Delegation besucht Bochumer Schulen

Jeki-Projekt

Die Kinder der ersten Klasse der Carl-Arnold-Kortum-Grundschule sitzen entspannt im Kreis. Gleich beginnt eine ihrer Lieblingsstunden. Musik. Mit dabei einige Gäste aus Norwegen. Sie wollen sich vor Ort informieren, was das Besondere des Projektes „Jedem Kind ein Instrument“ (Jeki) ist.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 03.05.2012, 07:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gäste aus Norwegen informierten sich in Bochum über das Jeki-Projekt. Sie waren begeistern, dass nahezu alle Grundschulkinder so an Instrumente heran geführt werden.

Gäste aus Norwegen informierten sich in Bochum über das Jeki-Projekt. Sie waren begeistern, dass nahezu alle Grundschulkinder so an Instrumente heran geführt werden.

Die norwegischen Gäste hören interessiert zu. In ihrer Heimat arbeiten Musik- und Grundschulen zwar auch eng zusammen. „Allerdings müssen sich die Eltern bei uns bewusst dafür entscheiden, dass die Kinder ein Instrument lernen wollen“, sagt Helge Rolstadås aus Meldal. In Bochum werden sie automatisch herangeführt. Allerdings ganz anders, als sich viele das vorstellen können. Die Schulstunde belegt das eindrucksvoll. Es geht nicht darum, bewusst eine Note zu spielen. Es geht nicht einmal um die perfekte Haltung des Instruments. Helge Rolstadås hält das alles im Bild fest. Brynjar Sonstad aus Trondheim und Åste Selnæs Domaas aus Sør-Trøndelag sind ebenfalls begeistert. Ihre Füße bleiben selten ruhig auf dem Boden stehen. Die eingängigen, von Gisela Eibeck angestimmten Lieder rücken immer wieder einzelne Kinder ganz kurz in den Vordergrund. Sie spielen alleine auf einem Instrument. Der Beifall bestätigt sie und macht Lust, mehr zu lernen.

„Die Carl-Arnold-Kortum-Grundschule ist Vorreiter in der Stadt“, hatte vor dem Unterricht Gisela Eibeck gesagt. Mehr als 90 Prozent der Kinder würden ab der zweiten Klasse ein selbst ausgewähltes Instrument erlernen. „Gitarre und Geige stehen hoch im Kurs.“ Die norwegischen Gäste nehmen die Information mit, dass dieser Unterricht nicht mehr kostenlos ist. Dann drängt für die Delegation auch schon die Zeit. Die 22 Vertreter des norwegischen Verbandes der Städtischen Schulen für Musik und Darstellende Künste sind in Kleingruppen aufgeteilt. Und jede Gruppe ist bei verschiedenen Schulen zu Gast. Vielleicht macht Jeki auch im hohen Norden bald Schule.