Das Piratenleben ist verflixt lustig

Junge Oper Dortmund

Komponist Gioacchino Rossini, der Scherzen nie abgeneigt war, wäre wohl begeistert, wenn er sehen könnte, was die Junge Oper Dortmund aus seiner "Italienerin in Algier" gemacht hat. Die wird in der Kinderoper "Piraten fluchen nicht" zum Piratenabenteuer - verflucht gut, um mit den Worten des zum Fluchen verfluchten Kapitäns Funny Bone (Maximilian Haschemi) zu sprechen.

DORTMUND

, 20.09.2015, 15:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Piratenleben ist verflixt lustig

Lustig ist das Piratenleben auf der fantasievollen Bühne der Jungen Oper in Dortmund.

Johann Casimir Eule und Wiebke Hetmanek haben die Oper geschickt für Kinder ab fünf Jahren bearbeitet. Nach dem "Kleinen Barbier" ist das in Dortmund die zweite Rossini-Oper, die dem ganz jungen Publikum Spaß macht.

In rund einer Stunde hören die Kinder in der Jungen Oper Dortmund nicht nur, wie schön Rossinis Arien mit den vielen Koloraturen klingen, sondern sie sehen auch, wie sich ein fluchender Pirat in einen Gentleman verwandelt.

Kindgerecht inszeniert

Fantasievoll, nah am Publikum und mit Mitmachaktionen inszeniert Ronny Jakubaschk das Abenteuer, in das Isabella (Boshana Mikov) und ihr Onkel Taddeo (Marvin Zobel) in einem Schlauchboot schlittern. Das Piratenschiff, auf dem sie landen, ist eine Spielwiese für die Darsteller - mit rostiger Rutsche und Klettersteg (tolle Bühne und Kostüme: Vera Koch).

Bei den Opernsängern vertraut Dortmund jungen Sängern aus Opernstudios in Essen und Köln. Bester Sänger im spielfreudigen Ensemble ist Bariton Marvin Zobel als Taddeo.

Das Mini-Orchester unter Leitung von Ingo Martin Stadtmüller besteht aus nur fünf Musikern; trotzdem klingt Rossinis Musik spritzig, vor allem in den Ensembleszenen. - Verflixt gut.

 

Die Schulvorstellungen sind ausverkauft; weitere Termine: 25.10., 8./15.11., 6./13./ 20.12.; Karten: Tel. (0231) 5027222.