Das Bochum-Programm für die Extraschicht steht

Nacht der Industriekultur

Noch rund drei Wochen, dann steht das Revier wieder für einen Abend im Zeichen der Industriekultur. Am 25. Juni steht die nächste "Extraschicht" an. Gestern präsentierten die Bochumer Spielorte ihr Programm – einziges Manko: Man wird es wohl nur schwer an einem Abend an alle Plätze schaffen.

BOCHUM

, 03.06.2016, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Bochum-Programm für die Extraschicht steht

Das Bergbaumuseum ist einer der sechs Bochumer Spielorte und wird in der Nacht der Industriekultur wie schon in den Vorjahren wieder aufwendig und ansehnlich illuminiert.

Jahrhunderthalle

Alles anders heißt es in der Jahrhunderthalle: Denn in diesem Jahr finden sämtliche Aktivitäten wetterunabhängig im Inneren statt. Auf dem Außengelände gibt es keine Aktionen, sagt Robin Lehwald von der Jahrhunderthalle. „Wir fokussieren uns auf die Halle an sich.“ So erwartet die Besucher eine Zeitreise, in der die Geschichte der Jahrhunderthalle und einstige Arbeitsschritte gezeigt werden.

Was es sonst noch gibt? Eine Kopfhörer-Party von 18 bis 24 Uhr, zeitgleich liegen Sitzsäcke aus, von wo aus man die beleuchtete Decke betrachten kann. Wer Lust hat, kann auch schaukeln oder Teil des interaktiven Theaters werden. Für Klassik-Fans gibt es Klavier-Konzerte, Geschichtsbegeisterte können sich in den Katakomben der Jahrhunderthalle umsehen. Ab 24 Uhr weicht die Kopfhörer-Party einer Disko-Feier.

Bergbaumuseum

Die Vorfreude ist groß bei Wiebke Büsch: „Wir können unser Haus mal ganz anders zeigen“, sagt die Pressesprecherin des Bergbaumuseums. Zum Programm gehören unter anderem die Auftritte brasilianischer Trommler, einer Soul-Band, eines Straßentheaters aus den Niederlanden sowie eine Feuershow. Aufgrund des zu erwartenden Andrangs und wegen Einlasskontrollen zu den Shows könne es mitunter auch zu Wartezeiten kommen, so Büsch. Langweilig dürfte es aber auch in der Warteschlange nicht werden, dafür wird an diesem Abend zu viel los sein.

„Die Extraschicht ist ein Gesamtkunstwerk“, sagt Michael Retter, der die Organisation des Abends für das Bergbaumuseum übernimmt. Die 15-minütige Lasershow auf dem Außengelände ab 1 Uhr werde noch größer und heller als vergangenes Jahr.

Eisenbahnmuseum

Als „etwas abgelegener Spielort“ hat das Eisenbahnmuseum in Dahlhausen vor allem die Kinder und die Jugend im Blick, wie Pressesprecher Walter Thomassen sagt. Das Programm wird auch in diesem Jahr zu großen Teilen von den Schülern und Lehrern der Theodor-Körner-Schule gestaltet. So gibt es zum Beispiel einen Chor, der ein Beatles-Medley zum Besten gibt, Theateraufführungen mit Stücken von Henning Mankell und Bertolt Brecht (eine sehr freie Interpretation von „Der gute Mensch von Sezuan“) und Konzerte zweier Schulbands. Zeichnungen der Kunst-AG werden im zur Galerie gewandelten Lokschuppen ausgestellt. Zudem werden auch die Eisenbahnen des Museums durch Licht-Effekte besonders in Szene gesetzt. Führungen und Draisinen-Fahrten sind ebenfalls fest eingeplant.

U35, Fiege und Zeche Hannover

Comedy auf Schienen gibt es den ganzen Abend lang in der U35, wo Poetry Slammer und Songwriter die Fahrgäste unterhalten werden. Mit dabei sind unter anderem Knacki Deuser, John Doyle und Lisa Feller. In der Zeche Hannover steht ein Steampunk-Festival auf dem Programm – vielen möglicherweise aus der Jahrhunderthalle bekannt. Auf dem Gelände der Brauerei Fiege werden 500 Jahre Reinheitsgebot gefeiert: mit Action-Painting, Illumination und Brauereibesichtigung inklusive Verköstigung.

Karten für die Extraschicht kosten im Vorverkauf 17 Euro (ermäßigt 14), an der Abendkasse 20. Ein Vierer-Ticket kostet 58 Euro. Inklusive sind Eintritte für sämtliche Spielorte sowie die Fahrt im Nahverkehr des VRR und der VRL. Mehr Infos auf der Homepage der Extraschicht.