Ursula von der Leyen zu Coronavirus: „Wir haben das Virus unterschätzt“

EU

Die Politik greift weltweit zu immer rigoroseren Maßnahmen, um die Coronavirus-Ausbreitung einzudämmen. So haben sich etwa die EU-Staaten auf eine Einreisesperre für Nicht-EU-Bürger geeinigt.

Berlin

18.03.2020, 10:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass die Politik das Coronavirus unterschätzt hat.

Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass die Politik das Coronavirus unterschätzt hat. © picture alliance/dpa

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. „Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt“, sagte sie in der Sendung „Bild live“, die in der Nacht zu Mittwoch veröffentlicht wurde.

Aber inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. „All diese Maßnahmen, die sich für unsere Ohren noch vor vierzehn Tagen oder drei Wochen drastisch, drakonisch angehört haben - wir haben verstanden, dass das jetzt sein muss.“ Das sei sehr schwer. „Aber ich glaube, die Bevölkerung macht da gut mit.“

Das Coronavirus sei ein unheimlicher Gegner

Von der Leyen sagte über die Vorgehensweise des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der den Kampf gegen das Virus als Krieg bezeichnet hatte: „Ich persönlich würde das Wort Krieg nicht nutzen, aber ich verstehe die Motivation des französischen Präsidenten.“ Denn das Coronavirus sei ein unheimlicher Gegner.

„Wir sehen es nicht, es hat keine Farbe, es schmeckt nicht. Wir merken aber, dass es sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet. Wir wissen auch nicht, wie hart es den einzelnen Menschen betrifft.“ Es gebe Menschen, die überhaupt keine Symptome hätten, andere milde, dann schwere. Und es gebe Menschen, die innerhalb kurzer Zeit stürben.

RND

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