Der Gasometer schafft die perfekte Illusion

Lichtinstallation in Oberhausen

Für die perfekte Illusion braucht es einen Grafiker, Theaterwissenschaftler, Musiker, 3D-Designer, Eventmanager. Sie alle gehören zur Künstlergruppe Urbanscreen aus Bremen, die die Innenraum-Lichtinstallation auf einer Fläche von drei Fußballfeldern für den Gasometer entworfen hat – eine Größe, die es weltweit noch nicht gab. Noch läuft der Aufbau. Ab 11. April, mit Beginn der Schau „Der schöne Schein“, soll das Licht-Kunstwerk dann zu sehen sein.

Oberhausen

, 24.02.2014, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Gasometer schafft die perfekte Illusion

Die Macher von Urbanscreen, Majo Ussat (l.) und Till Botterweck, haben sechs Monate an der Installation getüftelt. Jetzt läuft der Aufbau im Gasometer.

„Der Betrachter soll keine Anhaltspunkte mehr finden können“, sagt Majo Ussat von Urbanscreen. Seit einem halben Jahr plant das Team in Bremen das Projekt, bei dem 20 000 Quadratmeter Wand bespielt werden. Vorlage war ein Gasometer-Modell im Maßstab 1:20. Ausgelassen – daher auch der Name „320°“ – hat Urbanscreen nur den Fahrstuhl, mit dem Besucher durch die Installation hindurch nach oben fahren können. Für das ungewöhnliche Licht-Klang-Werk stehen an sieben Stationen rund um die Manege jeweils drei Beamer übereinander. Sie projizieren Lichtpunkte auf die gegenüberliegende Seite. So entstehen Ringe, die nach oben steigen, und Wolken, die an den Wänden des Gasometers entlangziehen – und immer die Illusion von einem einzigen, großen Gesamtbild. „Wenn ein Bild aufhört, fängt ein anderes an“, erklärt Till Botterweck von Urbanscreen das Prinzip. Ein Musiker komponierte dazu die passende Musik.

Ein fantastisches Erlebnis, das rund 20 Minuten dauert und sich dann wiederholt – und wohl kaum hinreichend beschrieben werden kann, sondern erlebt werden muss. Die rund 150 Bilder für die Schau wurden ebenfalls bereits geliefert, die Skulpturen kommen Anfang März. Alles für den schönen Schein. 

 

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