"Das Schnuffeltuch" bekam den Wortelmann-Preis

04.11.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Das Schnuffeltuch" bekam den Wortelmann-Preis

Über 4000 Euro freuten sich drei Gewinnergruppen.

Bochum Zu einer "gar besonderen Feierstunde" lud Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz gestern in den großen Sitzungssaal des Rathauses. Wo sonst Politiker sitzen bangten etwa 120 Kinder und Jugendliche und fieberten der Preisverleihung des Fritz-Wortelmann-Preises entgegen.

Zum 40. Mal wurde der mit 4000 Euro dotierte Preis bereits verliehen. Klar, dass die kleinen Künstler gespannt waren, wer das Geld einheimsen wird. Doch vor die Auflösung des Nervenkitzels stellte das Programm die oberbürgermeisterliche Rede und ein Klarinettensolo.

385 Gruppen

"Bochum ist eine Hochburg des Puppenspiels in Deutschland", informierte Scholz. Für diese Entwicklung sei Fritz Wortelmann seinerzeit die treibende Kraft gewesen, wusste die OB weiterhin. Und somit reisten in all den Jahren 385 Theatergruppen an, im Namen Wortelmanns den Preis zu erhaschen.

"Eigentlich gebührt allen eine Auszeichnung", leitete Scholz die Vergabe der Teilnehmerurkunden ein, bevor es ernst wurde. Über 1000 Euro durfte sich "Das Schnuffeltuch" der AG Figurentheater des Gymnasiums Corvinianum aus Northeim freuen. 1500 Euro gingen an die Gruppe "Klatsch" der Gruppe Alt Olvenstedt aus Magdeburg, die am Begrüßungsabend mit "Gestern und Heute" überzeugte. Ebenfalls 1500 Euro gingen an den Musikkurs der Elly-Heuß-Knapp Realschule aus Köln-Mülheim für das Stück "Die Liebe zu den drei Orangen".

Freude steckte an

Geld ist nicht alles. "Jeder nimmt Ideen mit", so Projektleiterin Anke Meyer, die Einblicke in die Jury-Beurteilung gewährte. Von "Klarheit der Form" war ebenso die Rede, wie vom "schlüssigen Gesamtkonzept", "überzeugender Ensembleleistung" und "deutlich spürbarer Spielfreude". Diese steckte an. "Es hat Spaß gemacht", bedankte sich Meyer. "Das lag an euch, an eurer Aufmerksamkeit und Neugier, der Fairness, dem solidarischen Miteinander und eurer guten Laune!" sr