Der Engel von Paris

Christel Noir

In Christel Noirs Roman "Der Engel von Paris" entwickelt sich eine Liebesgeschichte auf ganz unerträgliche Art und Weise. Marie und Josh lernen sich bei einer Freundin kennen, dann vergehen fast 200 Seiten bis zum ersten Telefonat, und erst auf Seite 233 sehen sie sich wieder.

27.11.2016, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Engel von Paris

Die Seiten ihres Romans füllt die Schriftstellerin mit pseudo-philosophischem Gelaber und esoterischem Stuss. Marie unterhält sich mit ihrem Schutzengel, und der Teenager Noémie kann das Geplapper des Engels mithilfe eines Kassettenrekorders ebenfalls hören.

"Lass dir Zeit und genieß das, was in dir entstanden ist." Einfach nur furchtbar.

Dass beide ein Paar werden, ist klar - trotz der schwierigen Vergangenheit. Doch bis es so weit ist, muss der Leser viel Küchentisch taugliches Psychologie-Gerede ertragen.

Christel Noir: Der Engel von Paris, 344 S., Pendo, 18 Euro, ISBN 978-3-86612-415-8.