Das dunkle Ende des Laufstegs

Eduardo Mendoza

Der spanische Schriftsteller Eduardo Mendoza ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler mit satirisch-zynischem Tonfall, und seine Bücher sind so herrlich abgedreht wie die Filmkomödien seines Landmannes Pedro Almodóvar. Im neuen Roman "Das dunkle Ende des Laufstegs" bringt eine Geheimloge ein Model um. Der Mord wird einem ehemaligen Friseur angehängt.

30.04.2017, 12:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das dunkle Ende des Laufstegs

Und dieser Ex-Haarmeister ist der Ich-Erzähler dieser skurrilen Geschichte. Mittlerweile arbeitet er als Essens-Auslieferer für ein China-Restaurant in Barcelona. Er wird von einem Hund gebissen und versinkt in Erinnerungen, davon handelt der erste Teil.

Barcelona in den 1980er-Jahren

Im Barcelona der 1980er-Jahre holen zwei angebliche Polizisten den Frisör aus dem Irrenhaus, damit er das Hündchen einer reichen Dame sucht. Er findet auch eins im Park in der Nähe der Villa, doch die Dame des Hauses hat gar keinen Hund.

Schnell wird ihm klar, warum er aus der Klapse geholt wurde: So kann man ihm einen Mord anhängen. Ein Wettlauf mit der Zeit, der Ich-Erzähler lernt dafür sogar das Joggen, beginnt, in dem viele skurrile Gestalten auftauchen...

Spannende Komödie

Im zweiten Teil dieser spannenden Komödie, mittlerweile sind wir in der Gegenwart, sucht der Ex-Friseur die Figuren, die mit dem Model-Mord in Zusammenhang standen, wieder auf - und das Ergebnis ist natürlich überraschend.

Eduardo Mendoza: Das dunkle Ende des Laufstegs, 334 S., Nagel & Kimche, 23 Euro, ISBN 978-3-312-01015-8.