"Das Zeltfestival ist für mich der Höhepunkt des Jahres"

Interview mit Frank Goosen

In nur acht Jahren hat sich das Zeltfestival Ruhr zum erfolgreichsten Festival der Region gemausert. Ab dem 21. August ist es wieder soweit. Kabarettist, Schriftsteller und Bochumer Urgestein Frank Goosen kennt das Spektakel von Anfang an. Im Interview erzählt er, was daran so besonders ist.

Bochum

, 14.08.2015, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Das Zeltfestival ist für mich der Höhepunkt des Jahres"

Samstag, 5. September: Frank Goosen! Ob er geglaubt hätte, dass er an einem Samstagabend einmal der Headliner auf einem Festival sein würde? Frank Goosen ist von Anfang an dabei gewesen und hat es sich redlich verdient. Foto: Sandra Schuck

Sie waren bei jedem Zeltfestival dabei, immerhin acht Mal. Waren Sie beim ersten Mal skeptisch?

Frank Goosen: Nein, ich kenne ja die drei Jungs die das machen, vor allem Lukas Rüger und Heri Reipöhler. Und von denen wusste ich, dass sie Dinge, die sie in Angriff nehmen, mit großer Ernsthaftigkeit und Professionalität betreiben. Vor allem war ich gespannt damals. Von der Idee hatte ich schon länger gehört, obwohl es zuerst an einem anderen Standort stattfinden sollte. Ich fand das von vornherein super. Vor allem, weil da mal drei Typen von Anfang an klargemacht haben, dass sie was mit der großen Kelle anrühren und nicht erst mal bescheiden anfangen wollen.

Beim Zeltfestival treten Sie vor 2500 Leuten auf. Ist das noch zu handeln als Solist?

Frank Goosen: 2500 Zuschauer sind schon eine Herausforderung, weil ich sonst eher so vor 300 bis 500 Leuten spiele. Da muss man sich besonders vorbereiten. Ich trete aber unheimlich gern vor so vielen Leuten auf. Als Jugendlicher wäre ich gern Rockstar geworden und das Zeltfestival ist der einzige Ort, an dem ich dem mal nahe komme. In den letzten Jahren habe ich ein spezielles Programm für diese Abende geschrieben, dieses Jahr trete ich mit dem inzwischen eingespielten „Durst und Heimweh“ auf, das erst Anfang des Jahres Premiere hatte. Wichtig ist auch körperliche Fitness. Ich gehe da am Abend vorher nicht tanzen und mache auch den ganzen Tag über nichts, denn da muss man echt in Form sein. Und gerade, wenn man nur Worte zur Verfügung hat, ist ein guter Sound besonders wichtig. Jeder muss auch in der letzten Ecke noch entspannt zuhören können. Aber das Besondere am Zeltfestival ist auch, dass man trotz der 2500 Menschen irgendwie eine intime Atmosphäre hat.

Woran liegt das?

Frank Goosen: Vielleicht unter anderem an dieser leichten Strandatmosphäre. Die Leute kommen ja oft schon etwas früher an und sind total entspannt. Das ist ein bisschen wie Open Air. Die Atmosphäre wird auch dadurch geprägt, dass es nette Gastronomieangebote und lokale Verkaufsstände gibt und es nicht nur eine Abfüllmeile ist wie am Ballermann.

Wie beschreiben Sie anderen das Festival, die noch nie da waren?

Frank Goosen: Das Zeltfestival ist für mich der Höhepunkt des Jahres. In einer lauen Sommernacht nach dem Auftritt noch zu sitzen und mit ein paar Leuten ein Bierchen zu zischen, das ist einfach großartig.

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Sonntag, 23. August und Freitag, 28. August: Revolverheld! "Immer in Bewegung" heißt das aktuelle Album von Revolverheld, dem aktuellen Titelträger des "Bundesvision Song Contest". Beim Zeltfestival spielen sie gleich zweimal. Foto: Benedikt Schnermann
Montag, 24. August: Farin Urlaub Racing Team! "Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit" ist das Motto von Urlaub und seinem Team. Na dann! Foto: Olaf Heine
Montag, 24. August: Laith Al-Deen! Der Karlsruher hat sich mit seinem neuen Album "Was wenn alles gut geht" auf Platz 2 der deutschen Charts katapultiert. Zum Feiern kommt er ins Zeltfestival. Foto: Upart© Carsten Klick
Dienstag, 25. August: Rea Garvey! Stolz wie Bolle, Rea Garvey war schon vor seinem Coach-Dasein bei der TV-Casting-Show "The Voice" eine große Nummer, doch seine Fernsehpräsenz hat den sympathischen Iren noch einmal gepusht. Jetzt startet er mit seinem Album "Pride" auf dem Zeltfestival durch. Foto: Bella Lieberberg
Mittwoch, 26. August: Mark Forster! "Flash mich nochmal" gilt bei Mark Forster nicht, er ist das erste Mal beim Zeltfestival. Foto: Robert Winter
Donnerstag, 27. August: The Script! Die Iren sind hierzulande vor allem mit ihrem Song "Hall of Fame" bekannt geworden, ihr 2014 veröffentlichtes Album "No Sound Without Silence" war allerdings ein weltweiter Chart-Stürmer (Irland, Großbritannien Platz 1, Schweiz Platz 2, Deutschland Platz 12).
Samstag, 29. August: Jochen Malmsheimer! Der gebürtige Essener bringt sein Programm "Ermpftschnuggn trødå - hinterm Staunen kauert die Frappanz" mit zum Zeltfestival. Was das heißt, müssen Sie schon selbst herausfinden. Die Veranstalter sind sich sicher: Es wird "ein einziges Fest". Foto: Xango Kult
Montag, 31. August: Michael Patrick Kelly! Aus "Paddy" ist mittlerweile Michael Patrick geworden, der Singer-Songwriter, der als Mitglied der Kelly-Family weltberühmt wurde, hat 2015 ein neues Album ("Human") veröffentlicht. Foto: Gregor Hohenberg© Gregor Hohenberg
Mittwoch, 2. September: Steve Hackett! Der ehemalige Gitarrist von Genesis hat auch zahlreiche Solo-Alben aufgenommen, das letzte ("Wolflight") ist ganz frisch veröffentlicht worden. © Foto: Guiseppe Pappalettera
Donnerstag, 3. September: Clueso! Cueso bringt seine "Stadtrandlichter" und einen Special Guest mit: Joris, der derzeit mit "Herz über Kopf" die Charts stürmt. Foto: Christoph Koeslin
Freitag, 4. September: Kraftklub! Sie wollen nicht nach Berlin, aber zum Zeltfestival kommen sie gerne. Foto: Universal
Freitag, 4. September: Pamela Falcon! Der neue Vocal-Coach der TV-Casting-Show "Popstars" kommt nicht alleine, sondern bringt ihre Freunde Dante Thomas ("Miss California"), Jini (Frontfrau von Luxuslärm) und Percival mit. Foto: Frank Oppitz© Photographer: Frank Oppitz
Samstag, 5. September: Frank Goosen! Ob er geglaubt hätte, dass er an einem Samstagabend einmal der Headliner auf einem Festival sein würde? Frank Goosen ist von Anfang an dabei gewesen und hat es sich redlich verdient. Foto: Sandra Schuck
6. September, 20 Uhr: Luke Mockridge! Das Multitalent spielt im Sparkassenzelt vor seinen Fans. Sonst ist er bei Sat.1 zu sehen in "Luke! Die Woche und ich". Foto: Boris Breuer/Sat.1
Sonntag, 30. August: Die Sesamstraße! Natürlich vor allem für Kinder ein Riesenspaß, aber auch Eltern, die sich gerne an ihre Kindheit erinnern, kommen hier auf ihre Kosten. Foto: TAT
6. September, 20 Uhr: Enissa Amani! Bei "Let's Dance" machte sie eine gute Figur, beim Zeltfestival will sie die Leute aber nicht mit ihren Tanzkünsten zum Lachen bringen, sondern mit ihrer Comedy. Foto: Henning Kaiser/dpa© Henning Kaiser (dpa)
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