Das passiert gerade auf der Bunker-Baustelle

Faßstraße

An der Faßstraße ist im Sommer ein Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg abgerissen worden. Jetzt sorgen auf der Baustelle meterhohe Maschinen mit Bohrschaufeln bis Ende der Woche dafür, dass der geplante Elektronik-Fachmarkt Media Markt einen soliden Boden hat.

HÖRDE

, 17.11.2015, 01:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das passiert gerade auf der Bunker-Baustelle

Seit einigen Tagen lärmt es wieder auf der Großbaustelle an der Faßstraße.

An der Dreiecksfläche Faßstraße/Seekante/Alfred-Trappen-Straße entsteht eine Filiale der Elektronikartikel-Kette Media Markt' tag='. Dort stand fast 80 Jahre ein Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Sommer 2015 hatte der Abriss des Beton-Kolosses begonnen' tag=' – unter großer öffentlicher Anteilnahme. 

Die Beschaffenheit des Untergrunds ist einer der Knackpunkte des neuen Bauprojekts, das bereits seit mehreren Jahren in der Diskussion ist. Laut eines Gutachtens gibt es dort zahlreiche Unebenheiten und instabiles Gesteinsmaterial. Ursachen dafür sind allgemeine Topografie und Frühbergbau, aber auch Bausünden aus den 1920er-Jahren, als auf dem Schutt abgerissener Häuser neu gebaut wurde.

80 Pfähle im Boden

Deshalb kommt jetzt das Verfahren der sogenannten Bohrpfahlgründung zum Einsatz. Hierbei müssen insgesamt 80 Pfähle in den Boden gelassen werden. Die Bohrschaufeln graben das Gestein aus. Im Anschluss wird flüssiger Beton in den Untergrund gelassen. Darauf wird schließlich die Betonplatte errichtet, die das Gebäude trägt. "Wir sollten bis Ende dieser Woche fertig sein", sagte am Montag Martin Steinfort von der Firma JKV Phoenix, die den Elektronik-Fachmarkt baut. 

Wegen des Gutachtens und des etwas umständlicheren Verfahrens hatte sich der Start der Bauarbeiten in der Vergangenheit mehrfach verzögert. Zudem musste gut die Hälfte der Bohrlöcher auf mögliche Weltkriegs-Blindgänger untersucht werden. Der Media Markt soll im Herbst nächsten Jahres fertig sein. Daneben enstehen Büro- und Lagerräume sowie mehrere hundert Parkplätze. Ziel der Planung ist es, den Hörder Ortskern aufzuwerten.

Die Fläche liegt unmittelbar neben dem Phoenix-See, der Fläche, auf der sich mit der Hermannshütte eines der größten deutschen Stahlwerke dieser Zeit befand. Das Verfahren der Bohrpfahlgründung war auch schon bei der Sporthalle des Phoenix-Gymnasiums notwendig, die 2013 nach langer Vorplanung fertiggestellt worden war.

 

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