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Das "Badalona" bringt Spanien an den Südring

Neue Partyreihe

Seit einiger Zeit schmückt eine etwas andere Bar den Südring, Ecke Brüderstraße. Betritt man das "Badalona", ist es, als wäre man in Spanien: Das Interieur ist stylisch, die Küche nimmt einen Großteil des Raumes ein. Es wird offen gekocht und es gibt Cava, spanischen Schaumwein. Nun startet hier auch eine neue Partyreihe.

BOCHUM

von Von Laura Waßermann

, 14.03.2013 / Lesedauer: 3 min
Das "Badalona" bringt Spanien an den Südring

Das Badalona bringt spanisches Flair an den Südring.

Das Besondere am spanischen Schaumwein: er schmeckt fast wie Champagner. Ist aber weitaus günstiger. Ein Glas Cava kostet im Badalona 2,50 Euro. Auch deshalb ist das Getränk in Spanien so beliebt. Jens Schumann hat die „Badalona Bar“, so heißt sie richtig, im Juli 2012 eröffnet. Inspiration fand er in Barcelona. In einer kleinen Champagneria, die sich quasi direkt am Hafen befindet. Einmal dort gewesen, musste er jedes Mal, wenn er in der Stadt war, wieder dort hin. Schon damals hatte er die Idee, solch eine Champagneria nach Deutschland zu bringen. Das ist jetzt fast 13 Jahre her. „Diese Bar hat Eindruck hinterlassen“, so Schumann. Dennoch: Erstmal schlug er einen anderen Weg ein. Er studierte Sport und arbeitete als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung. Seinen unternehmerischen Geist hatte er aber nicht verloren. Im Jahr 2007 eröffnete er den belgischen Pommesladen „Max Frituur“ im Bermuda3eck. „Es geht mir um authentische Konzepte aus anderen Ländern“, erzählt der 38-Jährige. Also fasste er 2011 den Entschluss, sich seinen Traum zu erfüllen. Sobald er den Laden am Südring gefunden hatte, habe er gewusst: „Hier kommt nur das Champagneria-Konzept in Frage.“ Auch des alternativen Standorts wegen, zentral, aber nicht mitten im Bermudadreieck.

Daraufhin sei er sofort nach Barcelona geflogen, um Kontakt zur Geschäftsleitung der Hafen-Champagneria aufzunehmen. Seitdem ist er Abnehmer verschiedener Sorten Cava des Weingutes „Can Paixano“. Den Schritt, eine solche Idee in einer Stadt wie Bochum und nicht in Berlin oder Hamburg etablieren zu wollen, hat er „aus Liebe zur Heimatstadt“ gewagt. Dabei sei eine Sache am wichtigsten gewesen, wie schon bei Max Frituur: Authentizität. „In Bochum funktioniert eine Tapas-Bar nicht wie in Barcelona. Du musst deinen eigenen Weg finden ohne die Idee zu verraten“, so Schumann. So ist die Karte in katalanischer Sprache geschrieben, mit deutschen Übersetzungen. Die Idee verraten hat er daher keinesfalls. Im Sommer sitzen die Gäste draußen unter Platanen auf Holz-Hockern. Drinnen gibt es mittlerweile Tische, doch vordergründig sollen die Leute an der Bar sitzen oder stehen.

„Am liebsten wäre es mir, wenn die Leute essen, trinken und sich unterhalten, alles gleichzeitig“, sagt er und lacht. Denn das Essen ist genauso lecker wie der Cava selbst. Chorizo (zu Deutsch: Feuerwurst), Manchego-Käse oder eine Tortilla – im Badalona gibt es alle Leckereien, die auch in spanischen Bars zu genießen sind. Essen und Trinken anzubieten, lockt die Gäste allein aber nicht an: Um den Sommer einzuleiten, hat sich Schumann jetzt eine Art Partyreihe überlegt. Am Freitag, 15. März, heizt bereits der erste DJ dem Laden ein, Beginn ist um 21.30. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir das jetzt einmal im Monat machen.“ Das nächste Mal wahrscheinlich beim Tanz in den Mai. Doch auch für die restliche Zeit wünscht sich der Unternehmer ein lockeres Bar-Klima: „Wenn hier was auf den Boden fällt – das ist mir völlig egal.“ Bei den moderaten Preisen und dem leckeren Cava mag das vor allem bei jungen Leuten wahrscheinlich sehr gut ankommen.

Jens Schumann ist ein Bochumer Unternehmer. Er betreibt zurzeit die Pommesbude „Max Frituur“, in der insgesamt 23 Leute für ihn arbeiten, und die „Badalona Bar“, für die er momentan sieben Angestellte hat. Gemeinsam mit seiner Schwester hat er beide Geschäfte aufgebaut. Sie war es auch, die ihm vor 13 Jahren die Inspiration lieferte, da sie in Barcelona lebte.