Coronavirus in NRW: Massenimpfungen erst ab Mitte 2021 – Land plant „Impfstraßen“ – Liveblog

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Massenimpfungen in NRW wird es wohl erst ab Mitte 2021 geben. Doch schon zuvor sollen 900.000 Menschen geimpft werden. Im Dezember gelten weiter verschärfte Corona-Regeln. Die Lage im Überblick.

NRW

, 26.11.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 17 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 245.863 bestätigte Fälle - 69.500 aktuell Infizierte - 3.210 Todesfälle. (Stand: 26.11.2020)
  • Bereits Mitte Dezember sollen in NRW Impfzentren stehen. Das Land sucht dafür Helfer. Freiwillige können sich hier zur Unterstützung registrieren. Zunächst werden gefährdete Personen und medizinisches Fachpersonal geimpft. Massenimpfungen soll es erst ab Mitte 2021 geben. Geplant sind Impfstraßen. 19 Fragen und Antworten zu Impfzentren finden Sie hier.
  • Bund und Länder haben sich für Dezember (bis 20.12.) auf neue Corona-Regeln geeinigt. Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzt. Im Einzelhandel muss künftig ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern jeder Kunde 20 Quadratmeter Platz haben
  • Strengere Maßnahmen soll es für Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz von 200 Infektionen je 100.000 Einwohnern geben. Das betrifft in NRW momentan die Kreise Düren, Solingen, Duisburg, Recklinghausen, Herne, Hamm, Gütersloh, Hagen und Lippe.
  • Was die neuen Regeln für NRW bedeuten, erfahren Sie hier im Video.
  • Eine Übersicht über alle derzeit gültigen Maßnahmen in NRW finden Sie hier.

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Donnerstag, 26. November, 22.04 Uhr
Laschet: Hotel-Übernachtung bei Familienbesuch Weihnachten möglich
Nach den Worten des NRW-Ministerpräsidenten sind Übernachtungen in Hotels bei Familienbesuchen über Weihnachten trotz Corona-Beschränkungen möglich. Touristische Reisen seien zwar derzeit untersagt, so Laschet am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf, Familienbesuche zu Weihnachten würden aber nicht als diese verstanden werden. Wenn Familien sich besuchten und keine Übernachtungsmöglichkeit bei den Verwandten hätten, „ist es über die Weihnachtstage möglich, dass man auch in einem Hotel übernachtet“.

Die Dehoga NRW begrüßt die Pläne des Ministerpräsidenten. Ein Grund dafür wäre, dass man in Hotels Hygienekonzepte und Corona-Schutzmaßnahmen hätte. Kanzleramtsminister Helge Braun hatte am Donnerstag dagegen gesagt, wer über Weihnachten Verwandte besuche, solle nicht im Hotel übernachten können.

Donnerstag, 26. November, 19.27 Uhr
"Querdenker" werben mit Bild von Laschet - der Ministerpräsident wehrt sich dagegen
Die "Querdenker" planen eine Demonstration in Düsseldorf und werben dafür mit einem Bild des NRW-Ministerpräsidenten. Unter dem Bild steht "Einladung persönlich überbracht". Wie ein Sprecher der Regierungszentrale mitteilte, wurden bereits rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen eingeleitet. Den Veranstaltern wurde eine Frist gesetzt, um das Konterfei und den Namen von Armin Laschet zu entfernen. Weiterhin sollen sie es unterlassen, den Eindruck zu erwecken der Ministerpräsident würde an der Aktion teilnehmen oder das Vorhaben in irgendeiner Weise unterstützen.

Donnerstag, 26. November, 16.43 Uhr
Eilantrag gegen Maskenpflicht in Krefelder Grundschulen abgelehnt
In Krefeld hatten Eltern einer Zweitklässlerin einen Eilantrag gegen die bestehende Maskenpflicht eingereicht. Diesen hat das Verwaltungsgericht durch eine Interessensabwägung abgelehnt. Die Düsseldorfer Richter hatten mitgeteilt, das öffentliche Interesse am Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung und der Sicherung des Gesundheitssystems überwiege gegenüber dem kurzfristigen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Personen.

Die Rechtmäßigkeit der Allgemeinverfügung der Stadt Krefeld könne in so einem Eilverfahren aber nicht beurteilt werden. Wenn die zuständige Behörde also im Einzelfall über die Coronabetreuungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hinaus eine Maskenpflicht für die Schulen der Primarstufe anordnen möchte, müsse sie das sorgfältig begründen.

Donnerstag, 26. November, 14.54 Uhr
Impf-Einbahnstraßen geplant - 900.000 Menschen in der ersten Welle
Ein Papier des Landes NRW zeigt auf, wie die Corona-Impfkampagne ablaufen vor Ort soll. Ein Einbahnsystem durch „Impfstraßen“ soll für einen reibungslosen Ablauf in den geplanten Impfzentren sorgen.

In der ersten Welle allerdings sollen ab Dezember vulnerable Personen und medizinisches Fachpersonal geimpft werden – rund 900.000 Menschen. Gefährdete Menschen können in Heimen und Wohnungen geimpft werden. Ab März auch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur sowie ambulantes medizinisches Personal und ambulante Pflegekräfte.

Mit der Impfung der breiten Bevölkerung rechnet das Land allerdings erst ab Mitte 2021.



Donnerstag, 16. November, 13.01 Uhr

Kutschaty schlägt Gedenkveranstaltung für Corona-Opfer vor

SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty hat eine gemeinsame Gedenkveranstaltung des nordrhein-westfälischen Landtags und der Landesregierung für die Opfer der Corona-Pandemie vorgeschlagen. Dabei solle einerseits der Opfer gedacht, andererseits den Menschen Mut gemacht werden, sagte der SPD-Fraktionschef am Donnerstag im Landtag. Als Zeichen der Versöhnung wäre das in NRW ein „wichtiges Signal“.

Donnerstag, 26. November, 12.10 Uhr

Gesundheitsministerium: Massenimpfung in NRW wohl ab Mitte 2021

Das NRW-Gesundheitsministerium geht davon aus, dass Massenimpfungen gegen das Coronavirus im Land erst Mitte 2021 beginnen. In einer Frühphase ab Mitte Dezember könnten zunächst vulnerable Personengruppen und medizinisches Personal in Krankenhäusern sowie Pflegekräfte in Heimen geimpft werden, ab März auch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur sowie ambulantes medizinisches Personal und ambulante Pflegekräfte. Das geht aus einer „Skizze zur Impforganisation in Nordrhein-Westfalen“ hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Donnerstag, 26. November, 11.38 Uhr
Debatte und Nachfragen zu Details der neuen Corona-Regeln im NRW-Landtag

  • Wer einen Familienbesuch unternehme und nicht privat übernachten könne, dürfe auch im Hotel übernachten, erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag.
  • Eine Impflicht lehnt Laschet kategorisch ab. Er würdigte die Verdienste des Biontech-Vorstandschefs und Mitgründers Ugur Sahin um einen Corona-Impfstoff mit einem Seitenhieb auf die AfD. Es sei „das wirklich Schöne, dass das einer ist aus NRW“, sagte Laschet ohne Sahin namentlich zu erwähnen. Ein türkisches Gastarbeiterkind mit Abitur, als Jahrgangsbester seiner Schule. Laschet: „Wenn Sie nochmal über das Thema Integration reden, liebe Kollegen am rechten Rand dieses Plenarsaals, denken Sie mal an solche Menschen“.

Die Erklärungen von NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet zu den neuen Regeln und den Auswirkungen für NRW sehen Sie hier im Video:

Donnerstag, 26. November, 10.45 Uhr
Laschet: Kein Silvesteressen, keine offenen Restaurants an Weihnachten

Die strengen Corona-Einschränkungen werden nach Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bis in die ersten Januar-Tage verlängert. „Es wird Weihnachten keine offenen Restaurants geben. Es wird Silvesterabend kein Silvesteressen in irgendeinem Restaurant geben“, sagte Laschet am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf. „Alle Maßnahmen gelten bis in die ersten Januartage, damit schaffen wir Klarheit für die Restaurants, für die Unternehmer, aber auch für jeden Einzelnen.“

Laschet rechtfertigte zugleich die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen bis Weihnachten und die Lockerungen zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar. Mit den strengeren Auflagen vor dem Weihnachtsfest sollten die Infektionszahlen möglichst gesenkt werden. Denn zum Weihnachtsfest sei damit zu rechnen, „dass Millionen Menschen in Deutschland“ ihre Eltern und Großeltern besuchten und dadurch die Zahlen wieder anstiegen. „Das kann man jetzt schon erahnen“, sagte Laschet.

Donnerstag, 26. November, 10.03 Uhr
Versammlung trotz Corona: Meuthen verteidigt AfD-Präsenzparteitag

Die AfD hat ihr Vorhaben verteidigt, mitten in der Corona-Pandemie einen Bundesparteitag mit 600 Delegierten abzuhalten. „Ich bin überzeugt, dass sich Diskussionen über politische Inhalte am besten in einer Präsenzveranstaltung führen lassen“, sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen der Deutschen Presse-Agentur. Das habe auch der digitale Grünen-Parteitag am vergangenen Wochenende gezeigt. Meuthen versicherte, die Versammlungsleitung werde strikt darauf achten, dass sich alle Delegierten an die geltenden Hygiene-Vorschriften zu Abstand und Maskenpflicht halten.

Donnerstag, 26. November, 9.11 Uhr

Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter hoch - Wochenwert sinkt leicht

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen bleibt mit gut 4900 am Mittwoch registrierten Fällen hoch - mit allerdings weiterhin leicht abnehmender Tendenz. Die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstagmorgen (Stand: 0.00 Uhr) laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) bei 154,2 und damit leicht unter dem Vortageswert (157,8). Die bisher höchste Inzidenz hatte das LZG mit 168,5 vor gut zwei Wochen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet.

Donnerstag, 26. November, 8.10 Uhr

DAK-Umfrage: Lehrer fühlen sich durch Corona-Krise mehr belastet

Die große Mehrheit der Lehrer empfindet einer Umfrage zufolge ihren Job in der Corona-Krise als belastender als vorher. 84 Prozent gaben in einer Befragung der Krankenkasse DAK an, sie hätten das Gefühl, dass der Schulalltag unter Corona-Bedingungen zu Mehrarbeit führe. 90 Prozent stimmten der Aussage zu, das Unterrichten sei im Vergleich zur Situation vor einem Jahr deutlich anstrengender. Meistgenannte Gründe waren das Durchsetzen der Corona-Regeln bei den Schülern, der eigene Gesundheitsschutz und der Ausfall von Kollegen.

Donnerstag, 26. November, 7.21 Uhr

RKI: 22.268 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160.

Donnerstag, 26. November, 6.48 Uhr

Lockerungen an Weihnachten: Intensivmediziner fürchten dritte Welle

Die Politik hat sich festgelegt. Der Teil-Lockdown bleibt - und wird obendrein mindestens bis zum 20. Dezember verschärft. Diese Entscheidung sei aus intensivmedizinischer Sicht unerlässlich, sagt dazu Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Skeptisch zeigt sich der Intensivmediziner allerdings gegenüber den geplanten Lockerungen über die Feiertage Ende Dezember.

„Bei allem Verständnis für Weihnachten und Familienfeiern müssen wir leider befürchten, dass in der Folge der partiellen Aufhebung der Einschränkungen um Weihnachten im Januar die Infektionszahlen wieder ansteigen“, gibt Janssens gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zu Bedenken.

Donnerstag, 26. November, 6.03 Uhr

Restaurants bleiben Weihnachten geschlossen

Restaurants und gastronomische Betriebe müssen nach Worten von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über Weihnachten geschlossen bleiben. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sollten bis Anfang Januar weiter gelten, sagte Laschet am Mittwoch in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie. „Alle Restaurants sind geschlossen, auch an Weihnachten.“

Donnerstag, 26. November, 5.21 Uhr

Laschet: In „Extremhotspots“ Wechselunterricht möglich

In Kreisen oder Städten mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen kann „schulspezifisch“ ab der 8. Klasse im Wechsel von zuhause und in den Schulen unterricht werden. Darauf hätten sich Bund und Länder in ihrer Schalte am Mittwoch geeinigt, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach den Beratungen in Düsseldorf. Die Maßnahme für „Extremhotspots“ gelte ab 200 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen.

Damit sei aber nicht gemeint, dass ganze Städte oder Kreise pauschal in den Wechselunterricht gingen, betonte Laschet. Es handele sich nicht um das „Solinger Modell„, welches das NRW-Schulministerium zuvor untersagt hatte. In Solingen sollten wegen hoher Infektionszahlen alle Schulen in den Wechselunterricht gehen. In NRW lagen am Donnerstag neun von 53 Kreisen und Städten über dem Inzidenzwert von 200.

Mittwoch, 25. November, 22.11 Uhr

Bund und Länder einigen sich auf neue Corona-Regeln

„Wir waren uns bewusst, dass die Menschen heute Klarheit wollten“, betonte Bundeskanzlerin Merkel auf der Pressekonferenz nach den Verhandlungen. Es brauche noch einmal eine Kraftanstrengung, sagt Merkel. „Geduld, Solidarität, Disziplin werden noch einmal auf eine harte Probe gestellt.“ Es deute vieles daraufhin, dass 2021 Erleichterung bringe, doch bis dahin brauche es weiter Geduld und Solidarität.

Dann erläutert Merkel die Beschlüsse. Sie spricht über die neue Hotspot-Strategie, über die neue Quadratmeter-Regelung in Geschäften oder auch die verschärften Kontaktbeschränkungen. Demnach wird der bisherige Lockdown Light bis zum 20.12. verlängert. Zudem werden Private Zusammenkünfte auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung.

Im Einzelhandel muss ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern jeder Kunde 20 Quadratmeter Platz haben. In Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern müssen noch härtere Maßnahmen in den Kreisen getroffen werden.


Mittwoch, 25. November, 21.11 Uhr

Klinik-Verband: Corona-Beschränkungen mindestens bis Februar notwendig

Die Krankenhäuser warnen die Politik davor, in der Bevölkerung falsche Hoffnungen zu wecken. „Es ist nicht realistisch, der Bevölkerung zu vermitteln, dass wir im Januar und Februar eine signifikant andere Situation haben werden“, betonte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß.

Mittwoch, 25. November 20.39 Uhr
Bund-und-Länder-Gespräche verlaufen „zäh“

Insgesamt, so verlautet aus Teilnehmerkreisen, verlaufen die Gespräche „zäh“. Ein Ende sei nicht abzusehen, die Ministerpräsidenten kommen nur mühsam durch die 15-seitige Beschlussvorlage, die Teilnehmer bereiten sich auf einen längeren Abend vor. Das Land NRW hatte die Pressekonferenz von Ministerpräsident Armin Laschet zu den Ergebnissen der Verhandlungen eigentlich für 19.30 Uhr angekündigt.



Mittwoch, 25. November, 20.10 Uhr

Erster Corona-Fall beim Fußball-Regionalligisten Essen

Torhüter Daniel Davari vom Fußball-Regionalligisten Rot-Weiss Essen ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, befindet sich der 32-Jährige, der bisher keine Symptome zeigt, in häuslicher Isolation. Alle weiteren Tests der Mannschaft und des Staffs fielen negativ aus.

Mittwoch, 25. November, 19.26 Uhr
Offenbar bundesweite Maskenpflicht im Unterricht ab siebter Klasse
Es scheint sich eine Einigung zum Streitthema Maskenpflicht an Schulen herauszukristallisieren. Für Schülerinnen und Schüler soll ab der siebten Klasse auch im Unterricht eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske eingeführt werden, wie das RND aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Bislang handhaben die einzelnen Länder und teilweise auch die Schulen das Thema Maske unterschiedlich.


Mittwoch, 25. November, 18.55 Uhr
Verzicht auf Silvesterfeuerwerk

Bund und Länder wollen den Bürgern empfehlen, zum Jahreswechsel auf ein Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Straßen soll die Verwendung von Pyrotechnik untersagt werden, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes. Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers steht noch aus.

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Mittwoch, 25. November, 18.30 Uhr
Länder setzen sich mit neuer Hotspot-Regelung durch
Die Länderchefs wollen, dass in Hotspots ab einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern schärfere Beschränkungen gelten sollen. Zwar gibt es dazu noch keinen Entschluss, doch nach RND-Informationen konnten sich die Bundesländer in dem Punkt gegen die Kanzlerin durchsetzen.


Mittwoch, 25. November, 17.16 Uhr
Beratungen könnten lange dauern
Die Gespräche verlaufen zäh, verlautet aus Teilnehmerkreisen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ein Ende sei nicht abzusehen, die Ministerpräsidenten kommen nur mühsam durch die 15-seitige Beschlussvorlage, die Teilnehmer bereiten sich auf einen längeren Abend vor.


Mittwoch, 25. November, 16.25 Uhr
Einigung auf Quadratmeter-Regel bei Geschäften

Die erste Einigung von Bund und Ländern in der Schalte betrifft das Einkaufen in den Geschäften. Demnach soll es auch eine Quadratmeter-Regelung bei Einkaufszentren geben. Diese sieht 20 Quadratmeter pro Kunde ab einer Einkaufsfläche von 800 Quadratmetern vor, wie dem RND aus Teilnehmerkreisen bestätigt wurde. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Für kleinere Geschäfte gelte weiter die Zehn-Quadratmeter-Regel. Das Kanzleramt hatte zuvor eine Regelung von einem Kunden pro 25 Quadratmeter für alle Geschäfte vorgeschlagen.


Mittwoch, 25. November, 15.40 Uhr
Söder: Täglich ein Flugzeugabsturz

Bund und Länder beraten zur Stunde in einer Videokonferenz darüber, wie es mit dem Teil-Lockdown bis zum Jahresende weitergeht und welche weiteren Einschränkungen in der Corona-Krise notwendig sind.

Söder hat in der Sitzung mit einem drastischen Beispiel zum Handeln gemahnt. Er habe die Todeszahlen, die derzeit bei um die 300 pro Tag liegen, mit einem täglichen Flugzeugabsturz verglichen, erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Teilnehmerkreisen.

Wahrscheinlich ist aber, dass die möglichen strengeren Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtstage und Silvester gelockert werden. Ein zentraler Streitpunkt der Beratungen dürfte die Frage sein: Soll die Anzahl von Kunden in Geschäften auf eine Person pro 25 Quadratmeter begrenzt werden?

Mittwoch, 25. November, 15.00 Uhr

Standort für Impfzentrum im Kreis Recklinghausen steht fest

Das Impfzentrum für den Kreis Recklinghausen wird auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen entstehen. Geplant ist eine Leichtbauhalle, wie der Kreis Recklinghausen am Mittwoch mitteilte. Der Standort bietet viele Vorteile.


Mittwoch, 25. November, 13.33 Uhr
Landesverfassungsgericht hat über Schließung der Fitnessstudios entschieden
Auch nach einer weiteren Gerichtsentscheidung bleibt es dabei: Fitnesstudios in Nordrhein-Westfalen müssen bis mindestens Ende des Monats geschlossen bleiben. Mit der Ablehnung des Eilantrags eines Fitnessstudiobetreibers aus Essen bestätigte das Landesverfassungsgericht vorerst die coronabedingte Schließung der Sportstudios als Teil der Pandemieeindämmung im November.

Durch die weiterhin hohe Zahl der Neuinfektionen, deren Quelle in den meisten Fällen nicht bekannt sei, müsse mit erheblichen Belastungen des Gesundheitssystems gerechnet werden. Dem Fitnessstudiobetreiber seien daher Einschränkungen bei der Berufsausübung zuzumuten. Das Verbot sei zudem bis 30. November befristet. Wirtschaftliche Nachteile würden durch erhebliche Corona-Hilfen ausgeglichen.

Auch das Landesverfassungsgericht hat entschieden: Fitnessstudios müssen geschlossen bleiben.

Auch das Landesverfassungsgericht hat entschieden: Fitnessstudios müssen geschlossen bleiben. © picture alliance/dpa



Mittwoch, 25. November, 11.46 Uhr
Laschet: Lockerungen zuerst bei Jugendsport und Kultur
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will bei sinkenden Infektionszahlen zuerst in den Bereichen Jugendsport und Kultur Lockerungen vornehmen. „Wir versprechen auch den Menschen, bei sinkenden Infektionszahlen werden wir die Einschränkungen auch zurücknehmen“, sagte Laschet im Landtag in Düsseldorf.

Gerade beim Jugendsport und bei der Kultur werde den Menschen viel zugemutet. „Das ist mein Signal, mein Versprechen“, erklärte er im Vorfeld der Länderberatungen mit dem Bund am Mittwochnachmittag.

Grundsätzlich müssten die Schutzmaßnahmen angesichts der weiter hohen Infektionszahlen jedoch verlängert werden. Am Präsenzunterricht will NRW weiter festhalten: „Der Küchentisch zu Hause in einer 2- oder 3-Zimmerwohnung ist nicht der besere Lernort. Der beste Lernort ist die Schule“, sagte Laschet. Die in NRW vorgezogenen Weihnachtsferien seien inzwischen ein Modell für ganz Deutschland geworden.


Mittwoch, 25. November, 10.41 Uhr

Laschet vor Merkel-Gipfel: Stimmen nur zu, wenn Dezember-Hilfe kommt

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor der Schaltkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ländern als Bedingung für die Zustimmung Nordrhein-Westfalens neue Wirtschaftshilfen des Bundes genannt. Im Landtag sagte er am Mittwochmorgen, dass es nach der sogenannten November-Hilfe nun eine Dezember-Hilfe geben müsse. Die Verlängerung der aktuellen Beschränkungen gefährde viele Selbstständige in ihrer Existenz. Das müsse man kompensieren.

Mittwoch, 25. November, 9.57 Uhr

Durchschnittslohn von Supermarktverkäufern in der Corona-Krise gesunken

Verkäuferinnen und Verkäufer in deutschen Supermärkten haben 2020 im Schnitt weniger verdient als im Vorjahr. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach fiel der durchschnittliche monatliche Bruttoverdienst von Beschäftigten im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken sowie Tabakwaren in Verkaufsräumen von 1471 Euro im zweiten Quartal 2019 auf 1411 Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Noch deutlicher fiel der Rückgang bei Vollzeitbeschäftigten aus: von 2421 Euro im zweiten Quartal 2019 auf 2254 Euro im zweiten Quartal dieses Jahres.

Mittwoch, 25. November, 8.36 Uhr

Drosten: Schon bei milden Erkältungssymptomen soziale Situationen meiden

Zum Vermeiden weiterer Corona-Fälle sollten Menschen mit milden Erkältungssymptomen aus Expertensicht auch dann zu Hause bleiben, wenn der Hausarzt keinen Anlass für einen Test sieht. Dazu hat der Christian Drosten in der am Dienstag veröffentlichten Folge des „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info aufgerufen.

„Man soll nicht krank und auch nicht kränklich zur Arbeit gehen, selbst wenn der Hausarzt gesagt hat, das testen wir jetzt mal nicht“, sagte Leiter der Virologie in der Berliner Charité. Prinzipiell sollten Betroffene sich demnach in der aktuellen Phase der Pandemie auch schon mit einem Kratzen im Hals oder einer laufenden Nase nicht mehr in soziale Situationen begeben.

Mittwoch, 25. November, 7.31 Uhr

Bund und Länder entscheiden heute über weitere Maßnahmen

Heute entscheidet sich beim Bund-Länder-Treffen, wie es in den nächsten Wochen weitergeht und wie Weihnachten und Silvester in diesem Jahr ausfallen werden. Im Vorfeld des Treffens haben sich die Länderchefs bereits auf Maßnahmen und Regeln geeinigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat grundsätzlich Unterstützung für den Vorschlag der Länder signalisiert.

Unter anderem sind verschärfte Kontaktbeschränkungen, eine Erweiterung der Maskenpflicht und die Verlängerung des bestehenden Teil-Lockdowns im Gespräch. Über die Feiertage sollen aber Lockerungen bei den Kontakten möglich sein. Für Silvester steht zur Debatte, ob es nur zu einem teilweisen Böllerverbot oder sogar zu einem Böllerverkaufsverbot kommt. Beginn der Videokonferenz von Merkel und den Ministerpräsidenten ist um 14 Uhr.

Mittwoch, 25. November, 6.28 Uhr

Trauriger Höchstwert: RKI meldet 410 neue Todesfälle innerhalb eines Tages

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Damit ist am Mittwoch (Stand: 25. 11., 00.00 Uhr) ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14 771. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Mittwoch bei 18.633. Das waren gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961.320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Mittwoch, 25. November, 5.32 Uhr

Grüne fordern Hotspot-Regeln ab einer 7-Tage-Inzidenz über 100

Die Grünen in NRW haben sich für Corona-Hotspot-Regeln ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 ausgesprochen. Laut eines Entschließungsantrags, der der „Rheinischen Post“ (Mittwoch) vorliegt, schlagen sie für eine Entlastung der Behörden bei der Nachverfolgung eine Cluster-Regelung vor. Nach einem Corona-Ausbruch nach einer Feier müssten sich demnach Teilnehmer in Quarantäne begeben, aus der sie sich erst nach fünf Tagen frei testen könnten.

Dienstag, 24. November, 23.09 Uhr

Jedes elfte Unternehmen von Insolvenz bedroht

Die Corona-Krise sorgt zunehmend für Finanzprobleme bei Unternehmen. Über alle Branchen hinweg sieht sich nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags derzeit jeder elfter Betrieb von einer Insolvenz bedroht. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mehr als 80 Prozent davon sind demnach kleine Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern. Besonders häufig von einer Insolvenz bedroht sehen sich laut Umfrage Firmen aus der Reisewirtschaft, der Gastronomie sowie der Kultur-und Kreativwirtschaft - sie sind besonders hart von Beschränkungen zur Eindämmung des Virus betroffen.

Dienstag, 24. November, 21.50 Uhr

Einhalten der Corona-Auflagen soll strenger kontrolliert werden

Bund und Länder wollen das Einhalten der Corona-Auflagen flächendeckend strenger kontrollieren. Das geht aus einer am Dienstagabend verbreiteten aktualisierten Fassung der Ländervorlage für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch hervor. Vorgesehen sind demnach auch verdachtsunabhängige Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich, um das Einhalten der Quarantäneverordnungen zu überprüfen.

Dienstag, 24. November, 21.02 Uhr

Macron will Auflagen lockern - Todeszahl steigt auf 50.000

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine Lockerung der Corona-Auflagen angekündigt. Ab Samstag sollen alle Geschäfte in Frankreich unter strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen, wie der Staatschef am Dienstagabend in einer Fernsehansprache sagte. Restaurants und Bars bleiben dagegen voraussichtlich bis Januar geschlossen. "Wir haben die Ausbreitung des Virus gebremst", sagte Macron. Die Zahl der Todesfälle stieg unterdessen über die Marke von 50.000, wie die nationale Gesundheitsbehörde mitteilte.

Dienstag, 24. November, 19.12 Uhr

425 Verstöße gegen Maskenpflicht in fünf Stunden ermittelt

Bei den landesweiten Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht sind am Dienstag schon in den ersten fünf Stunden 425 Menschen ohne Maske erwischt worden. Das hat das NRW-Verkehrsministerium in einer ersten Bilanz in Düsseldorf mitgeteilt. Die Einhaltung der Coronaschutz-Verordnung wurde landesweit in Bussen, Bahnen und Bahnhöfen überwacht.

Zuletzt hatten solche landesweiten Kontrollen im August stattgefunden. Damals waren landesweit mehr als 1700 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt worden. Danach gab es noch zahlreiche lokale Schwerpunktkontrollen. Seit 27. April 2020 schreibt die Coronaschutzverordnung vor, dass in Bussen, Bahnen, Bahnhöfen und Zügen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.

Dienstag, 24. November, 17.03 Uhr
Nach Einigung der Länder: Angela Merkel kündigt eigene Vorschläge ein

Vor den Beratungen am Mittwoch zwischen den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel haben die Länder am Dienstag bereits Vorschläge vorgelegt. Das Papier der Länder sei gut, die Überlegungen fänden zum großen Teil die Unterstützung des Bundes, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Informationen der dpa. Der Bund werde aber noch weitere Vorschläge machen. In einigen Bereichen seien gegebenenfalls nochmals spezifische Maßnahmen notwendig. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Die Kanzlerin kündigte nach diesen Informationen an, sie werde sich am 14. oder 15. Dezember nochmals mit den Ministerpräsidenten zusammenschalten, um zu beurteilen, wo man dann bei der Infektionslage stehe.

Dienstag, 24. November, 16.30 Uhr
Corona-App: NRW schlägt lokale Infos und freiwillige Zusatzdaten vor
Nordrhein-Westfalen schlägt eine umfangreiche Erweiterung der Corona-App um Informationen zum Infektionsgeschehen vor Ort, zu Beschränkungen sowie um freiwillige Zusatzdaten vor.

Außerdem sollte eine mehrsprachige und rund um die Uhr erreichbare Hotline eingerichtet werden, die direkt aus der App angerufen werden kann zu Fragen wie einem roten Warnhinweis und nächste Schritte.

Nach Ansicht von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) muss es darum gehen, den Nutzen der App für den Bürger mit neuen Funktionen wie lokale Informationen zu erhöhen. Jeder Nutzer sollte die Möglichkeit haben, freiwillig mehr Daten zur Verfügung zu stellen. So könnte die automatisierte Weitergabe von Daten zwischen Nutzer, Laboren und Gesundheitsbehörden verbessert werden, um eine bessere Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Voraussetzung sei dabei, dass alle Betroffenen vorab einwilligen.



Dienstag, 24. November, 14.39 Uhr

„Propaganda-Tipps“: Schulen sollen sich in Corona-Krise positiv darstellen

Mit einer Handreichung für Schulleitungen zur „Corona-Kommunikation“ hat sich die Bezirksregierung Münster Propaganda-Vorwürfe eingehandelt. In dem Merkblatt, das der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf vorliegt, werden Schulleiter ermutigt, Journalisten-Nachfragen zu Corona zu nutzen, um „Ihre Schule positiv darzustellen“. SPD-Fraktionsvize Jochen Ott sprach im „Kölner Stadtanzeiger“ von „Propaganda-Tipps“.

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty hatte den Vorgang zuvor bereits in der „Bild“-Zeitung kritisiert. Er sieht das Papier als „Versuch der Manipulation“. Auf diese Weise solle die Kommunikation von Lehrkräften und damit auch die öffentliche Meinung gezielt beeinflusst werden. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wies die Vorwürfe zurück, nannte die Formulierungen laut „Kölner Stadtanzeiger“ aber „unglücklich“.

Dienstag, 24. November, 14.08 Uhr

Lehrergewerkschaft GEW fordert Modelle für Wechselunterricht

Die Lehrergewerkschaft GEW hat die Vorlage der Länder für den Corona-Gipfel mit dem Bund als unzureichend für die Schulen kritisiert. Gesundheitsschutz für Lehrer, Schüler und Eltern einerseits und ein Offenhalten der Schulen andererseits ließen sich damit nicht unter einen Hut bringen, sagte die Vorsitzende Marlies Tepe der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Es brauche schnell Modelle für einen Wechselunterricht mit geteiltem Präsenz- und Distanzunterricht, forderte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vor der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch.

Dienstag, 24. November, 13.24 Uhr

EU sichert sich 160 Millionen Dosen Corona-Impfstoff

Der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zufolge hat die EU-Kommission einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen des aussichtsreichen Corona-Impfstoffs von Moderna ausgehandelt. Der Vertrag solle am Mittwoch besiegelt werden. US-Konzern Moderna hofft, in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung zu bekommen. Die sogenannten mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna haben nach vorläufigen Daten rund 95 Prozent Wirksamkeit, wie die Hersteller mitgeteilt hatten.

Dienstag, 24. November, 12.36 Uhr

OVG untersagt Sonntagsöffnungen im Weihnachtsgeschäft

Die Läden in Nordrhein-Westfalen müssen an den Vorweihnachtssonntagen sowie am Sonntag nach Neujahr geschlossen bleiben. Mit einem Eilbeschluss hat das Oberverwaltungsgericht Münster am Dienstag die von der Landesregierung vorgesehenen fünf verkaufsoffenen Sonntage untersagt. Die Landesregierung hatte in der Pandemie mit der Regelung das Einkaufsgeschehen im Advent entzerren und einen „unregulierbaren Kundenandrang“ vermeiden wollen - und die landesweite Möglichkeit zur Öffnung in der Corona-Schutzverordnung festgeschrieben. Die Gewerkschaft Verdi ging im Eilverfahren dagegen vor.

Dienstag, 24. November, 12.10 Uhr

Ministerium: Aktuelle Corona-Welle in NRW viel schlimmer als erste

Die aktuelle Corona-Welle hat in NRW wesentlich größere Auswirkungen als die erste im Frühjahr. Das geht aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums an den Landtag hervor. Demnach lag zum Beispiel die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern zum Höhepunkt am 14. April bei 2101 Menschen - diese Woche sind es laut Ministerium mit 4033 fast doppelt so viele. Während die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche im Frühjahr NRW-weit nie über 50 lag, stand sie am Montag bei 159,7. Anfang November hatte die sogenannte 7-Tages-Inzidenz mit 177,9 ihren vorläufigen Höchststand erreicht. Laut Gesundheitsministerium sind zudem immer mehr Intensivbetten belegt.

Dienstag, 24. November, 11.12 Uhr
Nach der Einigung der Länder: Wie geht es jetzt weiter?
Die Länder haben sich auf lockerere Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester geeinigt. Treffen mit bis zu 10 Personen aus verschiedenen Haushalten sollen erlaubt sein, Feuerwerk soll verkauft werden dürfen, aber nicht auf belebten Straßen und Plätzen abgefeuert. Der aktuelle Lockdown soll verlängert, die Maskenpflicht ausgeweitet werden. Alle Vorschläge der Länder gibt es hier im Überblick.

Beschlossen ist jedoch noch nichts. Heute Nachmittag will sich Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzleichefs der Länder beraten. Vor den Beratungen mit Merkel am Mittwoch könnte da noch einiges geändert werden. Man sei aber auf einem guten Weg, hieß es. Am Mittwoch dann beraten sich die Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Erst danach können offizielle Beschlüsse verkündet werden.



Dienstag, 24. November, 10.37 Uhr
Laschet relativiert Satz zu „härtestem Weihnachten“ seit dem Krieg

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seine umstrittene Aussage zum Weihnachtsfest in der Corona-Pandemie relativiert.

Nachdem er in der „Welt am Sonntag“ gesagt hatte, „Es wird wohl das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben“, betonte Laschet am Montagabend im ZDF-„heute-journal“: „Natürlich ist es auf Lesbos schlimmer und natürlich ist es in Afrika in Elendsvierteln schlimmer. Das ist ja alles wahr. Aber die Botschaft ist: Dieses Weihnachten wird anders sein als alle Weihnachten, wie wir sie kennen. Es wird Verzicht bedeuten.“

Laschets Weihnachtssatz in der „Welt am Sonntag“ hatte vor allem im Internet für viel Kritik gesorgt. Laschet sagte im „heute-journal“, auch er habe einige Twitter-Nachrichten bekommen.

Dienstag, 24. November, 9.07 Uhr

Laumann mahnt zur Geduld: „Zahlen sind einfach noch zu hoch“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rechnet bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch „im Großen und Ganzen“ mit einer Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland. „Das ist auch die richtige Antwort“, sagte der Minister am Dienstagmorgen bei WDR5.

Eine „Riesendynamik“ bei den Corona-Fällen sei zwar erstmal nicht mehr da. „Aber die Zahlen sind einfach noch zu hoch. Wir müssen einfach jetzt weiter geduldig sein.“ Mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage äußerte sich Laumann verhalten hoffnungsvoll: Wenn sich Familien dabei „auf das Äußerste“ beschränkten und sich vorsichtig verhielten, werde es „nicht zu großen Infektionen führen“, sagte der Minister.

Dienstag, 24. November, 8.10 Uhr

Länder einigen sich auf Regeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar können Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen zudem Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. „Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen“, heißt es in dem Beschlussentwurf der Länder. Grundsätzlich wird „empfohlen“, zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Die Ministerpräsidenten rufen die Menschen auch dazu auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. „Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden“, heißt es in dem Beschlussentwurf. Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden.

Große Feuerwerke auf belebten Plätzen und Straßen soll es inach dem Willen der Bundesländer n diesem Jahr zu Silvester nicht geben.

Große Feuerwerke auf belebten Plätzen und Straßen soll es inach dem Willen der Bundesländer n diesem Jahr zu Silvester nicht geben. © picture alliance/dpa

Dienstag, 24. November, 7.29 Uhr

Philologenverband fordert Reihentestungen in Schulen

Der Deutsche Philologenverband warnt davor, in der Corona-Krise die Weihnachtsferien zu verlängern, und fordert, stattdessen zu Schulbeginn Corona-Reihentestungen in den Schulen zu ermöglichen. „Wir Lehrkräfte wollen unseren Unterricht vernünftig planen können – auch für die Zeit nach den Weihnachtsferien.

Kurzfristig verlängerte Ferien schaffen nur Planungschaos“, sagte die Vorsitzende des Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Statt einem hektischen Herumdoktern an den Ferienzeiten brauchen wir Reihentestungen für den Schulbeginn im neuen Jahr“, forderte sie.

Dienstag, 24. November, 6.34 Uhr

RKI: 13.554 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14.361.

Dienstag, 24. November, 5.23 Uhr

Landesweit Kontrollen der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Die Einhaltung der Maskenpflicht wird heute erneut landesweit in Bussen, Bahnen und Bahnhöfen kontrolliert. Das haben das NRW-Verkehrsministerium und die Bundespolizei angekündigt. Verstöße gegen die Maskenpflicht würden mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet. Seit 27. April 2020 schreibt die Coronaschutzverordnung vor, dass in Bussen, Bahnen, Bahnhöfen und Zügen eine Mund-und-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, brauchen Corona-Impfstoff-Studien Tausende Probanden. Interessierte können sich daher ab sofort in einer großen Online-Datenbank registrieren.

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