Das Schicksal der kleinen Lejla

Geldspenden gesucht

KIRCHLINDE Als im März 2009 die kleine Lejla auf die Welt kommt, scheint das Familienglück der zweifachen Eltern Arnela und Senad Adic aus Bosnien perfekt. Doch dann diagnostizieren die Ärzte bei dem Mädchen einen bösartigen Tumor am linken Auge.

von Von Beate Dönnewald

, 22.08.2009, 07:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Schicksal der kleinen Lejla

Die kleine Leila weiß noch nicht, was auf sie zukommt.

Hilfe und Beistand hat Arnela Adic in diesen Tagen dringend nötig, denn es sind keine gute Nachrichten, mit denen sie die Spezialisten der Essener Universitäts-Augenklinik konfrontieren. Im Gegenteil: Sie stellen zwei weitere Tumore (Retinoblastome) am rechten Auge im Bereich des Sehnervs fest. „Und sie haben uns gesagt, dass sie Lejlas linkes Auge nicht retten können. Sie wird eine Prothese erhalten“, fast Nermina Becirovic die niederschmetternde Diagnose zusammen. Auch eine Bestrahlung und möglicherweise eine Chemotherapie werden der kleinen Lejla nicht erspart bleiben.

Und das alles kostet Geld, viel Geld. Geld, das Arnela und Senad Adic, beide arbeits- und mittellos, nicht haben. Das sie aber brauchen, damit ihre kleine Tochter weiter leben kann. „Allein die sechs Blöcke Chemotherapie kosten 12.000 Euro“, weiß Nermina Becirovic. In ihrem Bekannten- und Freundeskreis hat sie längst Geld für die Adics gesammelt. Doch die 2.000 Euro reichen nicht, genauso wenig wie die großzügigen Spenden der Nachbarn, die alle sehr betroffen sind. Nermina Becirovic wendet sich deshalb hilfesuchend an den ehemaligen Pfarrer und Superintendenten Hartmut Anders-Hoepgen. Auch er wohnt in der Mehrgenerationen-Wohnanlage und gehört dem dortigen Verein „Hallo, Nachbar“ an.

„Für mich war sofort klar, dass ich helfe“, sagt der Seelsorger, den als Vater und Großvater das Schicksal der bosnischen Familie besonders berührt. Er nimmt Kontakt mit den Ruhr Nachrichten auf, um auf diese Weise um Spenden für Lejlas Operation, Behandlung, Prothese(n) und Nachsorge zu bitten. „Damit die Menschen sicher sein können, dass ihr Geld an der richtigen Stelle ankommt, hat die evangelische Kirchengemeinde Kirchlinde-Rahm eigens ein Konto für die Hilfsaktion eingerichtet“, betont Hartmut Anders-Hoepgen. Auf die Familie Adic warten nun schwere Monate, wenn nicht Jahre. Doch die Prognosen für die kleine Lejla sind trotz der schweren Krebserkrankung gut: Denn frühzeitig erkannt und therapiert überleben mehr als 95 Prozent der Patienten. 

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