Der Abbau der Motte hat begonnen

Umzug nach Neuenrade

HERNE „Ich bin kein geborener Bedenkenträger“, sagt Klaus Peter Sasse. „Ich bin infiziert worden, und dann ging das ganz fix.“ Sasse ist Bürgermeister von Neuenrade. Die Kleinstadt im Märkischen Kreis wird das neue Zuhause der Motte, der mittelalterlichen Holzburg des LWL-Museums für Archäologie in Herne.

von Von Katharina Pfeifle

, 13.01.2011, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Schild zeigt an, wo es hingeht: Die Motte zieht nach Neuenrade.

Das Schild zeigt an, wo es hingeht: Die Motte zieht nach Neuenrade.

Der geplante Standort im Neuenrader Ortsteil Küntrop liegt in der Nähe einer historischen Stätte, wie Bürgermeister Sasse erklärt. Etwa 200 Meter entfernt erinnert auf einem Wiesengrundstück ein Erdhügel, umgeben von einem Wassergraben, an eine ehemalige Motte, die im Mittelalter dort stand. „Vom geplanten Standort für die neue Motte kann man dann die Überbleibsel der alten Motte sehen“, schwärmt Sasse. „Es macht die mittelalterliche Geschichte unseres Orts wieder erlebbar.“ Weitere Ideen für die Nutzung des Geländes umfassen mittelalterliche Ritterspiele oder einen Geschichtspark. Der Entschluss, die Motte zu übernehmen, fiel innerhalb von ein paar Tagen kurz vor Weihnachten.

Mit dem Abbau hat ein Neuenrader Zimmerei-Unternehmen am Donnerstag begonnen. Die Holzburg wird fachgerecht zerlegt, mit einem LKW zu ihrem neuen Standort transportiert und dort bis zum endgültigen Aufbau zwischengelagert. Denn noch steht die offizielle Baugenehmigung vom Märkischen Kreis aus. „Ich freue mich unendlich, dass die Motte so weiter besteht“, äußert sich  Barbara Rüschoff-Thale, Kulturdezernentin des LWL, begeistert. „Es ist schön, wenn entwickelte Ausstellungsformate so weiterleben können. Der Erfolg hat uns Recht gegeben und uns darin bestärkt, weiter den Außenbereich für Aktionen zu nutzen.“ 

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