Das geheimnisvolle Dunkel der Wälder

Ausstellung Galerie Januar

Das Erste, das auffällt, wenn man die Werke von Peter Gros betrachtet, ist, dass sie viel Schwarz zeigen, aber erstaunlich wenig Wald. Immerhin heißt seine Ausstellung „Waldinneres“. Der Künstler selber erklärt allerdings äußerst plausibel, warum das so ist und was die Besucher der Galerie Januar ab kommenden Freitag, 11. Mai, erwartet.

BOCHUM

von Von Claudia Staudt

, 08.05.2012, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das geheimnisvolle Dunkel der Wälder

Der Künstler Peter Groß vor einem seiner Werke. Es trägt den Titel "Wasserfall".

Und Natur heißt in diesem Fall: Wald. Denn „Waldinneres“ ist nicht nur der Titel der Ausstellung: Ein Waldgebiet war die Umgebung, in der der Künstler aufgewachsen ist. „Ich habe schon früh eine besondere Faszination für diese Form der Natur empfunden.“ „Diese ausgeprägte Landschaftsarchitektur ist etwas, das wir hier nicht so häufig haben“, sagt Hugo Koch von der Galerie Januar. Was wiederum gut in das Konzept der Galerie in Langendreer passe, sei das Abstrakte und Experimentelle der Bilder.

„Ich zeige immer nur einen kleinen Ausschnitt eines Waldes“, erläutert Gros. „Denn so selektiv und fokussiert nehmen wir auch in der Realität wahr. Es ist uns nicht möglich, die gesamte Dimension mit einem Mal zu erfassen.“ Die Dimension der Ausstellung dagegen ist leicht zu fassen: Neun Werke werden präsentiert. „Noch haben wir Probleme mit der Beleuchtung“, lacht Gros, „aber bis Freitag schaffen wir das.“ Die Werke sind in den Jahren 2009 bis 2012 entstanden. Eines sei gerade erst fertig geworden. Als Grundlage dienen dem Künstler Fotos – wobei er nicht nur mit den Positiven, sondern auch mit den Negativen arbeitet. Was daraus entsteht, können Interessierte von 11. Mai bis 21. Juni in der Galerie Januar erleben.