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Darum stockt der soziale Wohnungsbau am Phoenix-See

Langes Warten auf günstige Wohnungen

Der öffentlich geförderte Wohnungsbau am Phoenix-See lässt auf sich warten. 2013 war das Thema die am heißesten diskutierte politische Debatte, jetzt ist sie wieder erkaltet. Statt Anfang des Jahres die ersten Wohnungen zu vermieten, hat sich in der Sache nichts Sichtbares getan. Doch das soll sich jetzt ändern.

Hörde

, 03.08.2015
Darum stockt der soziale Wohnungsbau am Phoenix-See

Abendstimmung am Phoenix-See. Am Rande des Areals sollen Sozialwohnungen entstehen

Das Hammer Unternehmen Wilczek Immobilien, das Ende 2013 den Zuschlag für die öffentlich geförderten Wohnungen erhalten hatte, rechnet in der nächsten Woche mit der Erteilung der Baugenehmigung. "Baustart könnte dann im September oder Oktober sein. Aber exakt planen kann man das erst, wenn die Genehmigung vorliegt und alle Bauunternehmen endgültig beauftragt werden können", sagt Antonius Mertin von der Firma Wilczek.

Ursprüngliche Pläne stimmen nicht mehr

Der große zeitliche Verzug habe laut Mertins "ingenieurtechnische Gründe". Bedeutet: Auf dem 3700 Quadratmeter großen Areal an der Schüruferstraße am Rande des Sees hat sich vieles nicht so dargestellt, wie es in der ursprünglichen Planung vermutet worden war.

So war etwa das Gefälle größer als angenommen. Was wiederum Folgen für die Planung der Entwässerung hatte. Manches, was anfangs optisch möglich scheine, lasse sich nicht immer wie gewünscht umsetzen, so Antonius Mertin. "Auf die Größe und die Anzahl der Wohnungen hat das aber keinen Einfluss."

Vier Wohnungen für Familien mit Kindern

Weiterhin sind 29 Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 52 und 97 Quadratmetern vorgesehen – 25 speziell für Senioren, vier für Familien mit Kindern. Der Quadratmeterpreis wird bei 5,10 Euro liegen.

Das Bauprojekt wird vom Land NRW mit 2,6 Millionen Euro gefördert. Die Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft hatte das Grundstück an der Schüruferstraße zu einem verringerten Preis zur Verfügung gestellt, um öffentlich geförderten Wohnungsbau zu ermöglichen.

Vorangegangen war vor zwei Jahren eine umfängliche politische Debatte. Besonders die SPD machte den sozialen Wohnungsbau am See zu einem ihrer Hauptthemen. Denn ursprünglich waren günstige Wohnungen am See festgeschrieben worden. Anfang 2013 war die Verwaltung von diesem Plan wieder abgerückt. Weil die Grundstückspreise mittlerweile so hoch waren, dass sich der öffentlich geförderte Wohnungsbau nicht mehr lohnen würde.

Verwaltung änderte zähneknirschend Bebauungsplan

Daraufhin intervenierte die Bezirksvertretung Hörde. Die Vermarktung der Grundstücke am Südufer wurde gestoppt, bis eine Entscheidung gefallen war.

Die Verwaltung sagte im Februar 2013 eine Veränderung des Bebauungsplans zu – zähneknirschend, aber sich dem politischen Druck beugend. Neben dem öffentlich geförderten Wohnungsbau wurde auch eine höhere Anzahl von Reihenhäusern am Südufer festgeschrieben.

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