optionen - etwa für Kita-Gruppen - geben kann, wird aus den Details der neuen Corona-Schutzverordnung hervorgehen, die laut NRW-Gesundheitsministerium in Kürze veröffentlicht werden soll.

Donnerstag, 29. Oktober, 13.51 Uhr

Zahl der coronabedingten Kita-Schließungen in NRW steigt

Die coronabedingten vorübergehenden Schließungen von Kindertagesstätten sind deutlich gestiegen. Nach 107 Schließungen aus Gründen des Infektionsschutzes im September seien es im Oktober bislang 173 gewesen, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags. Hinzu kämen 147 Teilschließungen im September und bislang 185 im Oktober. Die Kita-Betreuung sei „mehr als systemrelevant“, sagte Stamp. Die Kitas sollten daher geöffnet bleiben.

Donnerstag, 29. Oktober, 13.09 Uhr

Dortmunder Weihnachtsmarkt wegen Corona abgesagt

Die Dortmunder Weihnachtsstadt 2020 wurde abgesagt. Damit reagiert der Veranstalter laut einer kurzen Mitteilung auf den Regierungsbeschluss zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie von Mittwochabend. „Das ist ein schwerer Schlag für uns. Wir hatten ein gutes Konzept zusammen mit der Stadt erarbeitet. Aber die Entwicklung der letzten Tage hat uns keine andere Wahl gelassen“, sagte Patrick Arens, Schausteller und Hauptorganisator der Weihnachtsstadt.

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Donnerstag, 29. Oktober, 12.17 Uhr

Künstlerprotest wird lauter: „Die Kulturbranche wird zugrunde gehen“

Mehr als acht Monate nach Ausbruch der Corona-Pandemie regt sich immer lauterer Protest unter deutschen Kulturschaffenden. Am Dienstagabend hatte der Musiker und Fotograf Till Brönner ein langes Instagram-Video veröffentlicht und deutliche Kritik an der Politik geäußert. Zugleich appellierte er an Kolleginnen und Kollegen, die Stimme zu erheben. Am Mittwochmorgen legte nun der Kabarettist Serdar Somuncu nach. Zahlreiche weitere Comedians unterzeichneten einen offenen Brief unter dem Motto #alarmstuferot.

Donnerstag, 29. Oktober, 11.25 Uhr

RWI sieht Chance für rasche Erholung der Wirtschaft

Trotz des neuen Lockdowns für die Gastronomie und sämtliche Freizeiteinrichtungen sieht das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung weiterhin Chancen für eine kräftige Erholung der nordrhein-westfälischen Wirtschaft im nächsten Jahr. Das Wirtschaftsinstitut prognostizierte in seinem am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturbericht NRW für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum im bevölkerungsreichsten Bundesland von 4,7 Prozent. An dieser Prognose ändere sich auch durch den neuen Teil-Lockdown erst einmal nichts, sagte RWI-Konjunkturexperte Thomas Meyer.

Donnerstag, 29. Oktober, 10.14 Uhr

Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen vor dem Parlament

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die am Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln vor dem Parlament verteidigt. „Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig. Wenn wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, stattdessen warten würden, bis die Intensivstationen voll sind, dann wäre es zu spät.“

Die Corona-Lage in Deutschland bezeichnete Merkel als dramatisch. In den vergangenen Wochen seien die Zahlen der Neuinfektionen „deutlich in die Höhe geschnellt“, sagte sie. Viele Gesundheitsämter seien an der Belastungsgrenze. „Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle. Ausnahmslos.“ Die Bürgerinnen und Bürger rief Merkel zu weiterer Vorsicht und Solidarität in der Corona-Krise auf. Es komme auf jede und jeden einzelnen sowie Engagement, Ausdauer und Rücksichtnahme aller an, sagte sie.

Donnerstag, 29. Oktober, 9.51 Uhr

Sechs Regionen in NRW mit Corona-Wert über 200

In Nordrhein-Westfalen liegen mittlerweile sechs Regionen über der Schwelle von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Wert wies mit 240,8 die Stadt Duisburg auf, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen hervorgeht. Dahinter lagen die Stadt Solingen mit 238,0 und die Stadt Remscheid mit 206,6. Der Kreis Düren wies einen Wert von 205,6 auf. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln meldete das RKI 201,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Stadt Herne lag bei 200,1.

Donnerstag, 29. Oktober, 9.03 Uhr
Bundestagsvizepräsident ruft Betroffene zur Klage gegen die Maßnahmen auf
Viele Unternehmen der Gastronomie und Hotellerie kritisieren den neuen Lockdown. Die Dehoga warnte davor, dass die Branche ohne finanzielle Hilfen nicht durch die Krise kommen wird. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat die betroffenen Unternehmen zu rechtlichen Schritten aufgefordert.

Donnerstag, 29. Oktober, 8.14 Uhr

Jens Spahn hält die neuen Maßnahmen für angebracht
Der Gesundheitsminister hat in einem Interview mit dem WDR gesagt, dass Deutschland eine gute Chance habe, den richtigen Zeitpunkt der Pandemie zu treffen. Er zeigte Verständnis für die Betroffenen, aber die Kontaktbeschränkungen seien dringend nötig. Wenn die Intensivstationen überfüllt sind, sei es zu spät.

Donnerstag, 29. Oktober, 6.28 Uhr
Deutschland erreicht einen Höchstwert von über 16.000 Corona-Neuinfektionen
Das Robert-Koch Institut hat 16.774 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland gemeldet und damit einen neuen Rekordwert an Fällen binnen eines Tages. Am Donnerstag vor einer Woche waren es rund 5.000 Menschen weniger, die sich infiziert haben.

Mittwoch, 28. Oktober, 22.54 Uhr

Aufbauarbeiten am Essener Weihnachtsmarkt vorsorglich eingestellt

Die Werbegemeinschaft Essen hat vorsorglich den Aufbau des Weihnachtsmarktes in der Essener Innenstadt gestoppt, wie die WAZ berichtet. Grund dafür ist die Unsicherheit, ob der Weihnachtsmarkt unter die Veranstaltungen fällt, die im Zuge des Lockdowns komplett abgesagt werden müssen. Ursprünglich sollte der Essener Weihnachtsmarkt am 13. November eröffnen.

Jetzt lesen

Mittwoch, 28. Oktober, 22.13 Uhr

Tausende Polizisten sollen Einhaltung von Corona-Regeln überwachen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plant den Einsatz Tausender Polizeibeamter, um die Einhaltung der Corona-Regeln bundesweit zu überwachen. Die Beamte sollen in Absprache mit den Ländern in Großstädten, Hotspots und der Einreise an Flughäfen Bahnhöfen und Straßen eingesetzt werden, twitterte sein Ministerium

Mittwoch, 28. Oktober, 21.28 Uhr

Fußballverband sagt alle Spiele ab sofort ab

Ab Montag sind alle Sportveranstaltungen im Freizeit- und Amateursportbetrieb untersagt. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat schon jetzt die Reißleine gezogen. Das teilt der Verband am Mittwochabend in einer Pressemitteilung mit.

Mittwoch, 28. Oktober, 20.13 Uhr

Lauterbach begrüßt Maßnahmenpaket: „Meilenstein gegen das Coronavirus“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigt sich gegenüber dem von Bund und Ländern beschlossenen Lockdown im November zufrieden. „Die Beschlüsse von heute sind ein großer Erfolg und ein Meilenstein gegen das Coronavirus in Deutschland“, schrieb Lauterbach auf Twitter.

Mit dem „Wellenbrecher Shutdown“ werde man die zweite Welle der Pandemie brechen und aus dem exponentiellen Wachstum heraus kommen. Bund und Länder hätten gezeigt, „wie geschlossen in einer Notlage reagiert werden kann“, schrieb der Mediziner

Mittwoch, 28 Oktober, 18.55 Uhr

NRW-Landeskabinett will am Donnerstag Maßnahmen beschließen

Das nordrhein-westfälische Kabinett will am Donnerstagmorgen die von Bund und Ländern vereinbarten verschärften Corona-Maßnahmen beschließen. Diese sollen in die Corona-Schutzverordnung des Landes übernommen werden, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zum Abschluss des Livestreams ankündigte.

Mittwoch, 28. Oktober, 18.43 Uhr

Laschet fiel Zustimmung zum Lockdown schwer

Laut eigener Aussage fiel es Armin Laschet mit Blick auf die Gastronomie schwer, sein grünes Licht für den Lockdown zu geben. „Es fällt schwer, wenn man bedenkt, was man Menschen mit den Bestimmungen zumutet“, meinte der CDU-Politiker während der Pressekonferenz. „Aber es ist erforderlich – für uns alle.“

Mittwoch, 28. Oktober, 18.39 Uhr
Betriebe sollen zwei Drittel des ausgefallenen Umsatzes ersetzt bekommen
Betriebe, die während des Lockdowns wieder schließen müssen, sollen einen Teil des ausgefallenen Umsatzes ersetzt bekommen. Als Maßstab wird der November-Umsatz aus dem Jahr 2019 herangezogen. Von diesem werden 75 Prozent erstattet.


Mittwoch, 28. Oktober, 18.23 Uhr
Armin Laschet sieht keinen Gesundheitsnotstand
Die Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat angefangen. Laschet betont, dass es sich bei dem von Bund und Ländern heute beschlossenen Lockdown nicht auf die Reaktion auf einen Gesundheits-Notstand handelt, sondern um eine Präventionsmaßnahme.

Dennoch schaffen es die NRW-Gesundheitsämter bei 75 Prozent der Fälle nicht mehr, die Infektionsketten nachzuverfolgen.


Mittwoch, 28. Oktober, 18.19 Uhr
Die Pressekonferenz des Landes NRW verschiebt sich weiter
Auch NRW Ministerpräsident Armin Laschet wird sich noch einmal in der Öffentlichkeit zu den Beschlüssen der Länder und des Bundes äußern. Die Pressekonferenz verschiebt sich aber weiter nach hinten.

Derzeit beantworten Bayerns Ministerpäsident Markus Söder und Kanzlerin Merkel Fragen von Journalisten, unter anderem über die Unterschiede zum Lockdown im Frühjahr: Er konzentriere sich auf 4 Wochen, Geschäfte bleiben geöffnet, „es stehen keine Bänder still“, so Söder.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.52 Uhr

Einstimmige Beschlüsse

Alle Ministerpräsidenten tragen die Beschlüsse mit, erklärte die Bundeskanzlerin. Sie bestätigte alle bereits vorab verkündeten Maßnahmen.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.49 Uhr

Angela Merkel informiert die Öffentlichkeit

Die Pressekonferenz des Landes ist auf 18 Uhr verschoben, seit 17.30 Uhr spricht die Kanzlerin. Sie sagt: „Das ist heute ein schwerer Tag“. Merkel sagt, das schnelle Tempo, mit denen sich die Corona-Zahlen entwickelten, machten das Handeln wichtig - und zwar jetzt. Denn man wolle in keine nationale Notlage kommen. Sie betont, dass die Gesundheitsämter an ihre Grenzen gekommen sind, was die Nachverfolgung der Kontakte angeht, und so könnten die Infektionsketten nicht mehr unterbrochen werden.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.12 Uhr
Pressekonferenz des Landes NRW
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet informiert um 17.30 Uhr die Öffentlichkeit über die Beratungen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlern.

Wir zeigen den Livestream hier im Blog.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.06 Uhr
Keine touristischen Übernachtungen mehr erlaubt

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.04 Uhr
Besonderer Schutz für Kranke und Pflegebedürftige

Kranke, Pflegebedürftige, Senioren und Behinderte sollen besonders gegen die sich verschärfende Corona-Krise geschützt werden. Die verfügbaren Corona-Schnelltests „sollen jetzt zügig und prioritär in diesem Bereich eingesetzt werden“, damit sichere Kontakte ermöglicht werden könnten, erfuhr die Deutsche Presseagentur. Der besondere Schutz von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen dürfe aber nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation führen.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.59 Uhr
Unternehmen sollen Heimarbeit ermöglichen
Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Corona-Infektionszahlen eindringlich auf, Heimarbeit zu ermöglichen - wo immer dies umsetzbar ist.


Mittwoch, 28. Oktober, 16.36 Uhr
Geschäfte bleiben geöffnet

Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen sollen Groß- und Einzelhandel im November offen bleiben. Allerdings wird die Zahl der Kunden beschränkt. Es darf sich nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter in dem Geschäft aufhalten. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen, berichtet die Rheinische Post.


Mittwoch, 28. Oktober, 16.23 Uhr
BVB-Heimspiel schon heute Abend ohne Zuschauer
Schon heute Abend wird es ein Geisterspiel im Signal-Iduna-Park geben, wenn Borussia Dortmund gegen St. Petersburg spielt. Die Stadt Dortmund wollte eine Ausnahmegenehmigung erwirken, damit 300 Fans ins Stadion dürfen. Vergeblich.


Mittwoch, 28. Oktober, 16.20 Uhr
Friseure dürfen weiter öffnen

Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios müssen im November schließen. Friseursalons bleiben aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.13 Uhr
Lieferbetrieb von Schließung ausgenommen - Schulen bleiben geöffnet
Von der Schließung der Gastronomie ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Auch Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

Schulen und Kindergärten sollen trotz der stark steigenden Corona-Zahlen auch im November verlässlich geöffnet bleiben. Diese Forderung hatte auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstag gestellt.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.58 Uhr

Nur noch 10 Personen aus zwei Hausständen in der Öffentlichkeit - Geisterspiele

Bund und Länder wollen angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten. Dies gilt verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Profisport - auch die Fußballbundesliga - soll nur noch ohne Zuschauer stattfinden.

Die Gastronomie wird geschlossen.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.42 Uhr
Freizeitveranstaltungen werden untersagt
Inzwischen werden erste Ergebnisse schon vor der Pressekonferenz bekannt: Bund und Länder wollen Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.24 Uhr
Betriebe sollen bis zu 75 Prozent der Umsätze erstattet bekommen

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier wollen demnach Firmen, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind, 75 Prozent der November-Umsätze 2019 als aktuelle Kostenbeihilfe erstatten. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, bei kleinen Betrieben könnten bis zu 75 Prozent, bei größeren bis zu 70 Prozent der Lücke gestopft werden. Das Ganze könnte bis zu zehn Milliarden Euro für einen Monat kosten – je nachdem, wie viele Branchen von einer Schließung betroffen wären.

Laut einer Beschlussvorlage des Bundes sollen deutschlandweit Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden.

Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschef erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen, und Franziska Giffey (beide SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Bundeskanzleramt.

Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen, und Franziska Giffey (beide SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Bundeskanzleramt. © picture alliance/dpa


Mittwoch, 28. November, 14.38 Uhr

Lockdown beginnt am 2. November

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen. Deutschlandweit sollen die Maßnahmen bereits vom 2. November an und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Mittwoch, 28. Oktober, 14.37 Uhr
Scholz will Betriebe aus Steuermitteln entschädigen
Der Bund will mit strikten Maßnahmen der zweiten Corona-Welle begegnen.

Sollten die Länder diese mittragen, müssten erneut zahlreiche Betriebe - etwa in der Gastro - zwischenzeitlich schließen. Finanzminister Olaf Scholz hat nun in der Bund-Länder-Schalte dazu einen Vorschlag gemacht: Er will Betrieben, die in einem zweiten Lockdown geschlossen werden würden, die Umsatz-Ausfälle ersetzen - aus Steuermitteln. Das könnten je nach Beschluss etwa Gastronomiebetriebe oder auch Kinos sein.

Ein entsprechender Bericht der „Bild“-Zeitung wurde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Regierungskreisen bestätigt.


Mittwoch, 28. Oktober, 13.46 Uhr
In Europa sterben 1000 Menschen am Tag an Corona

Die Anzahl der Coronatoten hat in Europa nach Aussage eines Experten drastisch zugenommen. „Letzte Woche lag die Zahl um ein Drittel höher als in der Vorwoche, das bedeutet, dass rund 1000 Menschen jeden Tag an Covid sterben“, sagte Peter Piot, Sonderberater der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Bekämpfung des Coronavirus, am Mittwoch in Brüssel. „Die Lage ist sehr ernst und sie droht, noch schlimmer zu werden, wenn wir nicht dringende und drastische Maßnahmen ergreifen“, fügte er hinzu.

Mittwoch, 28. Oktober, 13.16 Uhr
Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten laufen

Seit 13 Uhr beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über die Maßnahmen und einen möglichen Lockdown angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionen. Der Bund will unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen, Einschränkungen bei Reisen und die Schließung von Gastronomiebetrieben. Ob die Ministerpräsidenten den weitreichenden Beschränkungen zustimmen, ist offen.

Mittwoch, 28. Oktober, 11.55 Uhr
Wie lebt es sich mit und nach einer Corona-Erkrankung? - Neue Selbsthilfegruppe

In Fröndenberg gründet sich eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind. Die Gruppe richtet sich auch an Menschen außerhalb des Kreises Unna. Thomas Meinschäfer gehört zu den Gründern. Er infizierte sich schon früh mit dem Coronavirus. Er gilt längst als genesen; wirklich gesund fühlt er sich aber nicht.

Über das Leben mit und nach Covid-19 haben die Kollegen hier berichtet:

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Mittwoch, 28. Oktober, 9.08 Uhr

Zahl der Neuinfektionen an einem Tag bei fast 15.000

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - das ist ein Rekord seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland wurde auf der Homepage des Robert Koch-Instituts zunächst nicht aktualisiert. Am Dienstag lag sie bei 449.275. Die Zahl der Todesfälle wurde ebenfalls nicht aktualisiert, sie lag mit Stand Dienstag bei 10.098.

Mittwoch, 28. Oktober, 8.39 Uhr

Bericht: frühere Weihnachtsferien in NRW Diskussion

In der Debatte über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie wird einem Bericht zufolge auch eine Vorverlegung der Weihnachtsferien um wenige Tage nicht ausgeschlossen. Laut „Rheinische Post“ steht die Idee im Raum, die Ferien bereits am 21. Dezmber (Montag) beginnen zu lassen, so dass am 18. Dezember letzter Schultag wäre.

Woher konkret diese Anregung kommt, schreibt die Zeitung nicht. „Sämtliche Vorschläge, auch unkonventionelle“ würden intensiv diskutiert, zitierte die RP das Schulministerium in Düsseldorf.

Mittwoch, 28. Oktober, 7.42 Uhr

Grüne fordern Sondersitzung in NRW zu Corona-Einschnitten

Die neue Grünen-Fraktionschefin im NRW-Landtag, Josefine Paul, hat für den Fall neuer Corona-Beschränkungen eine Sondersitzung des Parlaments gefordert.

Sollte es bei dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch in Berlin zu weiteren Einschnitten kommen, müsse Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Düsseldorfer Landtag zügig unterrichten, verlangte Paul im „Morgenecho“ des WDR. Bei weitergehenden Maßnahmen, die zur Pandemie-Eindämmung nötig seien, sollten die Parlamente grundsätzlich stärker beteiligt werden.

Mittwoch, 28. Oktober, 6.48 Uhr

Reduzierung der Kontakte für Bekämpfung der Pandemie wichtig

Der starke Anstieg der positiv auf das Coronavirus Getesteten in Deutschland besorgt die führenden Forschungsinstitute. Die Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordern daher die Politik zum Handeln auf. Sie fordern eine drastische Reduzierung von sozialen Kontakten in der Corona-Krise.

Mittwoch, 28. Oktober, 5.31 Uhr

Laschet geht mit Forderungskatalog in Bund-Länder-Gespräch

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zieht am Mittwoch mit einem konkreten Forderungskatalog in die Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Krisenmanagement. Kernpunkt: Eine bundesweit einheitliche Wiedereinführung strengerer Kontaktverbote. Im Visier hat der CDU-Bundesvize vor allem den Privat- und Freizeitbereich. Kitas, Schulen und die Wirtschaft sollen verschont werden. Einen Lockdown mit Herunterfahren des gesamten öffentlichen Lebens oder Ausgangssperren will der CDU-Bundesvize nicht.

Mittwoch, 28. Oktober, 5.18 Uhr

Ab dem 4. November soll ein Lockdown in Kraft treten

Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen.

Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch sollen diese Maßnahmen ab dem 4. November deutschlandweit in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten.

Betroffen sind nicht nur die Gastronomie, sondern auch Freizeitangebote, Reisen und Veranstaltungen. Eine Übersicht über alle geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.

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Weniger Freunde treffen, früher Kehraus aus der Kneipe und Maske tragen - Corona schnürt Bewegungsspielräume und Vergnügungen immer mehr ein. In NRW gelten neue Beschränkungen.

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