Das passiert mit dem Gebäude an der Stadtkrone Ost

Besondere Unterkunft

Das Gebäude an der Stadtkrone Ost hat schon so manchen Bewohner gesehen. So wurde es genutzt als Officiers-Casino für die Britische Armee, zuletzt war es Sitz einiger kleiner Firmen und der Stadtkrone-Ost- Entwicklungsgesellschaft. Und nun bekommt es noch einmal ganz neue Bewohner. Anbei alle Infos im Überblick.

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, 26.09.2016, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer zieht ein?

Schon bald werden in das Gebäude an der Stadtkrone Ost Menschen, die ihr Land aufgrund von Krieg und Verfolgung verlassen mussten, einziehen. Genauer gesagt sollen die Bewohner alleinstehende Frauen oder Frauen mit Kindern (bis 14 Jahre) sein, die sich auf den langen Weg aus den Kriegsgebieten gemacht haben.

Warum diese Gruppe?

Es ist ein ganz neues Konzept, das so erstmals in Dortmund praktiziert wird. Auch weil sich die Situation der Flüchtlingszuweisung in Dortmund etwas entspannt, „konnten wir dies anbieten“, sagt Jörg Süshardt, Leiter des Dortmunder Sozialamtes. 80 Personen werden in dem frisch sanierten Haus eine neue Heimat finden – zumindest für den Übergang.

Wie sieht es dort bisher aus?

Unterstützt werden die Frauen und Kinder von Mitarbeitern des ZOF e.V. (Zukunftsorientierte Förderung), die sich auch an weiteren Standorten um das Wohl von Flüchtlingen kümmern. Großzügige Räume Wie die Einrichtung am Barcelonaweg nun aussieht, davon konnten sich die Bürger beim „Tag der offenen Tür“ einen Eindruck machen.

Eingeladen hatte dazu die Bezirksvertretung Aplerbeck. Die Leiterin der Unterkunft, Mutlu Yalcin und weitere Mitarbeiter führten die zahlreichen Besucher durch die Räume. Die zeigten sich durchaus beeindruckt von der Einrichtung. Die zwar noch ein wenig trist daherkommt, aber zweckmäßig und mit neuen Sanitärräumen punkten konnte.

Was steht noch an?

„Die zukünftigen Bewohner werden sich ja auch noch entsprechend einrichten und dann wird es auch gemütlicher in den Zimmern“, sagte Mutlu Yalcin. Farbenfroher sieht es dagegen schon in den Kinderspielräumen aus. Die sind großzügig geschnitten und bieten eine Menge Platz zum Toben. Auch die Küche ist schon gebrauchsfertig.

Zehn Herde stehen hier in Reih und Glied und warten auf den Einsatz. „Die Einrichtung ist eine Selbstversorger-Einrichtung“, sagte Jörg Süshardt, der aber auch gleich eine nicht so gute Nachricht überbrachte.

Wann ziehen die Menschen ein?

Aufgrund von kleineren Problemen mit dem neu verlegten Fußboden verzögert sich der Einzug der Flüchtlinge um einige Wochen. „Ich denke, dass Mitte bis Ende Oktober die ersten Frauen und Kinder einziehen werden“, sagte Süshardt. Der auch noch einmal betonte, dass die Bewohner keine zusätzlichen Flüchtlinge sind, sondern aus den bisherigen Dortmunder Einrichtungen stammen.