Dauerregen und Sturmböen: So leidet NRW unter dem Wetter - Baukräne zerstören Hausfassade

Wetter in NRW

Nasses und windiges Wetter führte am Sonntag zu Einschränkungen für die Menschen in NRW. Drehende Baukräne legen eine Bahnstrecke für Stunden lahm, eine andere Strecke war ebenfalls gesperrt.

NRW

24.02.2020, 10:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Feuerwehrleute an der Toulouser Allee in Düsseldorf. Hier hatten sich zwei Kräne im Wind gedreht und Schäden an einem Hochhaus angerichtet.

Feuerwehrleute an der Toulouser Allee in Düsseldorf. Hier hatten sich zwei Kräne im Wind gedreht und Schäden an einem Hochhaus angerichtet. © picture alliance/dpa

Dauerregen und Sturmböen haben am Sonntag in Nordrhein-Westfalen zu zahlreichen Störungen geführt. Bahnreisende mussten sich am Abend zwischen Paderborn und Kassel auf Verspätungen einstellen. Wegen eines umgestürzten Baums im Gleis war die Strecke zwischen Warburg (Westfalen) und Kassel-Wilhelmshöhe gesperrt.

Auch im Regionalverkehr gab es am Abend Beeinträchtigungen. Zwischen Hilden und Solingen Hauptbahnhof kam es wegen eines umgestürzten Baums auf einem Gleis zu Teilausfällen, wie die Bahn mitteilte. Auch zwischen Hagen Hauptbahnhof und Gevelsberg behinderte ein umgestürzter Baum den Zugverkehr. Die S-Bahnen zwischen Wupptertal-Oberbarmen und Hagen Hauptbahnhof wurden umgeleitet.

Auch der Zugverkehr zwischen Dortmund und Witten war wegen eines Baums im Gleis gestört. Die Deutsche Bahn musste mit einem Räumtrupp anrücken und war mehrere Stunden im Einsatz.

Zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Düsseldorf Flughafen mussten Bahnreisende am Sonntag sehr viel Geduld mitbringen. Dort war der Verkehr vorübergehend eingestellt. Grund war ein an den Gleisen stehender Baukran, der sich durch den Wind gedreht und eine Hausfassade zerstört hat.

Insgesamt drei Hebemaschinen hätten sich am Sonntagvormittag durch starken Wind gedreht und miteinander verhakt, teilte ein Sprecher der Polizei mit. An einem der Kräne war eine Metallkette befestigt, welche die Hausfassade beschädigte.

Auch die Feuerwehr in Wuppertal war am Sonntag vermehrt im Einsatz. Es habe umgefallene Bäume und losgelöste Planen gegeben, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Insgesamt habe es bis zum Nachmittag rund 20 sturmbedingte Einsätze gegeben.

Sturm wehte Container in den Rhein

In Düsseldorf waren zwei Container von einem Schiff in den Rhein gefallen. Feuerwehrleute hätten die leeren Großbehälter am Sonntag an Land gebracht und gesichert, teilte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Duisburg mit.

Auch Sportliebhaber sollten bei dem Wetter in Köln lieber zuhause bleiben. Aufgrund der Wetterlage blieben am Sonntag alle Sportplätze aus Sicherheitsgründen geschlossen, wie die Stadt Köln auf ihrer Webseite mitteilte.

Wegen des Wetters waren bereits am Sonntagvormittag auch die meisten Karnevalsumzüge abgesagt worden, die am Tulpenonntag hätten stattfinden sollen.

kar/dpa

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