Das ist das Programm der Extraschicht Ende Juni

Nacht der Industriekultur

Das Ruhrgebiet macht wieder Überstunden: Die Extraschicht, die lange Nacht der Industriekultur, steht am 25. Juni (Samstag) an. 2000 Künstler sind in 20 Städten zwischen Moers und Hamm dabei - und bieten Lichtshows, Ausstellungen, Theater und Musik unter anderem von Hip-Hop-Altstar "Das Bo".

DORTMUND

, 10.05.2016, 14:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Landschaftspark Duisburg-Nord gehört zu den Orten, die bei der "Extraschicht" bespielt werden.

Der Landschaftspark Duisburg-Nord gehört zu den Orten, die bei der "Extraschicht" bespielt werden.

Was ist die Extraschicht, die Nacht der Industriekultur?

Die Veranstaltung gibt es seit 2001, laut Programmheft treffen Romantik auf Rock'n'Roll, Spontanität auf Planung und Straßentheater auf Symphonieorchester. "Wer dem Ruhrgebiet in die Seele schauen will, kommt zur Extraschicht", sagt Sabine Heinzel vom NRW-Verkehrsministerium. Zwischen den 48 Spielorten - von der Brauerei über Zechen und Museen bis zum Schiffshebewerk - fahren 150 Shuttlebusse. So kann man an einem Abend Architekturführungen in Duisburg und ein Jugend-Sinfonie-Orchester in Hamm erleben.

 

Was ist in diesem Jahr neu?

"Die Extraschicht ist absolut etabliert. Aber es ist schwierig immer etwas Neues zu finden", sagt Arne von den Brink von der Ruhr Tourismus GmbH. Trotzdem gibt es vier neue Spielorte: Das Bergwerk Ost in Hamm öffnet zum ersten Mal überhaupt seine Türen für Besucher. Ebenfalls Extraschicht-Premiere feiern die Zeche Schlägel und Eisen in Herten, das Werksgelände von Thyssenkrupp in Duisburg und das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.

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Die Highlights der Extraschicht 2016

Am 25. Juni 2016 findet wieder die Extraschicht, die Nacht der Industriekultur, statt. Einige Highlights des Programms im Überblick.
10.05.2016
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Im BernePark Bottrop gibt es das Heimspiel - Fußball-Freestyler zeigen Tricks mit dem runden Leder, A-cappella- und Pyro-Show, Finale mit Percussion.© Foto: Extraschicht
Landschaftspark Duisburg-Nord: Ausprobieren und Mitmachen: singen Sie mit Anja Lech, üben Sie sich im Biathlon Laserschießen oder beim Abseilen vom Hochofen. Im Innenhafen Duisburg wird mit drei Museen, Kinderoase, Schiff-Shuttle, Architekturführungen und großem Feuerwerk gefeiert.© Foto: Extraschicht
Jahrhunderthalle Bochum: Das Klavier-Festival Ruhr entführt in die Hochromantik, die Katakombenführung in den Untergrund und DJ Gärtner der Lüste bittet zum Tanz.© Foto: Extraschicht
Gasometer Oberhausen: Arten-Vielfalt und unser blauer Planet in der Ausstellung „Wunder der Natur“ – WDR-Moderator Uwe Schulz liest unter der riesigen Erdkugel.© Foto: Extraschicht
Extrafahrt - die rollenden Spielorte: Da wird bereits die Fahrt zum Vergnügen: mit einem klangvollen (Hoch-)Kulturerlebnis im KlassikExpress, mit knackig-knapper Pop-Literatur von PoetrySlammer im ComedyExpress oder mit Fetenhits und Rockklassiker im KultExpress.© Foto: Extraschicht
Flottmann-Hallen in Herne: Sing.Dance.Song: Rudelsingen, Kopfhörerparty und der Männerchor Voiceboyz gipfeln in einer Feuerjonglage nach Einbruch der Dämmerung© Foto: Extraschicht
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen: Alles bleibt anders: spektakuläre Tanz-Performance am Hochofen – außerdem Social Art, Lindy Hop-Workshop und Schaugießerei.© Foto: Extraschicht
Kokerei Hansa in Dortmund: Die Balance der Gegensätze – Zwischen Natur und Technik, Vergangenheit und Zukunft. In einer Welt mit Artistik, Illumination und einer Performance auf der Druckmaschine.© Foto: Extraschicht
MüGa-Park in Mülheim an der Ruhr: Die Lasershow überrascht mit Pyroeffekten und Musik und beim Cajon-Workshop lernen Sie trommeln.© Foto: Extraschicht
Nordsternpark in Gelsenkirchen: Ein Gänsehauterlebnis und „magische Momente“, wenn die Neue Philharmonie Westfalen mit Lasershow Filmmusik spielt.© Foto: Extraschicht
UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen: Die Herde der Maschinenwesen, Theater Titanick, Till Trifft von Georg Traber u.v.m. beim Treffpunkt der internationalen Straßentheaterszene – ein „Sommer.Nachts.Traum“.© Foto: Extraschicht
Umspannwerk in Recklinghausen – Museum Strom und Leben. Alles elektrisch: Ein „Gesamterlebnis Strom“ versprechen Hochspannungsversuche und Führungen durch die Dauerausstellung mit allem, was elektrisch ist.© Foto: Extraschicht
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum: Retrofuturistische Traumlandschaften à la Jules Verne und eine Expeditionsgesellschaft wie vor 150 Jahren im Steampunk Wunderland.© Foto: Extraschicht
Zeche Schlägel & Eisen in Herten: Der neue Spielort präsentiert Ruhrgebiets-Rocker Sebel, das Schauspielerduo Sommer und Brambach und den „Weg des Bergmanns“.© Foto: Extraschicht
Zentralwerkstatt – Kreativ.Quartier Lohberg in Dinslaken: Erleben Sie Feuer, Wasser, Erde, Luft in allen Formen im „Raum der Elemente“ – musikalisch, kulinarisch und als Zirkuskunst mit André Sarrasani & Friends.© Foto: Extraschicht
Zukunftsstandort Ewald in Herten: Ewald gibt Gas mit Travestie-Shows drinnen und draußen, Live-Musik, Musik-Feuerwerk und dem Abacus-Theater mit einer Drachenparade.© Foto: Extraschicht

Unsere Highlight-Tipps:

Auf drei Bahnstrecken gibt es rollende Extrafahrten mit Programm darin. Der Klassik-Express fährt zwischen Essen Hauptbahnhof und Zollverein, den Kult-Express mit Udo-Lindenberg-Double gibt es zwischen Oberhausen Hauptbahnhof und Duisburg-Ruhrort. Zwischen Bochum Hauptbahnhof und Herne fährt der Comedy-Express mit den Komikern Knacki Deuser, Lisa Feller und John Doyle.

Andere Höhepunkte bieten Feuerwerke und hübsch inszenierte Industrie-Bauwerke an vielen Orten, der Hip-Hopper Das Bo kommt ins Dortmunder U. Die Veranstalter empfehlen dazu unter anderem das Titanick-Straßentheater an der Zeche Zollverein in Essen, die Katakombenführung unter der Bochumer Jahrhunderthalle oder einen Fotografie-Spaziergang im Landschaftspark Duisburg.

 

Wann beginnt die lange Nacht?

Start ist am 25. Juni (Samstag) um 18 Uhr. Bis 2 Uhr nachts läuft das größte Kulturfest der Region. Mehr als 200.000 Besucher werden erwartet.

 

Wo gibt's Tickets und was kosten sie?

Bis zum 24. Juni, dem Tag vor der Extraschicht, läuft der Vorverkauf: Karten (gültig für alle Veranstaltungen und Bus-Transfer) kosten 17, ermäßigt 14 Euro. Mit der Ruhr-Top-Card zahlt man nur 8,50 Euro, ein Vier-Personen-Ticket kostet für alle 58 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. An der Tageskasse kostet die Karte 20 Euro.

Erhältlich sind sie unter www.extraschicht.de (hier gibt's auch das komplette Programm), unter Tel. (01806) 18 16 50, an allen 48 Spielorten, in allen ADAC-Geschäftsstellen in NRW, in allen Reisezentren der Deutschen Bahn und an allen Fahrtkartenautomaten im VRR und im VRL.