Das ehemalige Herbeder Rathaus soll Medizinzentrum werden

Modell für die Zukunft

WITTEN „Modelle wie unser Medizinzentrum Rathaus Herbede sind Selbstläufer“, zeigt sich Dr. Arne Meinshausen überzeugt von einer Idee, die schon im Herbst nächsten Jahres umgesetzt sein könnte.

von Von Susanne Linka

, 14.05.2009, 07:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zudem soll es im Anbau auch ein Café geben. Er wird mit einer gläsernen Fuge hinten ans alte Rathaus angesetzt. Die meisten Mieter stehen nach Angaben der Initiatoren schon fest. Offenbar handelt es sich überwiegend um Wittener Mediziner, die dort zum Teil auch Filialen gründen. Etwa im Bereich der Radiologie und der Chirurgie. „Bis jetzt gibt es in ganz Herbede kein Röntgengerät“, zeigt Meinshausen eine anstehende Verbesserung für den Ortsteil auf. Er wäre dann überhaupt viel besser mit Fachärzten ausgestattet als bisher.

Ein Beispiel aus der Stadt Velen zeige, dass solche Zentren, in denen im Ort verankerte Persönlichkeiten arbeiten, sehr erfolgreich seien. Mit rund 1200 Patienten am Tag sei nach vorsichtiger Schätzung im Herbeder Medizin-Zentrum zu rechnen. Eine Tatsache, von der nach Einschätzung der Ärzte auch die Kaufleute in der Meesmannstraße durch eine höhere Kundenfrequenz profitieren würden. „In unserer Praxis behandeln wir täglich rund 400 Patienten. Sie müssen den Berg rauf laufen und finden hier keinen Parkplatz“, begründen die beiden Hausärzte ihre Idee für den Umzug ins Zentrum. 

In ihren Augen ist er ein Beitrag zur Zukunftssicherung ihrer Praxis, aber auch für die übrigen Mieter: „Man kann sich besser vertreten oder austauschen.“ Es wird dort auch Teilzeitärzte geben. Meinshausen stellt klar: „Die Arztpraxen in Vormholz und Durchholz sollen erhalten bleiben. Da gibt es Kooperation und keine Konkurrenz.“ Alles in allem ein Modell, das bald auch in anderen Ortsteilen zum Tragen kommen könnte.

In die Großen Allgemeinmedizinpraxis Mönks/Meinshausen/Schneider soll eine Kinderarztpraxis integriert werden. Dazu kommen Praxen für: Gynäkologie, HNO, Dermatologie. Ein Augenarzt wird noch gesucht. 50 Parkplätze für das Medizinzentrum sollen im Innenhof entstehen. Die Zufahrt soll links an der Vorderfront des alten Rathauses vorbeiführen. In diesen Hof wird auch der neue Haupteingang gelegt. Zu Fuß soll er von der Herbeder Straße aus zu erreichen sein. Die Investoren (Hauptinvestor ist der Herbeder Geschäftsmann Markus Bürger) hoffen, dass es schon vor 2013 ein Provisorium für den Kreisverkehr an dieser Stelle geben wird. Sonst wird die Zufahrt von Vormholz aus ein Problem.