Das Fest der Bedeutungslosigkeit

Milan Kundera

Leicht wie Federn sind Milan Kunderas Romane. Nach "Der unerträglichen Leichtigkeit des Seins" aus dem Jahr 1984, vier Jahre später mit Juilette Binoche verfilmt, hat Kundera wieder ein kleines Meisterwerk geschaffen: "Das Fest der Bedeutungslosigkeit" kommt ohne Handlung im eigentlichen Sinn aus, versucht Antworten, auf die essenziellen Fragen des Lebens zu finden - auf komisch-ironievolle Weise.

22.02.2015, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vier Männer flanieren durch Paris, den Jardin du Luxembourg, besuchen eine Cocktail-Party und sprechen mit Leichtigkeit über schwierige Dinge. Da ist Alain, der als Zehnjähriger von seiner Mutter verlassen wurde, und sich nun mit der Erotik des Nabels befasst, den die jungen Mädchen ganz freizügig präsentieren.

Ramon möchte gerne die Chagall-Ausstellung sehen, kehrt aber jedes Mal wegen der Schlange wieder um. Charles hingegen erzählt eine Anekdote über Stalin und seine Witze, über die niemand lacht. Und dann ist da noch der arbeitslose Schauspieler Caliban, benannt nach einer Shakespeare-Figur, die er einst spielte.

Übrigens: Federn fliegen auch - von Rebhühnern in der Stalin-Anekdote und eine Engelsfeder auf dem Fest.

 

Milan Kundera: Das Fest der Bedeutungslosigkeit, 144 S., Hanser, 16,80 Euro, ISBN 978-3- 446-24763-5.

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