Das sind die Klassik- und Kunst-Höhepunkte im September

Konzerthäuser und Museen

Endlich. Es geht wieder los. Die Konzerthäuser stehen kurz vor ihren Saisoneröffnungen, und wenn die große „China 8“-Schau in neun Museen in der Region beendet ist, gibt es auch wieder neue, spannende Ausstellungen. Dies sind die ganz persönlichen Klassik- und Kunsthöhepunkte der Kulturredaktion für September.

DORTMUND

, 31.08.2015, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das sind die Klassik- und Kunst-Höhepunkte im September

Das „Selfie at Club Rothko“ von La Turbo Avedon ist in der Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen.

Die Eröffnung der 13. Saison des Dortmunder Konzerthauses steht ganz im Zeichen der neun: Am 9. 9. dirigiert Christoph von Dohnányi das Philharmonia Orchestra London in der neunten Sinfonie von Beethoven. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Der Dirigent, der ein Jahr jüngere Bruder des SPD-Politikers Klaus von Dohnányi, gibt mit dem festlichen Werk, das mit Schillers Ode an die Freude endet, sein Debüt in Dortmund. Das Konzerthaus holt danach erst mal Luft; weiter geht es mit den ganz hochkarätigen Stars erst im Oktober.

Auch in der Philharmonie Essen läuft die Saison langsam an. Zur Saisoneröffnung am 12. September (19 Uhr) kommt das Royal Concertgebouw Orkest aus Amsterdam, eines der Top 3-Orchester Europas. Daniel Gatti dirigiert ein russisches Programm mit Strawinskys „Feuervogel“, Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“ und dem ersten Cellokonzert von Schostakowitsch. Solistin ist Sol Gabetta, ehemalige Residenzkünstlerin der Philharmonie.

Am Monatsende (27. 9., 17 Uhr) präsentiert die Philharmonie noch eine Entdeckung: Sopranistin Olga Peretyatko, ein Star des Belcanto-Fachs.

Alltag eines Stahlwerkes

Den Auftakt der Kunstausstellungen macht das Hagener Osthaus Museum, das sich ab dem 12.9. (16 Uhr) in einen Projektionsraum verwandelt, in dem die dokumentarischen Arbeiten des Filmemachers Christoph Böll präsentiert werden. Besonders beeindruckend sind die Szenen aus dem Alltag eines Stahlwerkes – als Reminiszenz an eine vergangene Epoche im Ruhrgebiet.

Zum zweiten Mal wird der MO-Kunstpreis „Follow me dada and fluxus“ vergeben: Dem Preisträger Ben Patterson widmet das Museum am Ostwall (MO) imDortmunder U-Turm eine Schau ab dem 19.9. Im Zentrum steht sein Werk „Two for violins“, das auf die Performance „One for Violin“ von Nam June Paik zurückgeht und als ironischer Kommentar zur Musealisierung der Fluxus-Bewegung gelesen werden kann.

Selfies im Museum

Mit dem Phänomen „Selfie“, beschäftigt sich in seiner Debüt-Ausstellung als künstlerischer Leiter des NRW-Forum Düsseldorf Alain Bieber ab dem 19.9.: „Ego Update. Die Zukunft der digitalen Identität“ liefert mit 23 internationalen und nationalen Positionen Denkanstöße.

Meisterwerke

Im Düsseldorfer K21 Ständehaus zeigt die Schau „The Problem Of God“ wie sich die christliche Bildtradition als universales Kulturgut in einem säkularen Kontext weiterentwickelt hat. Ab dem 26.9. sind 120 Werke, die in den vergangenen 25 Jahren entstanden sind, von Künstlern wie Francis Bacon, Harun Farocki, Katharina Fritsch, Douglas Gordon, Robert Rauschenberg, James Turell und Bill Viola zu sehen.

Im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna erhellen fünf Lichtkünstler die Schau „Dark!“ ab dem 26.  9.

„Weltkunst – Von Buddha bis Picasso“ heißt es ab dem 29. 9. im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum. Die Sammlung von der Heydt konfrontiert Meisterwerke europäischer Kunst mit Objekten außereuropäischer Kunst und Kultur.