Das sind Ihre Telefonzellen-Geschichten

Erzählungen unserer Nutzer

Telefonzellen mögen zwar nach und nach aus den Städten verschwinden. Doch viele Menschen erinnern sich an so manch kurioses oder schönes Erlebnis in oder mit einer Telefonzelle. Hier kommen die schönsten Telefonzellen-Geschichten unserer Nutzer. Und Sie können uns auch weiterhin welche schicken.

MÜNSTER

12.07.2011, 10:23 Uhr / Lesedauer: 3 min
Manche Geschichten rund um die Telefonzelle sind schon ziemlich kurios. Haben Sie auch ein witziges, kurioses oder abenteuerliches Erlebnis zu berichten?

Manche Geschichten rund um die Telefonzelle sind schon ziemlich kurios. Haben Sie auch ein witziges, kurioses oder abenteuerliches Erlebnis zu berichten?

erinnert sich an einige Situationen, in denen die Telefonzelle ihn vor einer dicken Erkältung bewahrt hat. "Muffiger Geruch nach Metall und Papier, sowie Zigarrettenrauch - fehlendes Telefonbuch - man kennt das ja noch... Damals noch mit Wählscheine hat mich die Telefonzelle, die an der Lübke Straße. in der Nähe des heutigen Piazza Navone in Hamm stand, auf dem Nachauseweg von der Schule davor bewahrt, wegen eines Wolkenbruches klitsch nass zu werden. Wenn ich mich richtig erinnere, waren wir sogar mit mehrerern Kindern ( samt "Tonnen") in der Zelle! Solche Unterstände gibts eben nicht mehr. Eignete sich auch hervorragend als Schutzraum gegen Hunde oder auch bei eisiger Kälte beim Warten auf den Bus."

hat eine Telefonzelle vorm Aussterben gerettet und dekoriert damit seine Garage. "Ich habe eine Telefonzelle auf dem Dach meiner Garage stehen. Sie wurde vor einigen Jahren abgebaut, und seit dem steht sie bei mir. Das Witzige ist, ich habe dort eine Schaufensterpuppe rein gestellt, die ich regelmäßig umziehe. Viele Leute, die vorbei gehen, bleiben stehen um nachzusehen, was sie jetzt wieder an hat."

erzählt von seiner verzweifelten Suche nach einer Telefonzelle - zu Zeiten, in denen noch nicht jedermann ein Handy in der Tasche hatte. "Im Jahr 1992 hatte ich dienstlich in Dresden zu tun. Bereits bei meiner Anreise aus Braunschweig herrschte dichter Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern. Die Wetterlage verschlimmerte sich, so dass bei meiner Abreise am gleichen Tag kaum mehr als 10,20 Meter Sicht möglich waren. Aufgrund mehrere Unfälle auf den umliegenen Autobahnen entschloss ich mich die Landstraßen zu nehmen. Nachdem ich mehrere Stunden unterwegs war, versuchte ich irgendwie meine Familie zu erreichen. Nur dass ich zum damaligen Zeitpunkt noch kein Mobiltelefon besaß. Weit und breit war kein Telefon zu finden. Bis ich in einem kleinen Dorf östlich von Magdeburg im wabbernden Nebel gerade soeben noch eine hell erleuchtete, nagelneue Telefonzelle erblickte. Ich also angehalten und rein in die Zelle. Alles war sauber und rein. Sogar ein unbeschädigtes Telefonbuch war vorhanden - Nur eben noch kein Telefon!"

erinnert sich an diese Begebenheit Mitte der 70er Jahre: Es war im Jahre 1974. Ich war 17 Jahre alt und vor kurzem arbeitslos geworden. Eines Nachmittags betrat ich eine Telefonzelle in der südlichen Innenstadt von Lenningen. Das erste, was ich sah, war ein großes, dickes Portomonnaie, und als ich es zögernd in die Hand nahm und öffnete, konnte ich mindestens 600 DM überblicken. Während ich noch mit offenem Mund staunte, wurde die Tür aufgerissen, und eine Frau mittleren Alters, mit zerzaustem Haar und völlig aufgelöst, stammelte: "Gott sei Dank, es ist noch da!", bedankte sich unnötigerweise bei mir und hastete davon...

erzählt von seiner großen Liebe und einer Telefonzelle in Osterholz-Scharmbeck: Kurz bevor ich vor 35 Jahren meinen Zivildienst in einer Stadt in Norddeutschland antrat hatte ich eine Beziehung mit einem Mädchen in meiner ca. 350 km entfernt liegenden Heimatstadt begonnen. Handys gab es noch nicht also gingen viele Briefe hin und her - und um die Ecke von meiner Wohnung gab es eine gelbe Telefonzelle, die ich natürlich auch öfters frequentierte. Eines Abends telefonierten wir über eine Stunde miteinander und die Groschen fielen nicht durch. Wenn man frisch verliebt ist merkt man ja kaum wie dabei die Zeit vergeht. Das Telefonat hätte mich eigentlich viele Groschen gekostet. Am darauf folgenden Mittag war ich zum Essen bei einer Familie eingeladen und erzählte dort von meiner praktischen Telefonzelle. Leider arbeitete der Gastgeber bei der Telefon-Abeilung der Post (damals gab's die Telekom noch nicht), was ich bei der Gelegenheit erfuhr und danach hat die Telefonzelle leider nie wieder so Verliebtenfreundlich funktioniert. Heute, am 18. Juli 2011, an dem Tag wo ich diese Geschichte aufschreibe, feiern wir übrigens den 30. Hochzeitstag. Die Telefonzelle in Osterholz-Scharmbeck hat dazu sicher ein kleines Stück begetragen, dass wir immer noch zusammen sind.

hat in einer Wettringer Telefonzelle "Ihr Kinderlein kommet" gesunden: Vor vielen Jahren habe ich, unterwegs zur Arbet im Radio gehört, dass Radio RST in einer Wettringer Telefonzelle anruft und Anwesende die "Ihr Kinderlein kommet" singen, ein Nostalgieradio bekommen. Ich habe auch eines bekommen, mich sehr gefreut und mein Chef hat mir die kleine Verspätung natürlich gerne verziehen