Das sind die Kunst- und Klassik-Höhepunkte im Mai

Tipps der Redaktion

Der Mai ist der Monat der Festivals: Ruhrfestspiele, Klavier-Festival Ruhr, Klangvokal in Dortmund, die Bochumer Fidena und der Wettbewerb "Stücke" in Mülheim gehen an den Start. Wer Zeit hat, kann aber auch noch tolle Konzerte und diverse interessante Ausstellungen in seinen Kalender quetschen. Hier sind die Kulturtipps der Redaktion für Mai.

DORTMUND

, 02.05.2016, 16:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Konzerthaus Dortmund geben im Mai große Pianisten den Ton an. Der Erste ist Grigory Sokolov. Am 8.5. präsentiert der Philosoph an den Tasten ein romantisches Programm mit Werken von Schumann und Chopin. Sein 40 Jahre jüngerer Landsmann Daniil Trifonov macht mit dem Klavier-Festival Ruhr elf Tage später (19.5.) Station in Dortmund und spielt Schubert, Brahms und Pergolesi.

Ein einmaliger Abend

Der dritte große Pianist heißt Yefim Bronfman und kommt am Tag zuvor (18.5.) mit einem ganz besonderen Trio ins Konzerthaus Dortmund.

Stargeigerin Anne-Sophie Mutter erfüllt sich mit diesem Abend und dem Trio der Legenden einen Traum. Mit Bronfman und Cellist Lynn Harrell spielt sie Trios von Beethoven und Tschaikowsky. Das verspricht ein einmaliger Abend zu werden, den man nicht verpassen sollte.

Klangvokal

Das Musikfestival Klangvokal startet am 13.5. in der Dortmunder Reinoldikirche mit einer Rarität, Michelangelo Falvettis Oratorium "Nabucco". Die Geschichte kennt man aus der Oper von Verdi, wie der Barockkomponist sie umgesetzt hat, ist spannend. Am Pult der Cappella Mediterranea steht Leonardo Garcia Alarcon.

Am 28. Mai folgt bei "Klangvokal" eine weitere Entdeckung: Puccinis Oper "Edgar" erklingt im Konzerthaus Dortmund in Starbesetzung, und zum ersten Mal in Deutschland wird der vierte Akt der Oper aufgeführt - 45 zusätzliche Minuten tolle Musik.

Nelsons mit Boston

Auch in der Philharmonie Essen geben sich im Mai die Stars die Klinke in die Hand. Am 4.5. führt Andris Nelsons, designierter Gewandhaus-Kapellmeister und Exklusivkünstler des Dortmunder Konzerthauses, sein neues Orchester, das Boston Symphony, in die Philharmonie Essen. Und seine Frau, die tolle Sopranistin Kristine Opolais, bringt der lettische Stardirigent auch mit. Auf dem Programm stehen französische und russische Werke.

Geiger Gidon Kremer und Pianist Mikhail Pletnev sind am 22.5. Solisten beim Schumann-Abend des Russischen National Orchesters in Essen.

David Garrett

Höhepunkt in der Philharmonie ist am 29. Mai die konzertante Aufführung von Donizettis "Lucia di Lammermoor" - eine Paraderolle für die fantastische Diana Damrau.

Das Konzert von David Garrett Fronleichnam in der Philharmonie Essen mit Werken von Paganini, Sarasate und Kreisler ist ausverkauft.

Rock und Pop im Ruhr Museum

Den Ausstellung-Knüller des Monats Mai dürfte wohl das Essener Ruhr Museum landen. "Rock und Pop im Pott" heißt die Schau, die in 18 Kapiteln die Musikgeschichte des Ruhrgebietes erzählen will. Vom 5.5. bis 28.2. thematisiert die große Ausstellung in den Kohlebunkern zum Beispiel die berühmten Essener Songtage, den "Rockpalast" in der Grughalle oder die erste Rockplatte aus dem Revier, die 1960 auf dem Dortmunder Label "Tremonia" erschien. Es war "Baby Rock" von den Elras Brothers.

Übrigens: Als Bill Haley 1958 in der Grugahalle gastierte, kritisierte eine Zeitung den Auftritt als "Generalangriff auf Geschmack, Anstand und Selbstachtung"!

Pücklers Park

Eine schöne Schau dürfte auch "Parkomanie - Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler" in der Bundeskunsthalle in Bonn werden. Vom 14.5. bis 18.9. wird dazu der Garten auf dem Dach passend gestaltet.

Wer es handfester liebt, der sollte die Henrichshütte Hattingen ansteuern. In der Schau "Zum Wohl - Getränke zwischen Kultur und Konsum" (6.5. bis 26.3.) geht es um Bier für das Ruhrgebiet, aber auch um Schnaps für Westfalen.

Aktuelle Kunst

Und wenn es aktuelle Kunst sein darf: Das Museum Folkwang präsentiert vom 13.5. bis 30.10. die weltweit bekannte Installations-Künstlerin Katharina Fritsch, die historische Postkarten aus Essen verfremdet.