Das neue Jahr klingt nach Monteverdi und Telemann

Das kommt 2017

Das Jahr 2017 wird barock oder nach Renaissancemusik klingen: Im Mittelpunkt der Komponistenjahrestage steht Claudio Monteverdi, dessen Geburtstag sich am 15. Mai zum 450. Mal jährt. Aber es gibt noch mehr Komponisten-Jubilare.

DORTMUND

, 03.01.2017, 13:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das neue Jahr klingt nach Monteverdi und Telemann

Claudio Monteverdi Porträt von Bernardo Strozzi um 1630.

Die Werke des im Mai 1567 in Cremona geborenen Komponisten und Priesters markieren die Wende der Musik von der Renaissance zum Barock. Sein bekanntestes Werk ist die Marienvesper aus dem Jahr 1610.

Monteverdi war aber auch ein Wegbereiter der Oper. Er führte die von den Florentinern kurz vor der Wende zum 16. Jahrhundert als neue musikalische Form entwickelte Gattung zu ihrem ersten Höhepunkt. Der Italiener komponierte 18 Opern, aber nur "L’Orfeo", "L’Incoronazione di Poppea" und "Il ritorno d’Ulisse in patria" blieben erhalten. Vielleicht entdecken die Opernhäuser der Region Monteverdi in der zweiten Jahreshälfte; die Salzburger Festspiele werden es im Sommer tun.

250. Todestag von Telemann

Der 250. Todestag von Georg Philipp Telemann ist am 24. März ein weiterer großer Gedenktag. Der Komponist, der lange in Hamburg gewirkt hat, hat die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geprägt. Mit mehr als 3600 verzeichneten Werken war Telemann einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte; besonders die Flötisten pflegen seine Musik noch heute.

Der 200. Geburtstag von Johann Wenzel Anton Stamitz, der 150. von Enrique Granados und Umberto Giordano sowie der 125. von Arthur Honegger werden wohl nur Randerscheinungen in den Konzertprogrammen sein. Das gilt auch für die Komponisten, an deren Todestage wir uns 2017 erinnern: Darius Milhaud, der vor 125 Jahren starb, Scott Joplin, der vor 100 Jahren beerdigt wurde und Zoltan Kodaly, der 1967 gestorben ist.