Das "A-Team": Großes Spektakel mit alten Helden

Im Kino

Generalüberholt, frisches Personal, Umdrehungen erhöht, Technik aktualisiert: Die Leinwandversion von "Das A-Team" schließt auf zur Kino-Moderne, geprägt von Tempo und spektakulärer Action.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 10.08.2010, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viel Action bietet die Verfilmung der 80er Jahre-Serie "A-Team".

Viel Action bietet die Verfilmung der 80er Jahre-Serie "A-Team".

Liam Neeson gibt den Leitwolf, Hannibal sein Kampfname. Im Prolog rettet er seinem Spezi "Face" (Bradley Cooper aus "Hangover") den Kopf, als ihn Mexikaner in Autoreifen grillen wollen. Zufällig brettert B.A. Baracus (der mit der Frisur: Quinton Jackson) durch die Wüste und stößt zum Team. Mit einem Teufelsflieger (Sharlto Copley, "District 9") ist die Riege komplett. Jessica Biel, in der Rolle eines taffen Captains, fungiert als erotisierende Zugabe. Schürzenjäger Face kennt sie von früher. Früher, als die Welt noch in Ordnung war, und das A-Team nicht hinter Gittern. In Schande aus der Armee verstoßen, brummen die Jungs eine Strafe ab. Sie sollen Druckplatten zur Herstellung von Dollarnoten beiseite geschafft haben. Natürlich ist das "A-Team" unschuldig, selbstverständlich flieht es aus dem Knast, um die ramponierte Ehre zu retten...

Die Jagd nach den wahren Schurken artet in einen Budenzauber aus, der sich sehen lassen kann. Flucht in einer Hercules, Sinkflug im Panzer. Sturm auf eine Frankfurter Bank, logistisch perfekt vorbereitet. High Tech-Bastelgenies sind die Herren nämlich auch. Tonsetzer Alan Silvestri geht klotzig lärmend zu Werk. Regisseur Joe Carnahan, bekannt für den Guy Ritchie-Stakkatostil in "Smokin' Aces", weiß, wie rasante Action sich anzufühlen hat. Komik der halbcoolen Sorte ist eingestreut, zum Glück so lapidar, dass der Film nicht in Hanswurstelei erstickt. Alles andere als innovativ, mit kleinen Längen, doch im Feld der Popcorn-Unterhaltung eine wohlgeratene Pflanze.

Lesen Sie jetzt