Czierpka plädiert für sechs bis acht Bezirke

Stellungnahme

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka sieht die Entscheidung des Rates, die Stadtbezirke Eving und Huckarde aufzulösen, kritisch. Seiner Meinung nach hätte eine Neustrukturierung anders aussehen müssen.

BRACKEL

28.11.2011, 06:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Czierpka plädiert für sechs bis acht Bezirke

Die Diskussion um die Verwaltungsstellen war nach Czierpkas Ansicht von Anfang an völlig überflüssig: „Die Existenz einer Bezirksvertretung hat überhaupt nichts zu tun mit dem Serviceangebot der Stadtverwaltung, das ist nur heute miteinander verbunden, weil es praktisch ist. Die Verwaltung hat von Anfang an betont, dass ihre Filialen in den Außenbezirken auch ohne eine Bezirksvertretung vor Ort weiter bestehen bleiben. Und man muss sie in Zukunft sogar ausbauen, denn der reißerische Bericht einer Seniorengruppe auf dem Weg zur nächsten Verwaltungsstelle ist doch schon heute Realität: Versuche mal jemand, aus den Randbezirken von Wickede mit Rollstuhl oder Rollator per öffentlichem Nahverkehr in die Verwaltungsstelle nach Brackel zu kommen – schon heute schweißtreibend und kräftezehrend.“

Völlig aus den Augen verloren wurden laut Czierpka andere Sparzwänge: „So soll es künftig keine Stellvertretung mehr für die Verwaltungsstellenleiter geben, kränkelt der Gute, steht den Politikern kein gleichwertiger Ersatz zur Seite, niemand, der den Stand aller Projekte kennt. Bei weniger Bezirken müsste man auf der personellen Seite keine derartigen Einschnitte machen, aber in Dortmund geht anscheinend Quantität vor Qualität: Sechs, maximal acht Bezirke, optimal arbeitsfähig, weil personell von der Verwaltung gut unterstützt – das würde Geld sparen und den Bürgerinteressen vor Ort mehr Gewicht geben.“

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