Das passiert zurzeit an der Wittbräucker Straße

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Tausende Dortmunder fahren jeden Tag über die Wittbräucker Straße, die gleich durch mehrere Stadtteile führt. Zu zwei Projekten auf der viel befahrenen Straße gibt es jetzt Neuigkeiten - gute und schlechte.

BERGHOFER MARK/HÖCHSTEN

, 28.06.2017, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Projekt 1: Die Kreuzung Benninghofer Straße/Höchstener Straße/Wittbräucker Straße

Eine Bürgerversammlung und die politische Beratung hatten vor rund zwei Jahren ein klares Bild produziert: Wenn der Umbau der Höchstener Mitte kommt, dann muss auch an diesem Straßen-Dreieck etwas passieren. Eine Linksabbiegerspur in der Höchstener Straße und eine Verlängerung der Linksabbiegerspur in der Benninghofer Straße – das war der Minimalkonsens, den die Bezirksvertretung im Februar 2016 beschlossen hat.

Nun ist dieser Satz ist in einer Antwort von Baudezernt Ludger Wilde an die Bezirksvertretung Hörde fett gedruckt: „Der Auftrag, die Kreuzung im Rahmen eines bestehenden Planungsrechts umzubauen, kann nicht umgesetzt werden.“ Das bedeutet: An der Kreuzung unmittelbar vor der neuen Höchstener Mitte mit mehreren Neubauten bleibt alles beim Alten. Also meistens verstopft, laut, abgasreich und verkehrspolitisch alles andere als optimal.

Das Problem: Private Grundstückseigentümer müssten für den Umbau Flächen freigeben. Gespräche mit den Eigentümern der Gebäude Höchstener Straße 1 und Wittbräucker Straße 374 (Dortmunder Volksbank) seien innerhalb der vergangenen zwölf Monate geführt worden. Insbesondere für das Bankinstitut wären die Eingriffe in das bestehende Gebäude umfangreich. „Im Ergebnis ist keiner der Gebäudeeigentümer bzw. -nutzer bereit, die erforderlichen Flächen freiwillig abzugeben“, so Ludger Wilde in dem Anfang Juni verfassten Schreiben.

„Als ich das gelesen habe, bin ich beinahe vom Stuhl gekippt.“ So formuliert CDU-Bezirksvertreter Michael Depenbrock am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Hörde sein Entsetzen, über diese Wendung. „Es ist schon die kleinste Lösung und dann stellt man nach langer Planung fest, dass diese dann nicht funktioniert. Ich frage mich: Was soll hier zukünftig überhaupt passieren?“

In anderen Wortbeiträgen fällt der umgangssprachliche Begriff „verkackt“. Am Ende herrscht zwischen den Fraktionen Einigkeit über dieses: Die Verwaltung hätte die Gespräche mit den Eigentümern vorab klären müssen, ehe den Anwohnern eine Lösung in Aussicht gestellt wurde. Die jetzige Absage an die Linksabbieger-Pläne sei jedenfalls nicht vermittelbar. 

Der Aldi-Markt auf dem Gelände ist bereits eröffnet. Angefahren wird er aber bisher nur über den Pfarrer-Rüter-Weg. An die Wittbräucker Straße wird er aber im Juli angeschlossen. Das Einkaufszentrum besteht aus drei Baukörpern, von denen zwei noch im Bau sind. Planer und Anwohner rechnen mit mehr Verkehr als vor dem Umbau.

Projekt 2: Schöner Pfad in der Berghofer Mark

Die Straße Schöner Pfad in der Berghofer Mark geht direkt von der Wittbräucker Straße ab und ist ein Schulweg für viele Kinder, die in die Berghofer Grundschule gehen. Die Eltern argumentieren, parkende Autos würden den Weg unübersichtlich und damit gefährlich für die Kinder machen. Deshalb setzte sich die Elterninitiative Schöner Pfad dafür ein, einen Fußweg auf der Straße anzulegen und hatte damit erst jetzt Erfolg.

Dabei regte schon 2013 die CDU in der Bezirksvertretung Aplerbeck an, einen Fußweg dort anzulegen. Ganz zufriedenstellend ist die Lösung jetzt aber auch noch nicht. Auf dem Schönen Pfad gibt es jetzt auf rund zweihundert Metern, entlang der Westseite des evangelischen Friedhofes bis hinunter zur Wittbräucker Straße, einen schmalen Asphaltstreifen. Aber der ist nach Meinung der Mitglieder noch nicht lang genug und müsse noch in Richtung der Einmündung zur Obermarkstraße verlängert werden.

Problematisch sei außerdem, dass die Baumscheiben auf der Wittbräucker Straße / Schöner Pfad völlig zugewuchert seien. Der eigentlich breite Gehweg sei dort kaum noch nutzbar. Mitarbeiter der Stadt, die vor Ort waren, versprachen aber Abhilfe. Zudem ist das Thema Tempo 30 auf der Wittbräucker in diesem Bereich noch nicht vom Tisch – zumindest für die Mitglieder der Elterninitiative.

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