Demonstration gegen pro NRW am Platz der Marienkirche

Rechtsextremismus

Kaum mehr als 15 bis 20 pro-NRW-Aktivisten werden am Donnerstag in Bochum erwartet. Ein kleiner Haufen, den man doch getrost ignorieren könnte. „Nein“, sagt Uli Borchers vom Bündnis gegen Rechts. Das wäre völlig falsch. Die Stimme gegen Rechtsextremismus zu erheben sei wichtig – unabhängig wie viele Nazis dort stehen.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 02.05.2012, 19:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Demonstration gegen pro NRW am Platz der Marienkirche

Sarah Kreimendahl und Jonathan Röder (r.) von der Bezirksschülervertreten rufen zur Demo gegen pro NRW. Tim Ackermann von der DGB-Jugend unterstützt den Aufruf.

„Pro NRW tut so, als ob sie eine Bürgerbewegung wären, tatsächlich aber kommen sie aus der rechten Ecke – von der NPD und den Kameradschaften“, sagt Kevin Waschkowitz von der Antifa. „Sie betreiben stumpfen Rassismus unter dem Mantel der Islamkritik.“ Röder: „Wir wollen gerade Schüler für diese Gefahr des Alltagsrassismus sensibilisieren.“ Bereits vor zwei Jahren hatte pro NRW vor einer Bochumer Moschee eine Kundgebung abgehalten. Damals war es an der Diekampstraße zu teils heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen, die eine Sitzblockade räumen ließ. Dazu könnte es auch heute wieder kommen. „Ich hoffe auf einen ruhigen und fairen Umgang – auch von Seiten der Polizei“, sagt Borchers. Er hat für das Bündnis gegen Rechts zu einem Treffen auf dem Hof der Moschee aufgerufen, an dem sich auch die Gemeinde beteiligen will. „Wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus“, betont Polizeisprecher Volker Schütte und ergänzt: „Jede Form von Gewalt werden wir konsequent unterbinden.“