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"Das kleine Ich bin Ich“ beim HalloDu-Theater aufgeführt

Puppenspiel

Lange Ohren, Stupsnase, dazu ein bunter, runder Bauch und obendrauf ein Pferdeschwanz, das passt in Gänze zu keinem Tier. Dabei will das kleine Stoffwesen so gerne wissen, was es ist... Um dies herauszufinden, geht „das kleine Ich bin Ich“ im Puppentheaterstück zum gleichnamigen Kinderbuch auf große Reise.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 30.09.2012
"Das kleine Ich bin Ich“ beim HalloDu-Theater aufgeführt

„Das kleine Ich bin Ich“ aufgeführt im HalloDu-Theater.

Ständiger Begleiter dabei ist der Puppenspieler Klaus Hermann alias Josephi Zamparoni. Auf seinem Weg zur Selbstfindung trifft das Wesen mit den Kulleraugen auf jede Menge neue Tiere: den Frosch Bob, die Kuh, die Fische oder auf die bösen Hunde. Das alles geschieht nur auf einem Tisch, der auf vielerlei Arten umgebaut werden kann. So wird ein anfänglicher Baum schnell zu einem See voller Schattenspiele und dann zu einem Nilpferd, die Wiese mutiert in geschwind zu einer trockenen Wüste.

Anders als man gewohnt ist, tritt Puppenspieler Klaus Hermann während des Stücks nicht in den unsichtbaren Hintergrund, sondern ist mitten in der Kulisse, unterhält sich mit den Tieren und spielt selbst eine große Rolle im Verlauf der Geschichte. Zum Beispiel, wenn er mit dem größenwahnsinnigen Papagei zankt, wie dieser denn am besten den Schlaf zu spielen habe. Doch eine Geschichte, die sicher auch die klein gebliebenen Erwachsenen bewegt, und eine technisch aufwändige Bühne sind nicht das Einzige, was „das kleine Ich bin Ich“ zu bieten hat. Der mittlerweile verstorbene Bernd Berger dichtete eine verträumte und eingängliche Musik, sodass die manchmal gereimten, manchmal ausformulierten Texte mit schönen, kurzen Liedern ergänzt werden.

Nach einer kurzen Dreiviertelstunde hat das süße Mischtier dann erkannt, dass es einfach nur es selbst sein muss, und feiert diese Erkenntnis zusammen mit seinen neu gewonnenen Freunden. „Ich hatte ein bisschen die Befürchtung, die Kinder würden die Geschichte schon gut kennen und dazwischen schreien, weil sie ja schon wissen, wer das ‚Ich bin Ich‘ ist“, so Regisseur Tony Glaser nach der Aufführung. Diese Befürchtung war unbegründet, die kleinen Besucher haben voller Spannung gelauscht.