Denkmal oder nicht?

MITTE In der Sache kommt der Förderverein "Pro Marienkirche" keinen Schritt voran. Vielmehr sind bislang alle Versuche gescheitert, die Marienkirche als offiziellesDenkmal einstufen zu lassen. Aufgeben kommt für die engagierten Bürger aber nicht in Frage. Im Gegenteil. Jetzt hat der Verein ei OB Dr. Ottilie Scholz den Antrag auf Einsichtnahme in die Akten zum "Vorgang Denkmalwert der Marienkirche" gestellt. Nicht die einzige Initiative.

von Von Thomas Aschwer

, 26.07.2007, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

In einem Brief an Dr. Markus Harzenetter beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe macht der Vorstand deutlich, dass er die ablehnende Haltung der Behörde mit Blick auf die Denkmalwürdigkeit der Marienkirche nicht nachvollziehen kann. "Diese starre Haltung befremdet nicht nur uns", übt der Vorstand deutliche Kritik. Auch deshalb, weil Harzenetter die Kirche "nicht einmal in Augenschein genommen" habe.

Außerdem möchte der Förderverein wissen, "ob seitens des LWL zu Münster ein Gutachten zur Denkmalwürdigkeit der Marienkirche Bochum erstellt wurde und warum sich der LWL Münster bislang vehement weigert ein Denkmal umgehend unter Schutz zu stellen.

Kriegsschäden

Nicht einsehen will der Vorstand von "Pro Marienkirche", dass dieses Vorhaben daran scheitern könnte, dass die Kirche im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde. "Zu bedenken geben sollten Ihnen Herr Dr. Harzenetter in diesem Zusammenhang die Unterschutzstellungen der Pirminiuskirche in Pirmasens und die der Dreifaltigkeitskirche in Ludwigshafen. Beide Kirchen waren ähnlich stark zerstört (dort aber auch die Kirchtürme) wie die Marienkirche Bochum-Mitte und beide sind wesentlich verändert wiederaufgebaut worden. Zumindest die Dreifaltigkeitskirche in Ludwigsburg ist gleichwertig mit der Marienkirche.

Abschließend erinnert der Förderverein an die Unterschriftenaktion. "Die Marienkirche gehört zum kulturellen Erbe unseres Landes." Ob es die zuständigen Stellen das auch so sehen, scheint zumindest derzeit mehr als zweifelhaft. thas