Darum diskutieren Bewohner des Hörder Zentrums seit Monaten übers Parken

Zu wenig Platz, zu viele Autos

Das Hörder Zentrum wächst. Das ist so gewollt. Mit jedem Neubau rollen mehr Autos durch das enge Straßennetz. Die Themen Verkehr und Parkplätze sind virulent. Zuletzt hat sich das an den Straßen Nagelschmiedegasse und Wallrabenhof gezeigt. Hier gibt es große Parkprobleme. Die Nachbarschaft rückt zusammen.

HÖRDE

, 21.04.2017, 02:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Darum diskutieren Bewohner des Hörder Zentrums seit Monaten übers Parken

Die Straße Wallrabenhof im Hörder Zentrum. Hier beklagen viele Anwohner seit Monaten, den zunehmenden Verkehr und viele Falschparker.

Am Ende kommt hier zwischen Alfred-Trappen-Straße vieles zusammen, was die Verkehrsdebatten in Hörde seit einigen Jahren prägt. Bedingt durch die wiederkehrende Baustellensituation rund um den Media-Markt und die Faßstraße, hat sich in diesem Teil des Zentrums einiges verändert.

„Während der Media-Markt-Baustelle haben hier viele abgekürzt“, sagt Rolf Martin von der Hörder Stadtteilagentur. Anwohner hatten sich im Januar an die Agentur gewandt, weil sie genug vom Parksuchverkehr und dem ungeordneten Parken hatten. Trotz Anwohner-Parkausweis fanden sie keinen Platz für ihr Auto. Teilweise sei die Müllabfuhr nicht durchgekommen, weil die Straße zugeparkt war.

Konstruktive Treffen

Verwirrung gab es auch um eine Ladezone eines mittlerweile geschlossenen Betriebs. Wer dort (falsch) parkt, blieb in der Vergangenheit unbestraft. Anwohner, deren Parkschein nur kurz überzogen war, bekamen ein Knöllchen. Das erste Treffen mit Vertretern der städtischen Verkehrs- und Ordnungsbehörde brachte gleich Bewegung in die Lage. Im Februar sprachen vier Bewohner von Wallrabenhof und Nagelschmiedegasse in der Bezirksvertretung Hörde vor. Das Stadtteil-Gremium gab die Wünsche in einem offiziellen Prüfauftrag an die Verwaltung weiter. Dieser läuft noch.

Eine entscheidende Frage ist, ob die Einbahnstraßenrichtung für die Alfred-Trappen-Straße geändert werden kann. Sie wäre dann von der Seekante aus nicht mehr befahrbar. Außerdem wird geprüft, ob Wallrabenhof und Nagelschmiedegasse als Anliegerstraßen ausgewiesen werden können. Ein weiteres Treffen gab es im März. Erste kleinere Schritte sind bereits umgesetzt worden, etwa neue Parkplatz-Markierungen auf dem Asphalt.

In rund vier Wochen wollen sich Nachbarn, Stadtteilagentur und Stadt Dortmund noch einmal zusammensetzen. Dann geht es vor allem um die Frage, wie sich die Situation seit der Eröffnung des Media-Markts Ende März entwickelt hat. Anwohner hatten mehrfach die Befürchtung geäußert, dass sich der Parksuchverkehr und das Falschparken durch die erwarteten Kunden noch verschlimmern könnten. Für eine fundierte Einschätzung hierzu, ist seit der Eröffnung noch nicht genug Zeit vergangen. Im Kern sind es laut Rolf Martin zwölf Hörder, die sich für das Thema einsetzen. „Es tut der Nachbarschaft gut“, sagt Martin. Gerade in Innenstadt-Zonen sei Parkraum ein Thema, das viele dazu anregt, aktiv zu werden.

Rolf Martin sagt: „Es zeigt sich das, was an vielen Stellen in Hörde passiert: Die Leute quetschen sich gerne, um bis kurz vor den City-Eingang zu kommen, anstatt zu laufen.“ Dafür verantwortlich, so die Recherchen der Betroffenen, seien in der Regel nicht auswärtige Gäste sondern vielfach Hörder.

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