Das müssen Sie über den Media Markt in Hörde wissen

Faßstraße

Der Bunker-Abriss an der Faßstraße war das Baustellen-Ereignis des Sommer. Jetzt kommt es darauf an, wie sich das neue Bild in Hördes Zentrum zusammenfügt. Erstmals liegt nun ein Entwurf des Gebäudes vor, in das ein die Elektronik-Kette Media Markt einziehen wird. Wir klären die wichtigsten Fragen.

HÖRDE

, 22.09.2015, 01:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das müssen Sie über den Media Markt in Hörde wissen

So soll der Elektronik-Fachmarkt in Hörde aussehen.

Wie wird das Gebäude aussehen?

Der Entwurf des Essener Architekturbüros Nattler zeigt einen abgerundeten Baukörper mit einer gewellten Fassade aus Glas und Metall. Das Gebäude ist drei Stockwerke hoch. Mit dem Laden im Erdgeschoss, darüber Lager, Büroräume und mehrere Parkebenen. 

Den Haupteingang hat das neue Gebäude ab Herbst 2016 an der Kreuzung Alfred-Trappen-Straße/Seekante. Es gibt also einen direkten Blick aus der Hörder Fußgängerzone auf das geschwungene Gebäude. Die Warenanlieferung ist nördlich des Gebäudes vorgesehen, gegenüber dem Phoenix-Gymnasium. Einzige Zufahrt zum Gelände für Kunden wird die Alfred-Trappen-Straße sein.

Wie wird sich das Umfeld verändern?

Fest steht: Ein markanter Teil Hördes wird sich optisch nachhaltig verändern. Mit „hochwertiger Architektur“, wie es Martin Steinfort formuliert. Die nächsten zwölf Monate werden von Bauarbeiten bestimmt sein.

Der Markt auf der Dreiecksfläche zwischen Faßstraße, Alfred-Trappen-Straße und Seekante soll die Alfred-Trappen-Straße und ihr Umfeld deutlich aufwerten. Ein Umsatz im zweistelligen Millionenbereich ist zu erwarten. „Die Frequenz der Menschen, die nach Hörde kommen, steigt“, sagt Martin Steinfort, von der Firma JKV Phoenix, die das Großprojekt plant.

Das Fina-Parkhaus in direkter Nachbarschaft wird voraussichtlich ab Frühjahr 2016 saniert. Aktuell werde geprüft, ob das im laufenden Betrieb möglich sei, so Martin Steinfort.

Gibt es irgendwelche Risiken?

Wie in Bebauungsplanverfahren üblich, sind in dem Entwurf zum neuen Elektronik-Fachmarkt, der jetzt zur Entscheidung kommt,  auch kritische Gutachten beigefügt. Die möglichen Probleme: steigende Verkehrsbelastung, mehr Lärm und Schadstoffe, teilweise über Grenzwerten. 

Durchgesetzt hat sich die Einschätzung der Gutachten von Bauherr Phoenix Invest, diese Probleme auffangen zu können. „Unsere Verkehrsprognosen hatten eine deutlich höhere Erwartung, als die letzten tatsächlichen Zählungen tatsächlich ergeben haben. Viele Autofahrer nutzen die Ausweichwege, die sie seit dem ersten Umbau fahren, weiter“, sagt Martin Steinfort.

Einige mögliche Gegenmaßnahmen, sollten sich Lärm- und Schadstoffwerte nicht positiv verändern, stehen schon im Bebauungsplan unter – etwa Geschwindigkeitsreduzierungen an Willem-van-Vloten-Straße, Faßstraße oder Seekante. 

Wie geht es jetzt weiter?

Die Öffentlichkeitsbeteiligung und Vorarbeit sind längst abgeschlossen. Die Baugenehmigung ist erteilt. Der Abriss war aufwendig, lief aber plangemäß. Am 1. Oktober muss der Rat der Stadt den Bebauungsplan mit einem Ja rechtlich abschließen („materielles Baurecht“). Die Bezirksvertretung Hörde hatte ihn in ihrer Sitzung in der vergangenen Woche zur Zustimmung empfohlen.

Im November startet der Modellversuch, die bisher zwei Fahrspuren der Faßstraße auf einem Stück von rund 300 Metern zu einer zusammenzufassen. Eine ähnliche Situation gibt es bereits an der Stockumer Straße. Um Faßstraße und See besser an die Fußgängerzone anzubinden, wird ab 2017 der Überweg auf Höhe der Hermannstraße neu gestaltet und beschildert. 

Unter anderem entfällt die Einfahrt von der Faßstraße in die Hermannstraße vor der Stiftskirche, um diesen Raum für Fußgänger und Radfahrer zu nutzen. Eine direkte Verbindung zur Innenstadt entsteht außerdem auf der Höhe Wallrabenhof, wo eine Treppe entstehen wird. 

Hier wird der Media Markt gebaut: