Das steckt hinter den Kanalarbeiten an der Ringelohstraße

Baustelle in Berghofen

An der Ringelohstraße in Berghofen ist gerade eine der größten Kanalbauarbeiten in ganz Dortmund im Gange. Auf insgesamt 1,3 Kilometern Strecke modernisiert die DEW21-Toichter Donetz Wassertransportleitungen. So laufen die Arbeiten.

BERGHOFEN

, 05.07.2016, 06:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das steckt hinter den Kanalarbeiten an der Ringelohstraße

Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.

Durch die weißen Stahlrohre, 800 mm Durchmesser, mit dem Kunststoff Polypropylen ummantelt, fließt künftig das Trinkwasser für Tausende. Statt die gesamte Strecke aufzureißen, suchen die Donetz-Techniker Anschlüsse an das bestehende Rohr.

Mithilfe von – tatsächlich – Vaseline flutscht die neue Leitung in die alte. Oder, wie es Katharina Wieghard, Projektleiterin bei Donetz für das Programm „Erneuerung Fallrohrleitungen“ (EFL), in routiniertem Technik-Sprech formuliert: „Wir relinen das Fallrohrnetz mit einem 800er Stahlrohr.“

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So sieht es auf der Baustelle an der Ringelohstraße in Berghofen aus

Die DEW21-Tochter Donetz modernisiert in Berghofen über einen Kilometer Wasserrohre. Mitten in einem Wohngebiet werden diese hunderte Bürger versorgen.
04.07.2016
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Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Insgesamt 1,3 Kilometer Wasserrohre werden in Berghofen modernisiert.© Foto: Felix Guth
Schlagworte Berghofen

Was hier vor dem modernen Rohr in der Erde lag, entstammt einer anderen Epoche: Von Hand geschmiedeter, geschraubter und mühsam verbuddelter Grauguss aus dem Jahr 1926. Industriegeschichtlich spannend, aber nicht mehr geeignet, um noch über viele Jahre das Wasser zu transportieren, das hier aus dem Ruhrtal hinab in die Dortmunder Tiefebene fließt.

Notwendige Investition in die Substanz

„Wer 24 Stunden am Tag immer Strom, Gas und frisches Wasser haben will, der muss auch etwas für die Substanz tun“, sagt Katharina Wieghardt. Die Verkleinerung des Rohr-Durchmessers sei, so präzisiert Markus Mielsch, Leiter der Arbeiten auf diesem Teilstück in Berghofen, auch eine Reaktion auf den insgesamt gesunkenen Wasserverbrauch. „Die alten Rohre wurden angelegt, als die Stahlindustrie und die Brauereien noch große Mengen verbraucht haben“, sagt Mielsch. Die Großindustrie ist weg, die Menschen sparen an vielen Stellen Wasser – heute reicht der kleine Durchmesser.

Zwei Gruben liegen aktuell offen und werden es noch einige Wochen bleiben. 1,3 Kilometer lang ist die Strecke insgesamt, gerade erst ein gutes Drittel ist geschafft.

Viele Baustellen im Dortmunder Süden

In den nächsten fünf Jahren stehen etliche Wassertransportleitungen vor dem Austausch, die allesamt im Dortmunder Süden liegen. Noch in diesem Jahr beginnen Arbeiten an der Röhrenstraße in Schüren, die parallel zur Ringelohstraße durchgeführt werden.  

Darüber hinaus kündigt das für das Leitungsnetz zuständige Tochterunternehmen von DEW21 Sanierungen an folgenden Stellen an: An der Goymark (Hörde/Berghofen), Overgünne (Wellinghofen/Benninghhofen), Niederhofer Kohlenweg (Werllinghofen/Höchsten) und Im Papenkamp (Höchsten/Loh). Die Gesamtkosten dafür liegen bei rund 11 Millionen Euro.

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