Darum durfte auf einer Straße in Holzen gerast werden

Am Stucken

Das Ende einer Rennstrecke in Holzen: Für 500 Meter auf den Straßen Am Stucken und Feldmark fehlte lange eine Beschilderung für Tempo 50. Jetzt hat das Tiefbauamt reagiert und die entsprechenden Schilder angebracht. Wir erklären, warum dort bisher 100 km/h gefahren werden durften.

Holzen

, 02.08.2017 / Lesedauer: 2 min
Darum durfte auf einer Straße in Holzen gerast werden

Nachgerüstet wurde dieses Tempo-50-Schild auf dem Teilstück Feldmark/Am Stucken in Holzen.

Gut 500 Meter auf den Straßen Am Stucken und der Feldmark in Holzen waren lange Zeit eine geschwindigkeitstechnische Grauzone. Aufgrund von fehlenden Ortseingangschildern hätten Verkehrsteilnehmer auf dem Teilstück zwischen Schwerter Kirchweg und dem Ortseingangsschild Holzen 100 km/h fahren können.

Raserei vor allem an den Wochenenden

Das ist jetzt, zumindest laut Straßenverkehrsordnung, nicht mehr möglich. Mitarbeiter des Tiefbauamtes haben das Teilstück mit Tempo-50-Schildern versehen. Und diese scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Laut Anwohner Ferdinand Ziese haben in der Vergangenheit in dem beschriebenen Bereich immer wieder junge Leute mit ihren Autos versucht, auf Geschwindigkeit zu kommen. Vor allem an Wochenenden sei das der Fall gewesen.

Seit nun seit gut zwei Wochen die Beschilderung angebracht sei, wäre das seines Wissens nicht mehr der Fall. „Jetzt sollte die Polizei aber einmal abends im Bereich der Kreisstraße an der Einfahrt zu den Schulen kontrollieren“, sagt Ziese. Hierhin hätten sich die „Rennen“ jetzt verlagert.

Was den Bereich Am Stucken angeht, stellte sich auch Michael Depenbrock, Vorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung in Hörde die Frage, ob es wohl im Stadtbezirk noch weitere Straßen gibt, auf denen die Geschwindigkeitsregelung nicht eindeutig geklärt ist.

Mitarbeiter des Tiefbauamtes überprüfen Straßen regelmäßig

Eine entsprechende Anfrage ist auch an die Stadt Dortmund gegangen. „Es ist davon auszugehen, dass es sich bei der ehemals fehlenden Beschilderung in der Straße Am Stucken um einen Einzelfall handelt“, sagt Stadtpressesprecherin Heike Thelen.

Zudem überprüften Mitarbeiter des Tiefbauamtes regelmäßig den Verkehrsraum und den Zustand der Beschilderung. „Sobald auffällt, dass Beschilderungen offensichtlich fehlen, ersetzt beziehungsweise errichtet das Tiefbauamt fehlende Verkehrszeichen“, sagt Heike Thelen. Falls es aber doch einmal zu Unklarheiten kommt, können sich die Bürger an das Tiefbauamt wenden. „Das Tiefbauamt geht sämtlichen Hinweisen Dritter unverzüglich nach und überprüft entsprechende Situationen“, so Thelen.

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