Coronavirus in NRW – Regierung fordert „Maskenpausen“ in Schulen – Liveblog

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Die NRW-Landesregierung fordert zum Schulstart am Mittwoch sogenannte „Maskenpausen“ für Schüler. Wie genau das aussieht, ist den Schulen selbst überlassen. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 11.08.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 11 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

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Dienstag, 11. August, 22.00 Uhr

Weitere Reisewarnungen für Spanische Gebiete
Das Auswärtige Amt hat am Abend die Reisewarnung für Spanien erweitert. Jetzt wird auch „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen“ nach Madrid und ins Baskenland gewarnt. Vorher hat die Warnung nur für die Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gegolten.

Dienstag, 11. August, 20.50 Uhr

Entsetzen und große Sorge: Debatte über Alkoholverbot für Kneipen

Trotz der Coronavirus-Pandemie nutzen viele junge Menschen die warmen nachte zum Ausgehen, Trinken und Feiern. Abstandsregeln und Maskenpflicht werden bei erhöhtem Alkoholkonsum zunehmend vernachlässigt. Nun steht in einem Bundesland die Frage nach Einschränkungen für den Alkoholverkauf aus.

Dienstag, 11. August, 19.20 Uhr

Impfstoffzulassung: Paul-Ehrlich-Institut warnt vor Eile

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) warnte als Reaktion auf die erste Zulassung eines Impfstoffes gegen Corona erneut vor zu großer Eile bei dem Zulassungsverfahren gewarnt. „Aus Sicht des Paul-Ehrlich-Institutes ist es auch in der aktuellen Pandemiesituation zwingend erforderlich, dass alle Prüfungen und Bewertungen mit der gleichen Sorgfalt erfolgen wie bei anderen Impfstoffen“, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek in einem Statement auf YouTube. In Russland seien geringe Transparenz und nach bisherigen Informationen auch fehlende Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus klinischen Prüfungen an mehreren Tausend Probanden zu bemängeln. Die Zulassung sei daher mit Vorsicht zu betrachten, so Cichutek.

Dienstag, 11. August, 17.47 Uhr

Zustimmung für Maskenpflicht wieder gestiegen

Ein Großteil der Deutschen geben der Corona-Pandemie weiterhin eine hohe Bedeutung. Das legt eine Zwischenbilanz des seit Ende März in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Corona-Monitors des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nahe. Die wiederkehrende Umfrage dokumentiert seit mittlerweile 20 Wochen, wie die Bevölkerung das Ausbruchsgeschehen einschätzt.

Während die Maskenpflicht direkt nach der Einführung im April noch eine hohe Akzeptanzrate von 86 Prozent aufwies, ist dieser Wert im Mai auf bis zu 73 Prozent gesunken. Doch seither ist die Akzeptanz wieder deutlich angestiegen: Aktuell stufen 92 Prozent die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes als angemessen ein, berichtete die Tagesschau.

Gelockerten Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus wurden in der aktuellen Umfrage von 80 Prozent der Befragten als angemessen eingestuft. Die schärferen Kontaktbeschränkungen zu Beginn der Pandemie waren sogar von 92 Prozent als angemessen empfunden worden.

Dienstag, 11. August, 16.14 Uhr
Ministerium empfiehlt zum Schulstart „Maskenpausen“

Direkt zum Schulstart unter den belastenden Corona- und Hitzebedingunen in NRW hat das Schulministerium die Schulen dazu aufgefordert, sogenannte „Maskenpausen“ zu gewähren. Wie genau es den Schülern dabei ermöglicht werden solle, den Mund-Nasen-Schutz zeitweise abzunehmen, können Schulen jedoch selbst entscheiden, sagte Schulstaatssekretär Mathias Richter am Dienstag.

Ein Bußgeld für das Nicht-Befolgen der Maskenregelungen, ähnlich wie in Bussen oder Bahnen, wird es in Schulen nicht geben. Die Schulleitungen könnten aber „erzieherische Maßnahmen“ bei Schülern ergreifen, die sich bewusst oder sogar provokativ nicht an die Vorgaben des Infektionsschutzes hielten. „Letztlich kann es dazu führen, dass es nach Hause geht“, sagte Richter.

Dienstag, 11. August, 12.55 Uhr

Kinomittelstand bangt um Existenz

Die mittelständischen Kinos in Deutschland bangen wegen Corona um ihre wirtschaftliche Zukunft. "Ohne staatliche Finanzhilfen kann ein großer Teil der deutschen Filmtheater die aktuelle Krise nicht überleben", teilten die Kinobetreiber am Dienstag mit.

Durch die Schließung der Kinos Mitte März und die nur zögerliche Wiedereröffnung seit Mitte Mai verzeichneten alle Kinobetreiber massive Umsatzeinbrüche und befänden sich in einer teils dramatischen Liquiditätssituation.

Dienstag, 11. August, 11.44 Uhr

Bahn gegen Reservierungspflicht

Die Deutsche Bahn will - trotz der Corona-Pandemie - keine Reservierungspflicht in Zügen einführen. Konzernsprecher Achim Stauß sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, für die Bahn sei das keine Option, weil eine Pflicht zu reservieren mit vielen Einschränkungen verbunden sei - etwa für kurz entschlossene Kunden. Man wolle weiter spontanes Bahnfahren ermöglichen. Aus der Politik waren Forderungen nach einer Pflichtreservierung gekommen, um Reisende besser vor Corona zu schützen.

Dienstag, 11. August, 10.43 Uhr

Vorverkauf für Großkonzert in Düsseldorf startet - Laschet kritisiert OB
Für das in Düsseldorf geplante Konzert mit 13 000 Zuschauern hat am Dienstagvormittag der Vorverkauf begonnen. Der entsprechende Ticket-Shop für das Event „Give Live A Chance“, bei dem unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor auftreten sollen, wurde online freigeschaltet. Das Konzert soll am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden. Eine Entscheidung der Landesregierung über ein eventuelles Verbot wird für den heutigen Dienstag erwartet. NRW-Ministerpräsident Laschet wirft dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel Profilierungsversuche vor.

Dienstag, 11. August, 10.09 Uhr
Keine neuen Lockerungen für NRW
In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW, wird es laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) „keine weiteren Öffnungen geben“. Er appellierte an alle Reiserückkehrer, sich „zeitnah“ testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.


Dienstag, 11. August, 9.45 Uhr

Umfrage: Im Gastgewerbe sehen 60 Prozent ihre Existenz bedroht
Etwa 60 Prozent der Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland sehen die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers, über die die „Bild“-Zeitung (Dienstag) berichtete.

Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


Dienstag, 11. August, 7.55 Uhr

Robert Koch-Institut meldet 966 Corona-Neuinfektionen bundesweit

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder.

Der R-Wert liegt damit leicht über 1 (1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.


Dienstag, 11. August, 6.48 Uhr

Seuchenbehörde warnt vor Wiederaufleben von Coronavirus in Europa

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt in vielen Ländern Europas wieder zu. Das liegt zum einen an der Zunahme von Tests, zum anderen aber auch an der Lockerung von Corona-Maßnahmen - zu diesem Schluss kommt das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in ihrer jüngsten Risikobewertung.


Dienstag, 11. August, 5.35 Uhr

NRW-Regierung berät neue Corona-Verordnung - mit Masken-Bußgeld
Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag (10.00 Uhr) einen Entwurf für die neue Coronaschutz-Verordnung. Sie soll nach Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auch einen Passus enthalten, der bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro vorsieht. Die bisher gültige Verordnung läuft um Mitternacht aus. Die neue - samt Masken-Bußgeld - würde ab Mittwoch in Kraft treten. Wüst hatte vergangene Woche gesagt, man wolle „keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln.“ Daher: „Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen.

Montag, 10. August, 20.54 Uhr

Angesichts der Maskenregelung: NRW lockert Hitzefrei
Wegen der dauerhaft hohen Temperaturen lockert Nordrhein-Westfalen die Hitzefrei-Regelungen für Oberstufen-Schüler. Ab Mittwoch gilt: Der Unterricht kann von der Schulleitung abgesagt werden, wenn die Temperatur in den Räumen auf mehr als 27 Grad steigt. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher dem WDR, nachdem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ zuerst über das Thema berichtet hatte. An der Maskenpflicht im Schulunterricht hält die Landesregierung fest.

Montag, 10. August, 18.52 Uhr

„Geisterspiele“ bis mindestens Ende Oktober möglich

Aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder hat der Fanbetrieb in Fußballstadien derzeit keine hohe Priorität, verlautete aus Teilnehmerkreisen nach einer Besprechung der Gesundheitsministerkonferenz.

Demnach sei das Konzept der Deutschen Fußball Liga grundsätzlich als gut angesehen gewesen. Aus Sicht der großen Mehrheit der Ressortchefs wäre eine Umsetzung aktuell ein falsches Signal. Zuschauer in den Stadien seien zunächst nicht vor dem 31. Oktober wieder vorstellbar, heißt es aus einem Bericht der Tagesschau. „Gesundheitspolitisch befürworten wir zurzeit zumindest bis zum 31. Oktober die Öffnung der Stadien nicht. Danach kann man noch mal aufgrund der Lage miteinander diskutieren.“

Montag, 10. August, 18.12 Uhr

150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer wird konkret
Die nordrhein-westfälische Landesregierung berät am Dienstag (11. August) über die neue Coronaschutz-Verordnung. Sie soll nach Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst auch einen Passus enthalten, der bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro vorsieht. Die Verordnung könnte bereits Mittwoch in Kraft treten. Man hoffe, mit dem Bußgeld eine abschreckende Wirkung zu erzielen, erläuterte ein Ministeriumssprecher.

Montag, 10. August, 15.32 Uhr

Söder kritisiert Konzertveranstalter: „Katastrophale Signalwirkung“

Nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben geplante Großkonzerte wie das mit Bryan Adams und Sarah Connor in Düsseldorf eine „katastrophale Signalwirkung“ im Corona-Kampf. „Ich möchte darauf hinweisen, dass ich das Zulassen von Konzerten mit 13.000 Leuten für absolut nicht vertretbar halte. Bitte sehr herzlich, dass man das nochmal überdenkt. Das ist eine katastrophale Signalwirkung für das ganze Land“, sagte Söder am Montag in Nürnberg.

Montag, 10. August, 14.25 Uhr

Wegen infizierte Erzieherin: 60 Kinder im Kreis Wesel in Quarantäne

Wegen einer Corona-infizierten Erzieherin sind in Kamp-Lintfort im Kreis Wesel rund 60 Kinder in Quarantäne geschickt worden. Der Betrieb in den übrigen Gruppen der Kindertageseinrichtung laufe aber regulär weiter, teilte der Kreis am Montag mit. Die Kita bestehe aus fünf Gruppen, die zuletzt räumlich voneinander getrennt waren. Die nun positiv auf das Coronavirus getestete Erzieherin hatte Kinder aus zwei Gruppen betreut. Diesen empfehle das Gesundheitsamt zusätzlich zur Isolation eine Untersuchung beim Kinderarzt und gegebenenfalls einen Coronatest. Auch die Kolleginnen mit Kontakt zur Infizierten werden getestet und sind in Quarantäne.

Montag, 10. August, 13.41 Uhr

Corona-Testpflicht: Fast 3000 Abstriche am Düsseldorfer Airport

In Nordrhein-Westfalens größtem Airport sind am Wochenende in Düsseldorf fast 3000 Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse sollen bis Mittwoch vorliegen, berichtete ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am Montag. Mit Inkrafttreten der Corona-Pflichttests hatten am Samstag und Sonntag 2964 ankommende Passagiere das Angebot wahrgenommen, sich direkt im Sicherheitsbereich des Airports testen zu lassen. Am letzten Ferienwochenende erfolgten in Düsseldorf rund 60 Landungen aus Risikogebieten. Der Großteil der Rückkehrer sei aus der Türkei gekommen, hatte ein Flughafensprecher am Sonntag gesagt.

Montag, 10. August, 12.18 Uhr

Studie: Analyse von Corona-Proben bei Tönnies-Ausbruch

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Schlachthof Tönnies sollen bis zu 2000 Proben von Infizierten im Kreis Gütersloh für eine Studie erneut unter die Lupe genommen werden. Unter anderem wollen die Wissenschaftler durch eine Bestimmung der Genomsequenzen, einer Art Fingerabdruck des Virus, mehr über die Infektionsketten und den Ursprung des Ausbruchs herausfinden, wie der Kreis Gütersloh und der Studienkoordinator mitteilten. An der Studie wirken auch Experten der Unikliniken Bonn und Düsseldorf mit.


Montag, 10. August, 11.04 Uhr

Schützen Nanosilbermasken besser vor dem Coronavirus?

Als “die beliebteste Schutzmaske Deutschlands” beschreibt der Händler selbst sein Produkt, die “Nano-Silber-Mund-Nasen-Maske”. Auf seiner Website bietet er gleich mehrere Modelle von Atemschutzmasken zum Verkauf an, deren Fasern Nanosilberpartikel enthalten. Auch viele Apotheken haben Atemmasken mit Nanosilber im Sortiment. Gekauft werden sie offenbar von Kunden, die sich davon einen besseren Schutz vor dem Coronavirus erhoffen. Belege dafür fehlen. Gleichzeitig warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Es sei nicht auszuschließen, dass das Nanosilber selbst die Gesundheit gefährde.


Montag, 10. August, 9.55 Uhr

Urlaub in Deutschland liegt in diesem Corona-Sommer voll im Trend

Volle Strände an Nord- und Ostsee, Hochbetrieb in den Voralpen: Trotz des Sommerreisebooms in vielen Urlaubsregionen kann der Deutschland-Tourismus die Einbrüche durch die Corona-Krise nach Einschätzung der Branche nicht aufholen. „Von einem Boom im Deutschland-Tourismus wird man in diesem Jahr unter dem Strich kaum sprechen können. Dazu waren die Verluste während des Lockdowns zu groß“, sagte Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Aktuell müssen Urlauber in besonders beliebten Regionen für Übernachtungen tiefer in die Tasche greifen.


Montag, 10. August, 8.45 Uhr

Fan-Rückkehr in Stadien: Gefahr von Massenansteckungen real

Der Ärzteverband Marburger Bund hat vor einer Fan-Rückkehr in die Stadien der Fußball-Bundesliga gewarnt. „Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real. Wenn wir Pech haben, sitzt ein Superspreader unter den Fans, und das Virus breitet sich wie ein Lauffeuer aus“, sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Die Hygiene-Oberärztin bekräftigte vor den Beratungen der Gesundheitsminister der Länder über eine Zuschauer-Teilzulassung in Fußball-Stadien mit Corona-Schutzauflagen ihre Bedenken: „Das ist ja das Tückische an Covid-19: Jemand kann überhaupt noch keine Beschwerden haben, aber trotzdem steckt sein Rachen schon voller Viren. Und wenn dann geschrien und gejubelt wird, kann es blitzschnell gehen.“

Montag, 10. August, 7.51 Uhr
CDU-Politiker schlägt Anzeigepflicht für Reise ins Risikogebiet vor

Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. „Bei Reisen in Risikogebiete sollten wir darüber nachdenken, ob wir eine vorherige Anzeigepflicht einführen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Montag). „Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde.“

Montag, 10. August, 7.05 Uhr

Maskenpflicht: Städte fordern großzügige Hitzefrei-Regelung an Schulen

Der NRW-Städtetag unterstützt grundsätzlich die Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber praxistaugliche Erleichterungen. „An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitze-Freie-Entscheidungen“, sagte der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Auch die Landesschülervertretung fordert, dass Hitzefrei in Zeiten coronabedingter Maskenpflicht nun auch für Oberstufenschüler gelten müsste. Die Hitze setze schließlich nicht nur Schülern der Sekundarstufe I zu, argumentieren sie.


Montag, 10. August, 5.32 Uhr

Erste Corona-Impfstoffe wohl schon Ende des Jahres oder Anfang 2021

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Professor Klaus Cichutek, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass schon bald mehrere Impfstoffe gegen das neue Coronavirus zur Verfügung stehen werden. „Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv“, sagte Cichutek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Sonntag, 9. August, 20.47 Uhr

Einer von 100 getesteten Risiko-Reisenden hat Corona
Ersten Ergebnissen des Testzentrums am Frankfurter Flughafen zufolge ist rund einer von 100 getesteten Reisen mit Corona infiziert. Das zeigen Zahlen des Deutschen Roten Kreuzes nach dem Start der Testpflicht am Samstag. Es hätten sich von 2500 Einreisenden aus Risikoländern ungefähr 1880 am Flughafen testen lassen.

Sonntag, 9. August, 19.37 Uhr

Laschet gegen zweiten Corona-Lockdown - Keine „Angstszenarien“
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne „nicht die Lösung“ sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg.

„Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen.“ Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an. Laschet bewirbt sich im Dezember für den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit auch als potenzieller Kanzlerkandidat.

Sonntag, 9. August, 18.11 Uhr
Rund 2800 Menschen bei der Corona-Demonstration in Dortmund
Am Sonntag kamen in der Innenstadt von Dortmund gut 2800 Demonstranten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen zusammen. Die Veranstaltung war von der Organisation „Querdenken-231“ angemeldet worden. Sicherheitsabstände wurden offenbar weitgehend eingehalten, Schutzmasken aber nicht getragen, berichtet die Polizei.

Jetzt lesen

Sonntag, 9. August, 16.24 Uhr

Fan-Rückkehr in die Stadien? Ärzteverband kritisch
Vergangenen Dienstag wurde von der Deutschen Fußball Liga ein Konzept für den Fall einer Fan-Rückkehr beschlossen. Allerdings könnte das für den Ärzteverband Marburger Bund im Rahmen der Corona-Pandemie zu Problemen führen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Pläne begrüßt, pocht aber auf passgenaue Lösungen für jedes Stadion. Am Montag (10. August) soll weiter über die geplanten DFL-Maßnahmen beraten werden. Spahn machte sich jedoch wenig Hoffnung. Man könne nicht zehntausende Tests machen, um Zuschauer in Stadien zu ermöglichen. „Im Moment sei nicht die Zeit dafür.“ Testkapazitäten würden vor allem zunächst im Gesundheitswesen gebraucht.

Sonntag, 9. August, 14.40 Uhr

Nur die Hälfte der Urlauber macht Test am Flughafen
Am Flughafen Köln/Bonn wurde eine erste Bilanz der Corona-Testpflicht gezogen. Seit Samstag (8. August) müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten auf das Virus testen lassen. Etwas mehr als die Hälfte der Rückkehrer hat den Test direkt am Flughafen gemacht.

Reiserückkehrer, die sich nicht im Corona-Testzentrum testen lassen, müssen das innerhalb von drei Tagen nachholen. Bis dahin gilt die Quarantäne-Pflicht. Die Einhaltung der Quarantäne soll kontrolliert und bei Verstößen mit empfindlichen Strafen geahndet werden.

Sonntag, 9. August, 13.48 Uhr
48 Klagen von Schutzmaskenlieferanten gegen Bundesregierung

Bei der Beschaffung von knapp sechs Milliarden Schutzmasken in der Corona-Pandemie drohen der Bundesregierung einem Bericht zufolge Rückzahlungsforderungen in dreistelliger Millionenhöhe. 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium nicht oder nur teilweise für gelieferte Ware bezahlt worden seien, hätten bisher Zivilklagen am zuständigen Bonner Landgericht eingereicht, berichtete die „Welt am Sonntag“.

Rund 100 weitere Lieferanten bereiten nach Informationen der „WamS“ mit Hilfe von Anwälten ein abgestimmtes juristisches Vorgehen vor. Insgesamt wollen die betroffenen Unternehmen demnach ausstehende Zahlungen in Höhe von etwa 400 Millionen Euro einfordern.


Sonntag, 9. August, 12.44 Uhr

Altmaier: Zielgenauere Maßnahmen statt Rundumschläge gegen Corona

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts von steigenden Corona-Infektionszahlen eine Überprüfung der bisherigen Maßnahmen gefordert. „Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Nach einem halben Jahr Erfahrung mit dem Virus brauchen wir eine medizinische Einordnung dessen, was falsch gelaufen ist und geändert werden muss.“ Der Anstieg der Neuinfektionen auf deutlich über 1000 pro Tag sei alarmierend.

Sonntag, 9. August, 11.47 Uhr

Corona-Infektionen in Deutschland gesunken
Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1.000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand 09.08.2020, 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit - im Vergleich zu den Werten der Vortage - etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Am Samstag waren 1.122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Sonntag, 9. August, 10.44 Uhr

Sarah Connor verteidigt umstrittenes Konzert in Düsseldorf

Das geplante Großkonzert in Düsseldorf mit Stars wie Bryan Adams und Sarah Connor vor 13.000 Zuschauern soll nur stattfinden, wenn die Corona-Infektionszahlen das erlauben. Popstar Connor zeigte Verständnis für Bedenken gegen das Großkonzert, verteidigte das geplante Event aber gleichzeitig: Ihre Branche habe in den letzten Monaten “extrem gelitten”. Es gehe ihr bei dem Konzert nicht um “Party machen”, sondern Jobs.

Sonntag, 9. August, 9.36 Uhr

Schausteller fordern vom Land: Kirmessen wieder öffnen
Schausteller aus Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierung aufgefordert, nach monatelangem coronabedingtem Verbot wieder Jahrmärkte zu erlauben. „Die Kirmessen müssen wieder aufmachen“, sagte Burkhardt Unrau vom Schaustellerverein Bergisch Gladbach bei einem Treffen mit NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Die Märkte könnten „mit Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Saufgelage“ stattfinden.

Sonntag, 9. August, 8.56 Uhr

Große Corona-Demo in Dortmund bei 35 Grad
Von 15 bis 20 Uhr will die Gruppe „Querdenken 231“ ein „Demo-Festival für Frieden und Freiheit“ auf dem Hansaplatz in Dortmund abhalten, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Bis zu 1.500 Teilnehmer werden erwartet – unter ihnen sollen auch viele Verschwörungsideologen und Corona-Leugner sein, die die Gefahr der Pandemie herunterspielen.

Sonntag, 9. August, 7.31 Uhr

Volle Strände an Nord- und Ostsee - Badeorte raten von Anreise ab
Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins haben viele Kur- und Badeorte am Samstagmittag dringend von weiteren Anreisen abgeraten. Gerade an der Ostsee seien bereits mittags viele Strände an ihrer maximalen Kapazität angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit.

In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll gewesen. Scharbeutz' Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) riet dringend von einer Anreise ab. Die Strandampel auf der Website strandticker.de stand vielerorts auf rot. An der Nordsee war es vor allem in St. Peter-Ording eng - allerdings nicht wegen voller Strände: Vielmehr seien verstopfte Zufahrten das Problem, teilte die Tourismusdirektion mit.


SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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